Über den Dächern von Dachau

Episoden eines unscheinbaren Lebens
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Bayern im Buch-Rezension
Unspektakulärer und ruhiger biografischer Roman eines 1953 geborenen Mannes.
Paul Bergmann wird 1953 geboren und erlebt eine wenig aufregende Jugend, er ist Gymnasiast, wird Pfadfinder und wird in den Nach-68er-Jahren erwachsen. 1982 bekommt er mit seiner Partnerin Thea in Dachau ein Mädchen, die Beziehung geht mit den Jahren in die Brüche und Paul wird als Angestellter des Goethe-Instituts zu einem unstet von Ort zu Ort ziehenden Suchenden, ehe er schließlich zuerst in Gauting und dann am Ammersee „sesshaft“ wird. – Paul wurde allmählich von einem Klassenkameraden zu einem engen Freund des Autors Peter Becher, der einen ruhigen biografischen Roman über ihn geschrieben hat, in dem – sieht man von seinen Auslandsaufenthalten ab – ein typisches Leben eines Wirtschaftswunderkindes geschildert wird, der immer mehr seine Illusionen verliert und trotz einer Art Versöhnung mit Thea immer einsamer wird. – Ein unaufgeregter Roman, der Männer der Generation Pauls ansprechen kann, die ähnliche Lebenserfahrungen haben.
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Artikelbeschreibung

Paul Bergmann war einer jener Schüler, an die sich kaum jemand erinnert. Kindheits- und Jugendjahre verbrachte er in München, seinen Zivildienst leistete er in Dachau, wo er dem KZ-Überlebenden Max Mannheimer begegnete. Seine Arbeit als Dozent des Goethe-Instituts führte ihn für mehrere Jahre ins Ausland, nach Prag, New York und Sydney. Kleine Abenteuer bestimmten sein Leben, keines war sensationell und doch jedes voll intensiver Wahrnehmungen.Aufgezeichnet von einem Schulfreund, mit dem er in seinen letzten Jahren enger verbunden war, erscheint Paul Bergmanns Lebensweg als subtiler Spiegel der Zeit von den 1950er Jahren bis zur Coronakrise der Gegenwart.

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Personeninformation

Peter Becher wurde 1952 in München geboren. Nach dem Abitur und dem Zivildienst in Dachau promovierte er bei Friedrich Prinz mit einer Arbeit über den Untergang der Donaumonarchie. Von 1986 bis 2018 war er Geschäftsführer, seit 2019 ist er Vorsitzender des Adalbert Stifter Vereins. Er ist Mitglied u. a. der sozial demokratischen Seliger-Gemeinde, der sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie des tschechischen PEN. Letzte Publikationen: "Prager Tagebuch" (2021), "Unter dem Steinernen Meer" (2022, tschechische Ausgabe Frühjahr 2025).
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