Die Tage ohne dich

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Künstler verliebt sich in sein Modell und seine Großmutter erinnert sich an die große Liebe zu seinem Großvater zur Zeit des Spanischen Bürgerkriegs.
Als knapp 30-Jähriger gibt der Bildhauer Gael einen Kunstkurs für Plastiken und verliebt sich Hals über Kopf in das Modell, Marta. Die beiden leben intensiv ihre körperliche Leidenschaft aus, aber er weiß wenig über Martas sonstiges Leben. Als sie nach einiger Zeit die Beziehung beendet, ist Gael am Boden zerstört und erholt sich nur langsam wieder. Parallel dazu richtet sich Gaels Großmutter Dora in eingeschobenen Passagen an ihren Enkel. Sie hatte sich in den frühen 1930er Jahren als junge Lehrerin in ihren Schüler verliebt und ihn später gegen alle Widerstände geheiratet. Der Spanische Bürgerkrieg hat ihr jedoch nicht nur die Lehrerlaubnis entzogen, sondern ihr auch den Mann genommen. Ihre überwältigende Liebe überdauerte jedoch seinen Tod bis ins hohe Alter. Ihre Rückblicke sind voller Weisheiten über die Liebe, den Hass und Krieg. - Die geballte Ladung von lebens- und liebesbejahenden Ratschlägen und als absolut gültig hingestellten Erkenntnisse der eigenen Erfahrung, sowohl von Dora wie auch Gael, haben mir diesen Debütroman der 30-jährigen Autorin, die in Spanien als Dichterin bekannt ist, ziemlich verdorben. Sie haben die Qualität von kitschigen Sprüchen aus Motivationsbüchern. Wer sich daran nicht stört, erhält mit diesem Roman anderthalb romantische Liebesgeschichten und erfährt am Rande etwas über das bis heute andauernde Leid der Angehörigen von im Spanischen Bürgerkrieg Verschwundenen.
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Artikelbeschreibung

»Sehr poetisch, sehr philosophisch, sehr weise« Christine WestermannFür den introvertierten Gael, der als Kunstdozent in einem Atelier arbeitet, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen, als er Marta begegnet, einer jungen Frau, die für seine Kunststudenten Modell stehen soll. Doch die Liebe zu der eigenwilligen Marta gestaltet sich ähnlich schwierig wie die unmögliche Liebe, von der ihm seine unerschrockene Großmutter Dora berichtet, die sich in den Zeiten der Zweiten Spanischen Republik als Lehrerin in ihren Schüler verliebte. Die Tage ohne dich erzählt von der lebenslangen Verbundenheit einer Großmutter und ihres Enkels und gleichzeitig die Geschichte der Liebe von zwei Menschen, die in ganz unterschiedlichen Welten leben und doch eine gemeinsame Sprache sprechen. Auf berührende Weise beschreibt Elvira Sastres Roman den Weg, den irgendwann jeder zurücklegen muss, um zu verstehen, dass das Leben und die Liebe nur deshalb so wunderbar sind, weil sie irgendwann zu Ende gehen. »Elviras Dichtung ist hypnotisierend. Auf einer Seite verliebe ich mich in sie, und auf der nächsten Seite bricht sie mir das Herz. Sämtliche Spektren von Gefühlen in einem Buch zu spüren ist selten und magisch.« Rupi Kaur

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Personeninformation

Elvira Sastre wurde 1992 in Segovia geboren. Die in Spanien sehr bekannte Dichterin und Poetry-Slammerin, die mit vielen Künstlern zusammenarbeitet und mit ihren Veranstaltungen Theater und Konzertsäle füllt, hatte bereits mit fünfzehn Jahren ihren eigenen literarischen Blog »Relocos y Recuerdos« (Verrücktes und Erinnerungen) und veröffentlichte bisher fünf Gedichtbände. Mit ihrem im Jahr 2020 erschienenen Gedichtband »Adiós al frío« war sie monatelang in den Top Ten der spanischen Bestsellerliste. Anja Rüdiger, geboren in Bonn, hat in Köln, Paris und Santander Übersetzen/Dolmetschen studiert. Fünfzehn Jahre lang hat sie in verschiedenen Verlagen als Lektorin und Programmleiterin gearbeitet. Seit 2011 ist sie als freie Übersetzerin, Lektorin und Literaturscout tätig.

Pressestimmen

»Elvira Sastre ist die Frau des Moments in der literarischen Welt« arte Kultur»Elvira Sastre: Die Stimme der Millenial-Generation in Spanien.« Deutschlandfunk Kultur Lesart»Elvira Sastre, 29, Dichterin, Poetry-Slammerin, Feministin, Spaniens neue literarische Stimme. Den Bürgerkrieg, den ihre Großeltern vor über 80 Jahren erlebten, macht sie zum Thema ihres Debütromans. (...) Sastres atmosphärisch dichter Roman erzählt über Liebe in Zeiten des Krieges. Ein Blick zurück - und nach vorn.« titel thesen temparemente»Ein Trostpflaster für die Seele. Ein Augenöffner für die emotionalen Wunder im Leben. So viele wunderschöne Wörter findet Elvira Sastre für ein Naturereignis, das doch schon so oft beschrieben wurde: Die Liebe.« NDR, Annemarie Stoltenberg»Bei Elvira Sastre ist die Liebe Rausch und Abgrund zugleich.« Brigitte »Die Kunst misst den kollektiven Puls eines Landes und legt frei, was eine Nation umtreibt. In Spanien ist das gerade offensichtlich: die emotionalen Auswirkungen des Bürgerkriegs auf die Enkel-Generation. Zwei Künstler nahmen sich fast zeitgleich des Themas an: zum einen der Altmeister des spanischen Films, Pedro Almodovar, mit »Parallele Mütter« zum anderen der Jungstar der literarischen Szene, die Poetry-Slammerin Elvira Sastre.«Die Presse am Sonntag
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