Die große Geschichte der Kreuzzüge

Von den Soldaten Christi bis zum Dschihad
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Buchprofile - Rezension
Kreuzzugsidee und Kreuzzugskultur als identitätsstiftende Kraft.
Den beiden Historikern gelingt in diesem großartig erarbeiteten Buch eine Gesamtdarstellung der "Kreuzzüge" (bis zum Dschihad), die detailliert und fundiert auf die Anfänge des Kreuzzuggedankens und seine Umsetzung sowie auf die politische und religiöse Situation in Europa eingeht, die Veränderung in seiner Zielsetzung verfolgt und die durch religiöse Argumente legitimierte Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart offenlegt. Dabei machen die Autoren deutlich, dass sich die Kreuzzugidee nicht nur auf Palästina und Syrien bezog oder nur eine Erscheinungsform des 12./13. Jh. war, sondern stets mit den Ereignissen in ganz Europa, v.a. mit dem Geschehen rund um das Mittelmeer verknüpft war. Das anfängliche Ziel, die Eroberung der heiligen Stätten, veränderte sich nach dem 7. Kreuzzug (1270-1272), der das Ende der Kreuzfahrerstaaten nicht verhindern konnte, und verlagerte sich auf die Bekämpfung der Häresie sowie auf die Verteidigung des christlichen Glaubens gegen die Türken, vornehmlich auf dem Balkan und im östlichen Mittelmeer. Die zahlreichen Auseinandersetzungen erzählen die Autoren ausführlich und verständlich, sodass ein überaus lebendiges Bild eines der wichtigsten historischen Phänomene entsteht, veranschaulicht durch eine Vielzahl von zeitgenössischen bzw. später nachempfundenen Abbildungen. Sie erörtern die Problematik des "gerechten Krieges", gehen auf die Motive der Kreuzritter ein, die ihre Teilnahme auch als Buße verstanden, und weisen darauf hin, dass in den Kreuzzügen neben religiösen Aspekten auch militärische, politische, wirtschaftliche sowie kulturelle eine bedeutende Rolle spielten und in vielen Bereichen ein fruchtbarer Austausch stattfand. - Ein inhaltlich und optisch überaus ansprechendes Buch, das vor allem, aber nicht nur Geschichtsinteressierte begeistern wird!
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Artikelbeschreibung

Religionskriege, Ideologiekriege oder frühe Formen der Kolonialkriege?

Die Geschichte der Kreuzzüge ist lang. Auch wenn sie im Hochmittelalter als bewaffnete Pilgerfahrten nach Jerusalem entstanden, blieben die religiös motivierten Kriege nicht allein auf das 12. und 13. Jahrhundert beschränkt.

Die beiden Experten für europäische Mediävistik Franco Cardini und Antonio Musarra stellen detailliert dar, wie sich das Phänomen Kreuzzug über die Jahrhunderte entwickelte: Vom ersten Aufkommen des Kreuzzug-Gedankens über Luthers "Türkenbriefe" bis zur neuzeitlichen Verteidigung der balkanischen und mediterran-östlichen Grenzregionen.

- Warum gab es Kreuzzüge? Die Rechtfertigungen für Kriege im Namen der Religion - Auf Waffen- und Bußgang ins Heilige Land: Wer waren die Kreuzritter?

- Institution Kreuzzug: Militärische, kulturelle und politische Hintergründe

- Das neue Standardwerk: Glänzend erzählte und reich bebilderte Gesamtdarstellung

- Ein faszinierendes Geschenk für Geschichtsinteressierte

 

Streifzug durch die europäische Geschichte vom Hochmittelalter zur Neuzeit

Ob christliche Kreuzfahrer oder moderne Dschihadisten - sie alle legitimierten die Gewalt mit religiösen Argumenten. Die Autoren stellen bei der Darstellung der kriegerischen Auseinandersetzungen den Mittelmeer-Raum ins Zentrum des Geschehens. Die abschließende Betrachtung der Kreuzzüge aus Sicht der Araber vervollständigt die erste umfassende Gesamtdarstellung, die die Thematik in ihrer ganzen Breite erfasst. Über 180 Abbildungen machen die Geschehnisse greifbar und sorgen für Überblick. Das macht "Die große Geschichte der Kreuzzüge" zu einem neuen Standardwerk zu einem der Zentralthemen der Geschichte!

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