Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft

Roman | Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025 | Gewinnerin des open mike 2019 I Shortlist Puchheimer Literaturpreis 2025
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Buchprofile - Rezension
Maja sprengt in Streams Dinge in die Luft. Ihre Mitschülerin Era fasziniert das und bald entsteht zwischen den beiden eine starke Freundschaft.
Era lebt mit ihrer Mutter in einer Hütte am Waldrand, etwas abgelegen von der Stadt. Ihre Mutter will hier in Ruhe ihrer Forschung nachgehen, sie arbeitet mit einer Hochschule zusammen. Das hat auch auf Era abgefärbt, die in Zeiten des Artensterbens Vögel untersucht und dokumentiert. Dann stößt Era online auf Maja, die zusammen mit ihrer Schwester in Livestreams Dinge in die Luft sprengt. Era wird zu einer regelmäßigen Zuschauerin und so lernen die beiden sich kennen. Sie erfährt, dass Maja das Kind zweier bekannter Influencerinnen ist und sie es hasst, dass ihre ganze Kindheit im Internet gefilmt wurde. Was sie im Wald sprengt, sind Festplatten, auf denen die Aufnahmen von ihr gespeichert sind – ein symbolischer Akt ihrer Befreiung. Era und Maja verstehen sich gut und werden schnell Freundinnen. Doch dann zerstört ein Waldbrand Eras Haus und Maja gerät wegen der Sprengungen in einen heftigen Konflikt mit ihren Eltern. Wie soll ihr Leben weitergehen? – Das Buch besticht durch seinen außergewöhnlichen Schreibstil, der sich von anderen Büchern abhebt. Viele Zusammenhänge bleiben implizit und fordern die Lesenden zum Nachdenken auf. In diesem Geflecht entfaltet sich die Geschichte von Maja und Era, die sich als völlig gegensätzliche Charaktere darstellen und trotzdem gut zusammenpassen. Durch seinen manchmal kritischen Stil lädt die Geschichte auch dazu ein, den eigenen Lebensstil kritisch zu hinterfragen. (Nominiert für den Deutschen Buchpreis)
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Artikelbeschreibung

Eine erste Liebe zwischen Festhalten und Vernichten, Aussterben und Weiterleben

Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und versucht dem schleichenden Prozess der Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester Merle, die auf der benachbarten Lichtung Festplatten in die Luft jagen. Maja ist die Tochter zweier Momfluencerinnen, die versucht, die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auszulöschen. Während Era Notizbücher führt, Zeichnungen anfertigt und all das Wissen, auf das sie Zugriff hat, zu ordnen versucht, bildet Maja eine zerstörerische Gegenkraft. Dennoch sind Era und Maja verbunden in ihrer Suche nach Intimität und analogen Reizen. Während die Turteltaube ausstirbt, verlieben die beiden sich ineinander. Aber nicht nur die Vögel sind bedroht: Als ein großflächiger Brand den Wald zerstört, verlieren auch die Mädchen einen bedeutenden Teil ihres Lebensraums.

Souverän und klug überzeugt Sironic mit einer neuen literarischen Stimme.

»Eine wilde, witzige, weise Expedition in unsere Zukunft.« Julia von Lucadou, Autorin von Die Hochhausspringerin

»Ein dichtes und vielschichtiges Debüt, dessen rund 200 Seiten in Nullkommanichts weg gelesen sind, aber umso länger nachhallen und zum Nachdenken anregen.« Alexandra Friedrich, NDR

»Unruhig, einfallsreich, konfliktfreudig und komisch hält uns dieses Buch durch seine Geistesgegenwart bis zur letzten Seite in Atem.« Jury des Deutschen Buchpreises 2025

Produktsicherheit

Hersteller: Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Anschrift: Valentinskamp 24
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Kontakt: info@harpercollins.de

Personeninformation

Fiona Sironic (*1995 in Neuss) studierte Sprachkunst, Kreatives Schreiben und Gender Studies in Hildesheim und Wien, wo sie inzwischen als freie Schriftstellerin lebt. Sie gibt außerdem Workshops und beschäftigt sich in ihrem journalistischen Schreiben mit digitalen Spielen. Für ihre literarischen Texte erhielt Sironic diverse Preise, Stipendien und Nominierungen. Sie war beispielsweise nominiert für den Wortmeldungen Förderpreis, gewann den Open Mike 2019 und erhielt sowohl das Arbeits- als auch das Startstipendium des BMKÖS, war außerdem Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses und der Kölner Schmiede und erhielt im Rahmen des Deutschen Preises für Nature Writing 2024 eines der Werkstatt-Stipendien für einen Auszug aus ihrem Debütroman. Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025.

Pressestimmen

»Sironics "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" (HarperCollins, März) geht als heißer Kandidat für den verrücktesten Romantitel der Saison ins Rennen [...]« Börsenblatt 20250113

Bewertungen

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