Die späten Tage,1 Audio-CD, 1 MP3

Über das Altwerden und eine späte große Liebe
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Buchprofile - Rezension
Die Erzählerin erlebt mit ihrem Partner im Alter spätes Glück, beschreibt aber auch die Beschwerlichkeiten dieses Lebensabschnittes.
"Im Kreml brennt noch Licht". Mit diesem geflügelten Wort aus Russland besucht ihr späterer Lebens- und Liebespartner Friedrich die Erzählerin nachts an ihrem Schreibtisch. Sie, die keinen Schlaf findet, genießt das späte Glück und fürchtet gleichzeitig das Ende der Beziehung. Sie selbst ist fast 80, Friedrich noch sechs Jahre älter. Der Alltag wird von Tag zu Tag beschwerlicher. Sowohl der körperliche als auch der seelische Schmerz wachsen stetig. Sie erzählt episodenhaft von ihrem Leben. Als Tochter russischer Zwangsarbeiter, die nach dem Krieg in Deutschland blieben, verlor sie früh ihre Mutter. Auf eine kurze Zweckehe folgten verschiedene Beziehungen. Ihre Arbeit als Dolmetscherin brachte sie nach Moskau, doch lernte sie Russland erst durch einen Umzug dorthin wirklich kennen. Sehnsüchte, Träume und Begegnungen beschreibt sie in einem Geschichtengeflecht voller Melancholie und Zärtlichkeit. – Diesem Hörbuch, das nicht vom Älterwerden, sondern vom Altsein erzählt, wird Martina Gedeck mit ihrer Stimme mehr als gerecht. Nichts zum Nebenbeihören, sondern zum bewussten Genießen. Für größere Hörbuchbestände geeignet.
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Artikelbeschreibung

Natascha Wodin, Autorin des Bestsellers Sie kam aus Mariupol und eine der großen Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, erzählt in ihrem neuen Hörbuch berührend, ehrlich und poetisch vom Altwerden und einer späten großen Liebe. Es geht um widersprüchliche Gefühle, um Nähe und Fremdsein in einer Beziehung und um die Gedanken an den näher rückenden Tod, den Schmerz des unaufhaltsamen Abschieds.

Was bedeutet es, wenn man sich in hohem Alter noch einmal verliebt? Wenn nicht mehr viel Zeit füreinander bleibt und man sich eigentlich schon im Alleinsein eingerichtet hat? In Natascha Wodins neuem Hörbuch wagt die Erzählerin den Versuch, die Liebe über die Einsamkeit siegen zu lassen, ein letztmögliches Lebensexperiment, in dem sich die Fragen nach Liebe und Tod mit existenzieller Dringlichkeit stellen und die Mühen des Alters zum Alltag gehören. Die Geschichte des Paares ist der rote Faden im Text, ein Gewebe aus Erinnerungen, Reflexionen, Beobachtungen - aufgezeichnet an einem mecklenburgischen See mit Blick auf das Wasser und den gegenüberliegenden Horizont.

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Personeninformation

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihren 1983 erschienenen ersten Roman Die gläserne Stadt folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen, darunter die Romane Nachtgeschwister und Irgendwo in diesem Dunkel. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für Sie kam aus Mariupol wurden ihr der Alfred-Döblin-Preis, der Preis der Leipziger Buchmesse und der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 verliehen. 2022 wurde sie mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.

Martina Gedeck ist Charakterdarstellerin und preisgekrönter internationaler Filmstar. Sie drehte u.a. mit Robert De Niro und Bille August und war in dem oscarprämierten Film Das Leben der Anderen zu sehen. Als Hörbuchsprecherin besticht sie durch Ausdruckstiefe und erzählerisches Feingefühl. 2022 erhielt sie für ihre Lesung von Natascha Wodins Nastjas Tränen den Deutschen Hörbuchpreis.

Pressestimmen

»Diesem Hörbuch [...] wird Martina Gedeck mit ihrer Stimme mehr als gerecht.« Barbara Dorn medienprofile 71/2026, Heft 2 20260513
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