Mut zum Unmut

Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit
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Buchprofile - Rezension
Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit und ein Plädoyer, Renitenz nicht den Rechten zu überlassen.
Im Vorwort plädiert die Rechtsanwältin Seda Ba?ay-Y?ld?z für "Ungehorsam sein". Schon als Kind lernte die türkischstämmige Juristin, sich zu wehren: Als die Versicherung ihrer Eltern deren erstes Auto wegen ihrer Herkunft ablehnte, wandte sie sich an die Ombudsstelle - mit Erfolg. Seitdem lebt sie nach dem Motto "Geht nicht gibts nicht" und kämpft für die Rechte anderer. Diese Haltung führte sie auch zu ihrem Beruf. In den folgenden 16 Kapiteln zeigen Meisner und Starzmann, wie wichtig es ist, gerade in Zeiten von Resignation und Negativschlagzeilen die "gute Kraft der Renitenz" zu nutzen - also sich bewusst gegen Ungerechtigkeit, Stillstand und Gleichgültigkeit aufzulehnen. Dabei plädieren sie für eine fröhliche, faire Form des Widerstands: mutig, aber nicht verbittert; entschlossen, aber nicht destruktiv. Mut ist nötig, denn "Quertreiber" haben hierzulande keinen guten Ruf. Klimaschutzaktivisten etwa zahlen einen hohen Preis, obwohl sie mit ihrem friedlichen Protest für die Einhaltung des Grundgesetzes (Art. 20a: Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen) eintreten. Die Autoren zeigen anhand konkreter Fälle, wie gefährlich es für Demokratie und Zusammenhalt wird, wenn niemand mehr den Mut hat, "Nein!" zu sagen - weil überall Anpassung verlangt wird. Das Buch ruft dazu auf, Renitenz nicht den Rechten zu überlassen, und zeigt, wie konstruktiver Ungehorsam aussehen kann - ob im Alltag, im Beruf oder auf der Straße. Beispiele reichen von Streiks und Protesten gegen Rechts bis zu propalästinensischen Demonstrationen. Ein historisches Vorbild ist die Hausbesetzerbewegung in Berlin-Kreuzberg: Ohne sie wären viele Altbauten abgerissen worden; stattdessen entstanden moderne Wohnungen und "Safer Spaces" für von Diskriminierung Betroffene. Auch die Brassband Banda Communale aus Sachsen steht exemplarisch für zivilgesellschaftlichen Widerstand - sie spielt dort, wo rechte Umtriebe laut werden. Besonders aufschlussreich ist zudem die Auseinandersetzung der Autoren mit dem Unterschied zwischen politischer Neutralität und Wertneutralität: Kritik an Parteien sei zulässig, wenn diese Grund- und Menschenrechte missachten - etwa im Fall der AfD. Anhand prominenter Beispiele wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck oder Heidi Reichinnek zeigen Meisner und Starzmann, wie unbequemes Engagement gesellschaftliche Debatten anstoßen kann.- Matthias Meisner, Journalist und Buchautor und Paul Starzmann, Journalist und Afrikanist präsentieren gerade jetzt, wo negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen, eine hochaktuelle Mischung aus Ratgeber, politischem Sachbuch und Streitschrift. Das Buch ruft dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen - nicht aus blinder Rebellion, sondern aus Bewusstsein, Gerechtigkeitssinn und Gemeinschaftsgefühl. Ein Buch für alle, die mit dem Status quo unzufrieden sind und nach Wegen suchen, Ungehorsam konstruktiv und wirksam zu gestalten.
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Artikelbeschreibung

Es gibt eine gute Kraft der Renitenz! Und wir brauchen sie gerade jetzt, wo negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen. Dieses Buch hat einen erfrischenden Ansatz: Es plädiert dafür, aktiv zu werden, die Gleichgültigkeit abzulegen, »Nein!« zu sagen, anzuecken - im Job, auf der Straße und in der Politik. Die Autoren finden dafür viele prominente Beispiele von Menschen, die unbequem sind, aufbegehren und ihre Finger absichtlich in Wunden legen wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Marco Wanderwitz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck, Heidi Reichinnek u. v. a.»Quertreiber« haben bei uns keinen guten Ruf. Überall wird Anpassung verlangt. Die Autoren drehen den Spieß um. Sie zeigen anhand konkreter Fälle, warum es gefährlich ist, wenn niemand mehr den Mut hat, »Nein!« zu sagen, und wie konstruktiver Ungehorsam geht. Sie rufen dazu auf, die Renitenz nicht den Rechten zu überlassen. Widerstand ja, aber fröhlich, nicht verbittert, fair, nicht fies! Eine Mischung aus Ratgeber, politischem Sachbuch und Streitschrift - mit Inspirationen für alle, die unzufrieden sind mit den aktuellen Zuständen und die glauben, dass wir es besser können.

Produktsicherheit

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Anschrift: Dreizehnmorgenweg 24
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Personeninformation

Matthias Meisner, geb. 1961, ist freier Journalist und Buchautor. Er schreibt unter anderem für die taz, die Blätter für deutsche und internationale Politik, den Volksverpetzer und das Katapult-Magazin. Seine Themen: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsextremismus, Feminismus. Er lebt in Berlin und Tirana. Paul Starzmann, geb. 1982, Dr. phil., ist freier Journalist in Berlin. Er hat an der Humboldt-Universität im Fach Afrikawissenschaften promoviert, war Volontär bei der SPD-Mitgliederzeitung vorwärts sowie Parlamentskorrespondent und Politikredakteur beim Tagesspiegel.

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