
Artikelbeschreibung
Wer die Dynamiken bildungspolitischer Reformen verstehen will, erhält mit dieser Studie erstmals eine Analyse der Positionen deutscher Lehrkräfteverbände zum Bundeszentralabitur. Auf Grundlage des Historischen Institutionalismus zeigt die Arbeit, warum sich Argumentationsmuster seit dem PISA-Schock 2001 trotz Reformdrucks nur begrenzt verändern und wie pfadabhängige Mechanismen Stabilität erzeugen. Methodisch verbindet sie Dokumentenanalysen mit Experteninterviews und bietet Einblicke in Diskurse und Deutungsmuster der Verbände. Die Ergebnisse verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen Vergleichbarkeit, Leistungsstandards und pädagogischer Autonomie.Jana Lambur ist Studiendirektorin und promovierte Bildungsforscherin.
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