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Der Band wendet sich Konzepten von "Holocaust Education" zu, die auf einer Tagung an der LMU München im Februar 2018 diskutiert worden sind: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen reflektierten über Zieldimensionen, mediale Repräsentationen sowie Wandel und Herausforderungen bei der Vermittlung der Themenfelder Holocaust und NS-Verbrechen. Die kritische Auseinandersetzung mit Konzepten von "Holocaust Education" hat sich auch im 21. Jahrhundert als produktiv erwiesen: Es kann ein vielstimmiger und auf die Gegenwart bezogener Diskurs entfaltet werden, der von Fragen der Vermittlung im Klassenzimmer bis zu der Virtualisierung von Zeugenschaft in Museen und daraus resultierender didaktischer Konsequenzen reicht.
Zur Einführung - Wahrnehmung und Vermittlung - Fiktionen und Fakten - Medialität und Digitalität
Die Herausgeber
Dr. Anja Ballis ist Professorin am Fachbereich Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dr. Markus Gloe ist Professor am Fachbereich Politische Bildung und Didaktik der Sozialkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Bibel für alle, die heute radikal umdenken wollen!Ob im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen und mit uns selbst: Wir sind es gewohnt, alles als Ressource anzusehen. Kein Wunder, dass 'Burn-Out' die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Denn auch eine Gesellschaft kann kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routinen dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr.Der bekannte Gehirnforscher, Pädagoge und Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, zu dem zu werden, was wir sein können.»Das Buch ist wirklich ein Mutmacher, denn Hüther zeigt, dass es jedenfalls nicht an unserem Gehirn liegt, wenn wir auch in Zukunft glauben, so weitermachen zu müssen wie bisher.«Michael Seyfert, RBB Kulturradio, 31.8.2011
Das Lehrbuch bietet eine managementorientierte Einführung in das Fach. In der 6. Auflage wurde es vollständig überarbeitet. Anhand zwei durchgängiger Fallstudien und Aufgaben mit Lösungen bietet es viele Anwendungsmöglichkeiten. Für Lehrende wird ein umfassendes Onlineangebot angeboten. Auf der Website zum Lehrbuch stehen umfangreiche E-Learning-Materialien je Lerneinheit zum Download zur Verfügung, die sich einfach in Moodle integrieren lassen.
Entdecken Sie in diesem Lehrbuch eine effektive Methode zur Auswertung qualitativer Interviews: die fokussierte Interviewanalyse. Erfahren Sie, wie Sie mit dieser spezifischen Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse Ihre Interviewdaten systematisch und methodisch kontrolliert auswerten können. In sechs einfachen Schritten wird Ihnen die praktische Vorgehensweise der fokussierten Interviewanalyse anschaulich vermittelt, unterstützt durch die effiziente Software MAXQDA. Erweitern Sie Ihre Forschungsmöglichkeiten und setzen Sie die fokussierte Interviewanalyse erfolgreich in Ihren Projekt um. In dieser aktualisierten Auflage wird zusätzlich erläutert, inwieweit die KI-Werkzeuge von MAXQDA in allen sechs Schritten bewusst und reflexiv eingesetzt werden können sowohl im Hinblick auf methodische Standards als auch auf Interpretationssouveränität, Datenschutz und ethische Aspekte.
Wie kann die Vermittlung von Future Skills innerhalb der akademischen Ausbildung dazu beitragen, gegenwärtige und künftige Studiengenerationen bestmöglich auf eine Welt vorzubereiten, die sich durch Digitalisierung, Globalisierung und künstliche Intelligenz in rasantem Wandel befindet? Expertinnen und Experten diskutieren in diesem Band die entsprechenden Herausforderungen und Chancen für Hochschulen und formulieren 25 Jahre nach der Bologna-Reform Perspektiven für Studium und Lehre der Zukunft.
In welcher Form Future-Skills-Programme an Hochschulen operativ und strategisch realisiert werden können, wird u.a. am Beispiel der Studierendenakademie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor- und zur Diskussion gestellt.
Subjektives Wohlbefinden ist zu einer zentralen gesellschaftlichen und politischen Zielgröße geworden. Dennoch bleibt vielfach unklar, wie individuelle Ressourcen und gesellschaftliche Strukturen gemeinsam das Wohlbefinden prägen. Die vorliegende Arbeit entwickelt auf Grundlage von Pierre Bourdieus Habitus-Theorie ein integratives Erklärungsmodell, das strukturelle Ungleichheitsdimensionen und individuelle Einflussfaktoren systematisch zusammenführt. Anhand einer ländervergleichenden Analyse für Deutschland und Dänemark auf Basis des European Social Survey werden theoretische Annahmen mithilfe moderner Verfahren der Strukturgleichungsmodellierung empirisch überprüft. Dabei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der Determinanten des affektiven Wohlbefindens herausgearbeitet und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse durch Messinvarianzanalysen abgesichert. Die Studie leistet damit einen theoretischen, empirischen und methodischen Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Wohlbefindensforschung und eröffnet neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von Individuum, Gesellschaft und sozialer Ungleichheit.
Die Nutzung von Kreditkarten oder Apps zur Zahlung ist weltweit mittlerweile ein alltäglicher Vorgang - aber weit mehr als eine rein technische Angelegenheit. Barbara Brandl zeigt in diesem wichtigen Buch, dass die zunehmende Ersetzung von Bargeld durch digitale Zahlungsmethoden erhebliche Auswirkungen auf Dynamiken sozialer Ungleichheit hat. Fehlender Zugang zu digitalen Zahlungsweisen spielt dabei ebenso eine Rolle wie die unfaire Verteilung der Gebühren und die Extraktion sensibler Daten. Brandl vergleicht fünf Weltregionen - die Eurozone, die USA, Subsahara-Afrika, Ostasien und Lateinamerika - hinsichtlich ihrer Technologien digitaler Zahlungen sowie deren gesellschaftlicher Folgen. Eine globale Soziologie des digitalen Geldes und seiner Schranken.
Wir wollen nicht nur kreativ sein, wir müssen es sein, und wir erwarten es von anderen.
Was ist so toll an TikTok? Warum starren Leute lieber auf ihre Handys, statt sich mit anderen zu unterhalten? Warum verdient Katy Perry so absurd viel Geld mit Singen? Sind Influencer eine Vergeudung von Raum und Lebenszeit? Aber auch: Warum verkauft sich die frühere Bundeshauptstadt ohne nennenswertes Nachtleben heute als Stadt der Freude? Warum hat (gefühlt) jede Stadt einen Kino-Sommer, einen Mittelalter-Markt und fünf Museen? Und warum beklatschen Eltern jede Strichzeichnung ihres Sprösslings?
Die Antwort auf all diese Fragen hat etwas mit Kreativität zu tun und damit, wie wir als Einzelner und als Gesellschaft mit ihr umgehen.
Dieses Buch basiert auf der Analyse gesellschaftlicher und individueller Kreativität des deutschen Soziologen Andreas Reckwitz. Es eröffnet Einsichten in das Doppelgesicht von kreativem Wunsch und Zwang, indem es zu den psychologischen, ökonomischen und sozialen Tiefenstrukturen unserer heutigen Gesellschaft hinabsteigt und die langen historischen Entwicklungen aufzeigt, als deren Ergebnis wir sind, wer wir sind.
Ein Buch für Genervte und Wissbegierige.
Dieser Band bringt Autorinnen und Autoren aus der Ethnologie und Soziologie in ein Gespräch, um ein umfassendes praxistheoretisches Programm zu entwickeln. Während in der Ethnologie der praxistheoretische Einsatz der Feldforschung begrifflich und theoretisch oft uneingelöst bleibt, finden die praxistheoretischen Diskussionen in der Soziologie nur zögerlich Eingang in die Forschungspraxis. Eine interdisziplinäre Anthropologie der Praxis ist daher überfällig, um die Voraussetzungen, Methoden und feldspezifischen Dimensionen einer konsequent praxistheoretischen Sozial- und Kulturwissenschaft zu klären.
Ein Kompass für den ZusammenhaltSolidarität ist mehr als ein Schlagwort - sie ist Haltung, Verantwortung und ein Schlüssel für unsere gemeinsame Zukunft. Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin der Caritas Österreich, zeigt eindrucksvoll, wie Solidarität historisch gewachsen ist, welche Rolle Religion, Politik und Ethik spielen - und warum wir sie gerade in Zeiten von Klimakrise, Kriegen und wachsendem Individualismus dringender brauchen denn je. Anhand zahlreicher Beispiele wird deutlich gemacht, wie vielfältig gelebte Solidarität aussieht. So etwa, als im Juni 2025 in der Steiermark über 2 000 Menschen für den Erhalt sozialer Einrichtungen auf die Straße gingen oder nach den Hochwassern im Herbst 2024 binnen Stunden Tausende Freiwillige halfen, Häuser zu räumen Kleidung und Spielzeug zu spenden - und Hoffnung zu schenken.Das Buch lädt dazu ein, die Wurzeln des Begriffs neu zu entdecken und gleichzeitig mutige digitale wie globale Formen des Miteinanders zu erkunden. Ein inspirierender Aufruf, Solidarität nicht nur im Großen sondern auch im Alltag zu leben - und sie als Leitfaden für eine lebenswerte Zukunft zu begreifen.* Ein hochaktuelles Thema angesichts gesellschaftlicher Spaltungen, Krisen und Naturkatastrophen wie z.B. Hochwasserereignissen* Ein engagiertes Plädoyer mit Einladungen zum Mitgestalten* Von der Präsidentin der Caritas Österreich"Unsere Gesellschaft lebt von einer großen Solidarität - und die darf neben den Grundwerten der Demokratie, der Menschenrechte und der Freiheit nicht in Frage gestellt oder schlecht geredet werden. Denn Solidarität ist der Kitt unserer Gesellschaft, das starke Band, das uns auch in einer krisengebeutelten Zeit zusammenhält."Nora Tödtling-Musenbichler
Als Didier Eribons Betrachtungen zur Schwulenfrage 1999 in Frankreich erschienen, wurde das als Ereignis gefeiert. Schnell etablierte sich das Buch als Klassiker und Gründungsdokument der Queer Studies. Eribon legt darin eine neue Analyse der Bildung von Minderheitenidentitäten vor, an deren Anfang die Beleidigung steht. Es geht um die Macht der Sprache und der Stigmatisierung, um die Gewalt verletzender Worte im Rahmen einer allgemeinen Theorie der Gesellschaft und der Mechanismen ihrer Reproduktion. In der brillanten Verknüpfung von Soziologie, Kultur- und Literaturgeschichte sowie Philosophie bietet dieses große Buch Werkzeuge für all jene, die über Differenz und Emanzipation nachdenken wollen.