Von nahen Dingen und Menschen

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Buchprofile - Rezension
Blicke aus dem Daseinsfenster. Hanns-Josef Ortheils Betrachtungen naher Dinge und Menschen.
Diese überaus unterhaltsame und lehrreiche Sammlung kleiner Geschichten gilt Betrachtungen der Dinge und Menschen, die ihm in den letzten Jahren nahegekommen und womöglich auch nahegegangen sind. Aus den Notizen macht der Autor kleine Inseln im Strom einer Zeit, die keine Landkarte braucht, um als die unsere erkannt zu werden: eine polykritisch gebeutelte, vom raschen Erfahrungswandel dynamisierte Zeit, die es wert ist, angehalten und von Nahem angesehen zu werden. Und mögen der Sammlung von Ortheils Notizen auch konkrete Daten und durchgezählte Kapitel fehlen, so sprechen daraus doch vernehmlich seine bevorzugte Lebensorte: Stuttgart, der Westerwald, allen voran Köln und die rheinische Kultur, kurzum das, was er seine „erste Heimat“ nennt und was sich in Gerüchen und Geräuschen, Farben und Temperaturen, Speisen und Getränken unauslöschlich eingeprägt hat. Aus diesen „Daseinsfenstern“ schaut Ortheil auf eine Welt, die des Staunens und Wunderns, manchmal auch des Schauderns wert ist. Sei es der Pinguin im Zoo, der sich, anders als die chillenden Erdmännchen und die Siesta haltenden Raubtiere, dem Besucher zuwendet und seine Brillenlinsen scharfstellt. Oder die geerbte Armbanduhr des Vaters, die auf einmal die dahineilende Zeit zurückruft und anhält. Und nicht zu vergessen: das knubbelige, umarmende Straßenkölsch, das zum Mitsummen einlädt, selbst wenn man es nicht versteht. Auch die Freunde werden gewürdigt, die Musik und die literarischen Vorlieben, die Künstliche Intelligenz, Politiker und Prominente (Corinna Harfouch). Alles ist mit stillem Humor geschrieben: Als Kind, berichtet Ortheil, habe er sich einmal zu Karneval als Kaplan verkleidet, mit der Soutane seines Essener Onkels, frei erfundenes Latein geredet und sogar all die gesegnet, die gar nicht gesegnet werden wollten. Eine Harmonielehre des guten Lebens, ein wunderbares Buch über Nähe, dicht erzählt und nicht um kuriose Pointen verlegen.
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Artikelbeschreibung

In kurzen Prosatexten umkreist Hanns-Josef Ortheil das Zeitgeschehen der letzten fünf Jahre. Meist entzündet sich die Erzählung an einer Begebenheit, einer Nachricht, einer Begegnung - und führt ins Autobiografische, Philosophische oder auch Humoristische. Ob er die agile Kontaktfreude von Pinguinen beschreibt oder erklärt, warum sich die Bilder Jan Vermeers so großer Beliebtheit erfreuen - stets münden seine Aperçus in eine Pointe, weiten sich vom Privaten oder auch Zufälligen zum Allgemeinen.

Produktsicherheit

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Personeninformation

HANNS-JOSEF ORTHEIL wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sein Gesamtwerk umfasst mehr als siebzig Buchveröffentlichungen. Hanns-Josef Ortheil zählt zu dem meistgelesenen deutschen Schriftstellern der Gegenwart. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Pressestimmen

»Er ist der Meister großer Form aber auch und vor allem der kleinen, der Miniaturen« Franziska von Busse, WDR3 GUTENBERGS WELT »Knapp und auf den Punkt gebracht.« Leonie Berger, SWR KULTUR »Ein wunderbares Buch über Nähe, dicht erzählt und nicht um kuriose Pointen verlegen.« Michael Braun, AACHENER ZEITUNG »Unter der amüsanten Oberfläche verbergen sich viele nachdenkenswerte Aspekte: Es empfiehlt sich deshalb eine dosierte Lektüre!« NÜRNBERGER NACHRICHTEN »Eine Harmonielehre des guten Lebens, ein wunderbares Buch über Nähe, dicht erzählt und nicht um kuriose Pointen verlegen.« Michael Braun, KÖLNER STADT-ANZEIGER »[E]ine bunt-meditative Lektüre« Marcus Hladek, STADT FRANKFURT IM BLICK
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