An der See

Band 283
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Buchprofile - Rezension
Nostalgische Kindheitserinnerungen an Ferien an der See im Ostende der Nachkriegszeit.
Während einer Zugfahrt von Paris nach Brüssel schildert der Erzähler lebhaft die Sommer seiner Kindheit am Meer im belgischen Ostende der Nachkriegszeit. Mit Kind und Kegel wird Sommer für Sommer ein Apartment bezogen. Die "Kinners", Cousinen und Cousins, Geschwister, Mutter, Oma, Tanten, Onkel sind mit von der Partie. Ein eigener Kosmos von Kartenspiel, Kinosaal, Kodak, Korsett entfaltet sich hier und man sieht mit den Augen des Erzählers die Seifenblasen, die Strandspiele und fühlt geradezu den Sonnenbrand. Der Erzähler ist ein sehr feiner Beobachter. Man folgt seinen Gedanken, Erlebnissen, Erkundungen. Er beschreibt seine Strandspaziergänge, seine Mutter beim Sonnenbaden, Tante Mimi beim Sticken und Häkeln, die wechselnden Amouren seines Bruders, englische Touristen, die Bademode, Ausflüge in die Bibliothek, zu Ausstellungen, Maskenbällen. In der Paris Match verfolgt er den Machtkampf zwischen Sophia Loren und Gina Lollobrigida. Man hört die Mücken und riecht das Meer. Die Aufgabe, einen Schulaufsatz über "Meine Ferien" zu schreiben, bereitet ihm jedes Jahr große Schwierigkeiten: "Wie sollte er erklären, dass der Sommer an der See für ihn keine Ferien, sondern das normale Leben war und ihm die Schule als eine unerträgliche Unterbrechung und Störung dieses Lebens erschien." (S.139f.) – Schöne Erzählkunst für Freunde von Strand und Meer, empfohlen auch als Urlaubslektüre!
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Artikelbeschreibung

Ende der 1940er Jahre nimmt eine Brüsseler Familie die Tradition der Vorkriegszeit wieder auf und verbringt den Sommer in Ostende. Der junge, schmächtige Eric spielt, fühlt, schmeckt, riecht, träumt, vor allem aber beobachtet er, was die anderen so treiben. Seine Verwandten schauen in die Ferne, dorthin, wo England liegen muss. Viel später erinnert er sich mit Freude und Staunen zurück an den Strand und die Waterkant, an Verliebtheiten und die Angst vor dem letzten Ferientag.An der See ist eine heitere Beschwörung des sommerlichen Alltags und beschreibt zugleich die zwei Gesichter eines berühmten Touristenortes vor und nach der Saison. Eine Ode an das Strandleben.

Produktsicherheit

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Pressestimmen

»Selbst für diejenigen, die das damalige Ostende leider nicht kennengelernt haben, dürfte dieses Buch ein Erlebnis sein, das im Gedächtnis bleibt.« Hugo Claus
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