
Artikelbeschreibung
In Zeiten des massiven Umbaus demokratischer Strukturen haben antifeministische Positionen Konjunktur. Allein der Begriff Feminismus ruft heftige Reaktionen hervor, auch innerhalb der Anthropologie. Für die einen ist eine feministische Perspektive unabdingbar für ein umfassendes Verständnis der Welt, die anderen kanzeln sie als "ideologisch" ab. Doch was bedeutet es, "feministisch" zu forschen? Anhand sechs programmatischer Texte, die jeweils von Anthropolog:innen kommentiert werden, verfolgt dieses Buch das Ziel, seinen Leser:innen die historischen Entwicklungen, theoretischen Grundlagen und aktuellen Fragestellungen der feministischen Anthropologie näherzubringen und ihre Bedeutung für eine demokratische Gesellschaft zu reflektieren.
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Personeninformation
Gerhild Perl ist Professorin für Ethnologie an der LMU München. Sie forscht zu Affekten, Politik und Grenzziehungsprozessen, insbesondere im Bereich der Migration. Sie ist Mitherausgeberin der Sammelbände "An Anthropology of Disappearances" (Berghahn, 2023) und "hope" (Christoph Merian Verlag, 2028). Ihre Forschung zum Tod während der Migration wurde u.a. mit dem IMISCOE Maria Ioannis Baganha Award ausgezeichnet.
Veronika Siegl ist Sozialanthropologin und Geschlechterforscherin an der Universität Wien. Sie forscht zu Fragen rund um Ethik, Ungleichheit und Selbstbestimmung im Kontext von Reproduktionsmedizin. Ihr Werk "Intimate Strangers. Commercial Surrogacy in Russia and Ukraine and the Making of Truth" (Cornell UP, 2023) erhielt den Sharon Stephens Prize der American Ethnological Society.
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