Die Welt zwischen den Nachrichten

Roman
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Buchprofile - Rezension
Biografie der Schriftstellerin Judith Kuckart und gleichzeitig eine Geschichte der Nachkriegsgeneration.
Die Schriftstellerin, Tänzerin und Choreografin Judith Kuckart, 1959 in Schwelm geboren, erzählt in diesem Roman von persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen und verbindet sie mit großen öffentlichen Ereignissen aus der Nachkriegszeit. In ihrer Kindheit verbringt sie viel Zeit bei ihrer Oma Elisabeth, die ihr Gedichte beibringt und vor allem ihre Leidenschaft fürs Ballett weckt. Was dann später dazu führt, dass sie selbst ein Tanztheater gründet und kleine Texte dafür schreibt. Viele öffentliche Ereignisse haben Auswirkungen auf persönliche Erlebnisse. Beispielsweise wird eine Freundin später Geliebte von John F. Kennedy. Nach seiner Ermordung kommt sie wieder zurück nach Deutschland. Eine Tochter des örtlichen Apothekers entwickelt sich zum RAF-Mitglied. Auch an die Ermordung von Benno Ohnesorg 1967 kann sie sich gut erinnern, denn das ist Gesprächsthema in der Familie. Es geht um den Mauerfall und um eine Begegnung mit Egon Krenz in den 90er-Jahren, der in der gleichen Siedlung in Pankow lebt wie sie. Otto Grotewohls Wohnzimmer darf sie als Arbeitsplatz benutzen, dabei hat sie den Garten von Johannes R. Becher vor Augen. Zeitgeschichtlich ist auch nicht uninteressant, was sie während der Ölkrise erlebt, als man während der Sonntagsfahrverbote auf der Autobahn Rollschuhlaufen darf. Puzzleartig werden Begegnungen verschiedenster Art ausgebreitet und geschickt in die „Welt zwischen den Nachrichten“ eingebaut.
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Artikelbeschreibung

'Am 17. Juni, Tag der Deutschen Einheit, wurde ich geboren. Ich blieb das einzige Kind. Am 2. Juni 1967 saß ich im Trikot des Kinderballetts vor der Tagesschau. Benno Ohnesorg war erschossen worden. Ich schlug meinem Vater während der Meldung aufs Knie: Papi, wenn ich groß bin, erschieß ich dich auch. 1989 stand ich zum letzten Mal als Tänzerin auf der Bühne. Eine wichtige und schüchterne Verlegerin saß im Publikum und meinte: Sie könnten auch mal einen Roman schreiben, Judith. Am 17. Juni 2023 weiß ich noch keinen Titel für diesen elften Roman. Aber ich weiß, ab jetzt habe ich noch zwanzig grandiose Sommer vor mir - oder?' Mit einer sprachlichen Dichte, die berührt, erzählt Judith Kuckart entlang ihrer Biografie und beleuchtet damit eine ganze, ihre Generation.

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Pressestimmen

»[Judith Kuckarts] Buch [ist] eine wunderbare Homage an das Erzählen selbst.« Joachim Scholl, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR »Es ist eine Art bundesrepublikanische Geschichte, aber eine ganz persönliche. Erinnerungen mit Gedanken kommentarisch zusammengefasst, mal lyrisch, mal als Text.« Sebastian Wellendorf, WDR 5 SCALA »[Judith Kuckart] kann wirklich wie in einer Choreographie verschiedene Motive, verschiedene Stränge miteinander verflechten.« Wiebke Porombka, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR LESART »[Judith Kuckart] schreibt in zarten, poetischen Bildern, dabei immer diskret und immer wieder in Sätzen, die haften bleiben.« Dina Netz, WDR 5 LITERATURMAGAZIN »Es ist ein Buch darüber, wie man sich zwischen die Zeitläufe einfügen, seinen Platz finden und das Eigene behaupten kann.« Cornelia Geißler, BERLINER ZEITUNG »Judith Kuckart verwebt aus Fantasie und Realität eine 'Welt zwischen den Nachrichten', die die Erfahrungswelt einer ganzen Generation lebendig werden lässt.« Eric Brinkmann, WDR WESTART »Judith Kuckart gibt ihrer Leserschaft eine Angel, um im eigenen Leben nach den Erinnerungen zu fischen.« Annemarie Stoltenberg, NDR KULTUR »Ein phantastisches, ungewöhnliches Buch, gesättigt von Poesie und Traum, schwebend und doch animierend.« Jutta Duhm-Heitzmann, WDR 5 Bücher »[Judith Kuckart] erzählt bildhaft und mit präzisen Wahrnehmungen.« Lilo Ingenlath-Gegic, WESTDEUTSCHE ZEITUNG »Der Text gleicht einer Partitur. Jede Formulierung sitzt.« Anne Stürzer, NORDSEE ZEITUNG »Judith Kuckarts sehr bildhaft und dramaturgisch gestalteter Text gibt Lesern auch Impulse zum eigenen Erinnern.« Lilo Ingenlath-Gecic, WESTDEUSTCHE ZEITUNG »Judith Kuckart findet für Ihre Lebenserinnerungen eine literarische Form, die ihresgleichen sucht.« Welf Grombacher, FREIE PRESSE »Aus ihrem eigenen Leben hat Judith Kuckart ein Stück Literatur gemacht. Selbst für intime Momente findet sie eine Sprache.« Welf Grombacher, LÜBECKER NACHRICHTEN »[E]indringliche und berührende Leseerfahrung« Sally-Charell Delin, SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK KULTUR »Kuckart [...] schneidet dieses Patchwork in Einzelteile, die sie mit präzisem, nostalgiefreiem Blick betrachtet - ohne das größere Ganze aus den Augen zu verlieren: Die Zeit, in der sie lebt.« Patrick Wildermann, GALORE »In diesen Erzählungen korrespondieren die privaten Erlebniswelten mit Nachrichten aus der großen Welt.« Thomas Schaefer, DIE RHEINPFALZ »Das Buch wirft einen faszinierenden Blick darauf, wie man eigentlich zu dem Menschen wurde, der man heute ist.« Torben Rosenbohm, NORDWEST ZEITUNG »[E]in originelles Stück Gegenwartsliteratur« Hannes Krauss, LITERATURKRITIK.DE
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Bewertungen

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