Sprechen lernen

Erzählungen
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Buchprofile - Rezension
Sechs autofiktionale Erzählungen über Kindheit und Jugend im England der 1950er- und 1960er-Jahre.
Die deutschen Leser:innen lernen die preisgekrönte Autorin (u.a. "Falken", BP/mp 13/618, "Der Hilfsprediger", BP/mp 18/143) in dieser Sammlung von Erzählungen nun auf sehr persönliche Weise kennen. Alle Texte drehen sich um Kindheit und Jugend im düsteren Nordengland der Nachkriegszeit, handeln von armen, dysfunktionalen Familien und auch vom Bemühen, mit Hilfe der Sprache sozialen Aufstieg zu erlangen. Verschwundene Väter, Stiefväter, Halbgeschwister, Tanten und Cousinen, ein „kaputter Ort ohne Bäume …“, und wenig Liebe und Wärme prägen die Kindheit der Protagonisten. In „Eingeschläfert“ verschwindet der Hund der Protagonistin, als sie gerade begonnen hat, ihn zu lieben. In „Sprechen lernen“ zieht die Familie weiter in den Süden Englands, nachdem sich die finanzielle Situation gebessert hat. Nach dem Umzug sind nicht nur die Häuser, die Vorgärten und die Autos völlig anders. Auch die Sprache der 11-jährigen Erzählerin unterscheidet sich stark von ihrem Umfeld, sodass sie eine Außenseiterin bleibt, obwohl sie sich so sehr um Anpassung bemüht. Die Erzählungen bilden eine Ergänzung zu Mantels Autobiografie „Von Geist und Geistern“ (BP/mp 15/605). Eine wichtige Veröffentlichung zum ersten Todestag der Autorin, aber keine erfreuliche Lektüre.
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Artikelbeschreibung

In >Sprechen lernen< folgen wir Hilary Mantels Figuren ins England der Fünfziger- und Sechzigerjahre, betreten abgelegene Dörfer und Schrottplätze, besuchen altmodische Kaufhäuser und Klosterschulen. Es sind diese unscheinbaren, »von rauen Winden und derben Klatschmäulern geplagten Orte«, die zum Schauplatz eben jener Momente werden, die den jungen Protagonisten und Protagonistinnen noch lange in Erinnerung bleiben. Momente, die ihr Leben für immer prägen werden: das Verschwinden des leiblichen Vaters, die neue Identität der Mutter, das plötzliche Verlorengehen und das mühsame Sprechenlernen. Leicht, aber voller Hintersinn und mit gnadenlosem Witz gewährt uns die zweifache Booker-Preisträgerin einen erzählerischen Einblick in die Rätsel ihrer Kindheit und Jugend, ohne sie je in Gänze aufzulösen.»Diese Erzählungen bergen Welten, die so groß sind wie die der längsten Romane Mantels.«THE NEW YORK TIMES BOOK REVIEW

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Pressestimmen

»'Sprechen lernen' [ist] ein universelles Buch über die fragile Verbindung von Sprache und Selbst.« Tina Hartmann, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG »Die sieben Geschichten des [...] Bandes ergänzen, obgleich Fiktion, die gefeierte Autobiografie 'Von Geist und Geistern'.« Richard Kämmerlings, WELT AM SONNTAG »'Sprechen lernen' versammelt Hilary Mantels hinreißende, autobiographisch gefärbte Erzählungen.« Hernán D. Caro, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG »Bei Hilary Mantel schlägt jeder Satz eine unerwartete Richtung ein. Ihre Erzählungen können einen jäh beglücken, beklemmen oder zum Lachen bringen.« Martina Läubli, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG »[Die] Erzählungen der [...] einzigartigen Hilary Mantel führen uns in ihre Kindheit. In ein karges England der 60er, nahe der Textilmetropolen, wo Kinder im Moor verschwinden, Erwachsene Geheimnisse hüten und ein Aufstieg einsam macht.« Meike Schnitzler, BRIGITTE »Texte zwischen schmerzender Realitätstreue und den surrealen Bildwelten von Kinderbildern. [...] Mantel zeigt dieses heute noch wirksame Giftgemisch präzise wie eine Dokumentaristin, teils mit bitterem Humor, poetisch wie eine Dichterin.« MÜNCHNER MERKUR »Das ist staunende und staunenswerte Erzählkunst.« Martina Läubli, NZZ AM SONNTAG »Auch in der kurzen Form erweist sich Hilary Mantel als meisterhafte Erzählerin. Die Kraft ihrer Geschichten rührt daher, dass sie aufzeigen, welche Macht Kindheit und Jugend auch dann noch haben, wenn sie viele Jahrzehnte zurückliegen.« Tino Dallmann, MDR KULTUR RADIO »Sie ist eine große Sprachkünstlerin.« Martin Ebel, SWR 2 »Allen [...] sei dieser schmale und doch ungemein pralle Band voll Traurigkeit und Lebenshunger, voll Witz und Weisheit als Einstiegsdroge in das Werk der großen Erzählerin wärmstens empfohlen.« Georg Renöckl, Ö1 »Großartige Texte über das Schreiben. [...] Fabelhaft, wie Mantel schreibt.« Elke Heidenreich, KÖLNER STADT-ANZEIGER »[Die sieben Geschichten] zeigen die Autorin auf der Höhe ihrer Kunst.« Sigrid Löffler, RADIO BREMEN »Grandios trifft Mantel den Ton.« Ralf Stiftel, WESTFÄLISCHER ANZEIGER »[Hilary Mantel] schreibt [...] großartig, wie immer. Ein eindrückliches Buch, gerade wegen der Zweifel, die es durchziehen.« Dierk Wolters, FRANKFURTER NEUE PRESSE »Gestochen scharfe, unsentimentale Geschichten einer Autorin, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird.« Christiane von Korff, BÜCHERMAGAZIN »Sie schreibt es großartig. Ein eindrückliches Buch, gerade wegen der Zweifel, die es durchziehen.« Dierk Wolters, GIESSENER ALLGEMEINE »Der atmosphärisch-melancholischen Stimmung, in der unscheinbare Dörfer und Menschen in schwierigen Verhältnissen gezeigt werden, kann man sich schwer entziehen.« Cathrin Stenzel, MÜNCHNER ABENDBLATT »[Ein] gelungene[r] Versuch, eine mitunter komplizierte Kindheit und Jugend in eine literarische Form zu gießen und damit die Deutungshoheit über das eigene Leben zu erlangen.« Petra Pluwatsch, KÖLNER STADTANZEIGER »Leicht, aber voller Hintersinn und mit gnadenlosem Witz gewährt die Autorin einen erzählerischen Einblick in die Rätsel ihrer Kindheit und Jugend, ohne sie je in Gänze aufzulösen.« KÖLNER ILLUSTRIERTE »[Z]wischen den Sätzen liegen oft Wälder und Schluchten, in denen weitere Geschichten hausen: unendlich schade, dass die 2022 Verstorbene sie nicht mehr erzählen kann.« Ingrid Mylo, BADISCHE ZEITUNG »Die [...] englische Großmeisterin des historischen Romans wie der erzählenden Literatur insgesamt« Dr. Thomas Groß, MANNHEIMER MORGEN »Mitunter kriegt man beim Lesen eine Gänsehaut.« Welf Grombacher, SCHWERINER VOLKSZEITUNG »Leicht, aber voller Hintersinn, wie wir es schon aus der Thatcher-Novelle kennen, und mit subtilem Witz gewährt uns die zweifache Booker-Preisträgerin einen erzählerischen Einblick in die Rätsel ihrer Kindheit und Jugend, ohne sie je in ihrer Gänze aufzulösen. Grandios.« Ernst Koelnsperger, STUDIOSUS INTERN »Lange nachwirkende Short Storys« Daniel Arnet, BLICK
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