Ein Indianer wie du und ich

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Buchprofile - Rezension
Boaz freundet sich mit Aisha an, die neu in seine Klasse kommt.
Boaz liebt die Stille, die wilden Ponys und vor allem Indianer. Freunde hat er noch nicht gefunden und es fällt ihm schwer, sich im Unterricht zu konzentrieren, obwohl er sich für vieles interessiert. Als Aisha in seine Klasse kommt, ist er davon überzeugt, dass sie eine echte Indianerin ist, denn mit ihren dunklen Haaren und Augen sieht sie aus wie ein Siouxmädchen. Sie ist auch ein stiller Mensch, spricht kaum Niederländisch, aber kann tolle Indianerbilder malen. Boaz ist fasziniert von ihr und macht sich Gedanken, warum sie so traurig und ängstlich wirkt. Seine Oma, der er sehr nahesteht, findet heraus, dass Aisha mit ihrer Familie vor dem Krieg in Syrien geflüchtet ist. Als Boaz erfährt, dass er eine Klasse überspringen soll, kommt es zum großen Streit mit seinen Eltern, denn er will Aisha auf keinen Fall verlassen. Er läuft weg und verirrt sich in der Dunkelheit, doch glücklicherweise spürt ihn seine Oma auf. Seine Eltern verstehen, wie wichtig die Freundschaft für Boaz und Aisha ist und Boaz darf in seiner Klasse bleiben. - Ein stilles, liebevolles Buch über Freundschaft, Angst und Mut, ungewöhnlich illustriert und mit vielen Informationen über die Kultur der Sioux und Maya. Für alle Kinderbuchbestände.
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Artikelbeschreibung

Erna Sassen hat eine leichtfüßig tiefgehende Geschichte geschrieben, in der man sehr viel über Indianer erfährt. Über dieSioux und die Maya vor allem. Weil Boaz und Aisha Indianer lieben. Beide. Und nur deshalb. Auch wenn er nichts von Aishas Sprache versteht und sie nur wenig von seiner. Zeichnen wie ein Indianer, das kann sie. Ein Glücksbuch für alle Kinder dieser Welt.

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Personeninformation

Erna Sassen, 1961 in Beverwijk, Niederlande, geboren, trat nach ihrer Ausbildung an der Theaterschool in Amsterdam in Musicals und Theatervorstellungen auf. Ihr Jugendbuchdebüt 'Das hier ist kein Tagebuch' wurde von der Kritiker- und der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016 nominiert. Für den Roman 'Komm mir nicht zu nah' und zuletzt 'Keine Form in die ich passe' bekam sie viel begeisterte Resonanz von jungen LeserInnen. Erna Sassen lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn Mats, ihrer Tochter Micky, einem Kaninchen und einer Katze in Haarlem. Martijn van der Linden, geboren 1979, ist ein niederländischer Kinderbuchillustrator. Seine Werke, u.a. 'Das Prinzenkind', sind in zwölf Ländern erschienen. Sein Buch 'Tangramkatze' wurde 2017 in den Niederlanden mit dem Goldenen Pinsel und dem Silbernen Griffel ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Frau, der Kinderbuchautorin Maranke Rinck, und ihren drei Kindern in Rotterdam. martijnvanderlinden.nl Rolf Erdorf, geboren 1956, studierte Romanistik, Germanistik und Niederländische Philologie und arbeitete im Anschluss einige Jahre als freier Journalist für den niederländischen Rundfunk. Seit 1989 war er hauptberuflich niederländisch-deutscher Übersetzer mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur sowie Kunst- und Kulturgeschichte. Für seine Übersetzungen aus der niederländischen Kinder- und Jugendliteratur erhielt er mehrere Preise, darunter den renommierten niederländischen Martinus Nijhoff Prijs sowie den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Für sein Gesamtwerk wurde er zudem 2024 mit dem Sonderpreis Übersetzungen des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Rolf Erdorf verstarb am 22.03.2026.
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