Die Täuschung

Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?
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Buchprofile - Rezension
Analyse und Streitschrift über die tatsächlichen Möglichkeiten katholischer Laien in Deutschland, kirchliche Entscheidungen zu beeinflussen.
Der Bonner Kirchenrechtler Lüdecke wirft den deutschen Bischöfen wiederholte und systematische Täuschung der Laien vor. Sie würden Beratung und Mitentscheidung nur simulieren, statt sie tatsächlich zu akzeptieren oder gar wertzuschätzen. Den Laien attestiert er Selbsttäuschung und damit eine Mitschuld an den bestehenden Verhältnissen einschließlich der Missbrauchsfälle und deren (Nicht-) "Aufarbeitung". Von der Entstehungsgeschichte des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken 1952 über die Würzburger Synode und weitere Stationen bis hin zum "Synodalen Weg" zeichnet er die wiederkehrenden Muster "gezielte[r] Partizipationsfiktion" (S. 23) akribisch nach und seziert Formulierungen in Texten und Ansprachen. Dabei unterstellt er den Bischöfen pauschal, es gehe ihnen letztlich vor allem um Machterhalt; die die Versammlungen begleitenden geistlich-liturgischen Elemente dienten ebenfalls diesem Zweck. Seine kirchenrechtlichen Erläuterungen führen drastisch vor Augen, worüber sich viele Katholiken heute nicht vollständig im Klaren sind: dass es für Laien und letzten Endes sogar für die Bischöfe in den meisten immer wieder diskutierten Fragen schlicht keine Entscheidungsspielräume gibt. Echte Druckmittel seien aber die Beendigung ehrenamtlicher Mitarbeit und der Entzug der Finanzierung des Systems durch Kirchenaustritt. Als aufschlussreicher und provozierender, über weite Strecken allerdings eher sperrig zu lesender Diskussionsbeitrag, der auch in katholischen Medien einige Beachtung gefunden hat, in ausgebauten Re-Beständen möglich.
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Artikelbeschreibung

Schluss mit der (Selbst)-Täuschung der katholischen Laien!

Wie kann es sein, dass die katholische Kirche in einer Zeit von Missbrauchsskandalen und massenhaften Kirchenaustritten keinerlei Reformwillen zeigt? Der Kirchenrechtler und Theologe Norbert Lüdecke deckt mit seiner scharfen Analyse auf, dass die deutschen Bischöfe ihre ganz eigene Art der Krisenbewältigung perfektioniert haben. Ihr Ziel ist es offensichtlich, Kirchenreformen zu verhindern. Doch warum lassen sich die Katholiken darauf ein? Können sie nicht klar sehen oder wollen sie es vielleicht gar nicht?

- Gesprächsangebote als Beruhigungspille: Warum runde Tische nichts bewirken

- Der Synodale Weg: Warum Laien mitreden, aber nicht mit entscheiden dürfen

- Die Folgen der Würzburger Synode und der Reformstau der Kirche

- Kirchenhierarchie als Reform-Verhinderer: Was sich jetzt ändern muss

- Die Macht der Basis? Warum es immer noch zu wenig Gegenwind gibt

Was muss jetzt geschehen, damit die katholische Kirche eine Zukunft hat?

Priesterzölibat, Frauenrechte, und Geschiedene, die wieder heiraten möchten: Nicht erst seit der Aufdeckung der Missbrauchsskandale wenden die deutschen Bischöfe eine Hinhaltetaktik an. Wenn es zu bedrohlichen Situationen kommt, wecken sie mit Gesprächsangeboten Hoffnung. Das Laienengagement des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der Synodale Weg sind zwei Beispiele dafür.

Der zeitgeschichtlich und kirchenrechtlich informierte Blick des profilierten Bonner Professors Norbert Lüdecke zeigt, dass das zwar Druck aus dem innerkirchlichen Kessel nimmt. Aber es verändert nichts an den hierarchischen Strukturen, die dringend benötigte Kirchenreformen blockieren statt befördern. Sein Buch ist ein Aufruf an alle Katholiken, aktiv zu werden für eine Kirche, die wieder Zukunft hat!

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