Schwanentage

Roman | Preisgekrönte chinesische Literatur | »Zhang Yueran hat mit 'Schwanentage' ein wirklich lesenswertes, böses Buch geschrieben.« Elke Heidenreich
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Buchprofile - Rezension
Aus der Sicht eines chinesischen Kindermädchens ergibt sich ein ungeschönter Einblick in das gesellschaftliche Gefälle der chinesischen Gesellschaft.
Kuan Kuan ist sieben Jahre alt und Sohn eines wichtigen chinesischen Regierungsbeamten und einer Künstlerin. Yu Ling arbeitet in der Familie als Kindermädchen und ist die wichtigste Bezugsperson für den Jungen. Die Eltern schauen hochmütig über sie hinweg, sodass Yu Ling, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, die Schere in der chinesischen Gesellschaft tagtäglich erlebt. So plant sie zusammen mit ihrem Freund Dhongu die Entführung des Jungen, für ihn getarnt als Picknickausflug. Währenddessen wird der Vater des Jungen verhaftet, die Mutter verschwindet spurlos und so kehrt Yu Ling mit ihm in das Haus der Familie zurück – zusammen mit einer geretteten Gans, die der Junge beharrlich als Schwan bezeichnet und zu seinem Freund erklärt. Während Yu Ling versucht, für den Jungen die Normalität aufrechtzuerhalten, spürt sie, dass sie sich ihrer Herkunft, ihrer Vergangenheit und ihrem Bild von sich selbst stellen muss, um eine Zukunft zu haben. – Viele kleine, klar gezeichneten Episoden fügen sich zu einem Roman zusammen, der ebenso viele Themen mit sich führt: Frauenleben von heute, gesellschaftliche Kritik, ein Anflug von Kriminalroman, die Abhängigkeit von Geld. Die Mischung aus Realitätssinn und Poetik ist einnehmend, sodass vor den Augen der Leser:innen ein Film entsteht. – Allen Beständen dringend empfohlen.
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Artikelbeschreibung

»Zhang Yuerans Szenen und Bilder haben einen weltentrückten Glanz, der sowohl von hart gewonnener Einsicht als auch von zeitloser Wahrheit geprägt ist.« Ian McEwan

Das Kindermädchen Yu Ling arbeitet für ein wohlhabendes Ehepaar der chinesischen Elite und kümmert sich hingebungsvoll um deren siebenjährigen Sohn. Yu Ling kennt die Geheimnisse der Familie bis ins Detail, ihre Arbeitgeber hingegen ahnen nicht, dass auch sie einiges verbirgt. Eines Tages plant Yu Ling in der Hoffnung auf Lösegeld und ein besseres Leben, den Jungen zu entführen. Doch es kommt ganz anders: Großvater und Vater des Jungen werden wegen Korruptionsverdachts verhaftet, die Mutter verschwindet spurlos - und Yu Ling ist plötzlich gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die weit in die Zukunft reichen, für sich wie für den Jungen ...

Zhang Yueran schreibt zärtlich, doch mit unerbittlicher Prägnanz über Beziehungsdynamiken und Klassismus aus der Sicht eines Kindermädchens und gewährt so einen einzigartigen Blick auf die chinesische Gesellschaft.

»Zhang Yueran hat mit Schwanentage ein wirklich lesenswertes, böses Buch geschrieben.« Elke Heidenreich

Produktsicherheit

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Personeninformation

Zhang Yueran ist eine der einflussreichsten Autorinnen Chinas und eine der wichtigsten Stimmen junger urbaner Literatur. Schon 2012 zählte sie das taiwanischeUnitas-Magazin zu den 20 wichtigsten Schreibenden unter 40. Ihre Romane und Erzählungen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihr Roman Seidenhaus wurde von derNew York Times zu den besten Büchern 2022 gewählt und gewann in Frankreich den Prix Transfuge 2019 für den besten asiatischen Roman.

Karin Betz übersetzt chinesische und englische Literatur. Zu den von ihr ins Deutsche übertragenen Stimmen gehören u. a. der Friedenspreisträger Liao Yiwu und der Literaturnobelpreisträger Mo Yan. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit der August-von-Schlegel-Gastprofessur für die Poetik der Übersetzung an der FU Berlin 2021 und dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2024.

Pressestimmen

»(Zhang Yueran) erzählt grausam und weich zugleich, prägnant und zärtlich, hart und gefühlvoll.« Karoline Pilcz Buchkultur 20251009
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