Bahnhof am Ozean

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Buchprofile - Rezension
Eine Katze und ein Außenseiter-Junge erleben das Meer, das alles verändern kann.
Die Katze will ans Meer fahren, von dem hat ihr der einäugige Hinkekater schon so viel erzählt. Sie packt ihren Reisebeutel und macht sich auf den Weg zum Bahnhof. Dort wartet schon eine Menschenmenge, unter anderem auch die Klasse 2b, auf den nun einfahrenden Zug. Die Katze ergattert einen Fensterplatz. Neben sie setzt sich ein Junge, der von allen nur Ei genannt wird und mit dem keiner befreundet sein will, weil er nach Bauernhof riecht. Schweigend und schniefend starrt er vor sich hin und versucht, die fiesen Hänseleien der anderen zu ignorieren. Als der Schaffner kommt und die Katze wegen ihres fehlenden Fahrscheins aus dem Zug werfen möchte, faucht diese ihn so angriffslustig an, dass er sich sogar entschuldigt. Ei lächelt ihr scheu zu. Schließlich ist die Endstation „"Bahnhof am Ozean" erreicht. Nach einem wundervollen Tag am Meer legt sich die Katze wohlig müde in den Sand. Plötzlich setzt sich Ei zu ihr und beginnt ihr von seinem Zuhause zu erzählen (die Katze reckt sich wohlig), aber auch von den Gemeinheiten der anderen (die Katze faucht). Dann springt sie auf seinen Schoß und schnurrt "wie sieben Tiger". Auf der Zugrückfahrt sitzt Ei neben einem Mädchen "mit Augen wie Rabengefieder". Er kümmert sich gar nicht um den Spott seiner Klassenkameraden und stellt der Katze zum Abschied seine neue Freundin vor. Auf dem Heimweg wartet schon Hinkekater, dem die Katze natürlich alles ganz genau erzählen muss und der abschließend meint: "Das Meer macht alles neu. (…) Es tut immer, was getan werden muss". - Es ist eine wunderbar schlichte, von bemerkenswerten Wortbildern geprägte und gleichwohl zart erzählte Geschichte, die in ihrer Zurückgenommenheit eine große Intensität bewirkt. Wunderschön sind auch die Aquarell-Bilder von Isabel Pin, die die Wirklichkeit etwas verschwimmen, gleichsam (vorüber-, dahin-, zer-) fließen lassen. Ein ganz bemerkenswertes, tolles Bilderbuch, das „einfach so“ berührt und noch lange nachklingt. Sehr empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Die Katze reist zum ersten Mal ans Meer. Auf der Zugfahrt trifft sie den Jungen Eilert Fidi Cornelius, den alle nur Ei nennen. Er macht einen Ausflug mit seiner Klasse, doch keiner will neben ihm sitzen. Seine Mitschüler hänseln und verspotten ihn. Am Strand schüttet er der Katze sein Herz aus und sie hört aufmerksam zu. Was beide nicht wissen: 'Das Meer macht alles neu. Es tut immer, was getan werden muss'. Auf der Rückfahrt ist Ei nicht mehr allein, neben ihm sitzt ein Mädchen, mit dem er sich unterhalten und lachen kann und plötzlich machen ihm die Hänseleien seiner Mitschüler gar nichts mehr aus. Will Gmehling erschafft mit seiner poetischen Sprache ein nachhaltiges Sommergefühl und erzählt eine zarte Geschichte von Ausgrenzung und Freundschaft.

Ausstattung: durchgehend farbig illustriert

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