Magnolia

Roman | Was bedeutet es, schwarz, arm und eine Frau in den amerikanischen Südstaaten zu sein? | Für Leserinnen und Leser von Toni Morrison, Jesmyn Ward und Raven Leilani
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Buchprofile - Rezension
Die 19-jährige schwarze Magnolia versucht nach verschiedenen Schicksalsschlägen in der Welt der Weißen klarzukommen – mit Sex und viel Alkohol.
Die junge schwarze Magnolia ist nach dem Tod der Großmutter allein, pleite, ohne richtigen Job und versucht, sich ihren übergriffigen Vermieter vom Hals zu halten. Da trifft sie auf einen gutaussehenden weißen Typen namens Cotton (!), der ihr das Angebot macht, in seinem Beerdigungsunternehmen zu arbeiten. Es stellt sich heraus, dass Cotton nekrophil und seine Tante Eden (!), eine Visagistin, alkoholabhängig ist. Magnolia soll als Model die Identität verstorbener Mädchen annehmen, damit sich die trauernden Familien per Video von ihnen verabschieden können. Zunächst läuft das ganz gut und Magnolia verdient bestens, aber Cotton wird immer seltsamer, sodass Magnolia es schließlich schafft, ihren eigenen Weg zu gehen. – Der hochgelobte Debütroman entpuppt sich allerdings für die Rezensentin als ein Porträt einer ziemlich verkorksten 19-Jährigen, der ihre Großmutter als verwesender Leichnam immer wieder erscheint, um ihr Ratschläge zu erteilen, und die sich bei Problemen mit Sex abreagiert. Dafür bestellt sie sich über Tinder x-beliebige Typen, die es ihr auf unterschiedlichste Art “besorgen”. Zudem sind die Protagonisten fast durchgehend betrunken. Ob diese krasse Darstellung des Schicksals einer armen Schwarzen, die sich emporkämpfen muss, wirklich der Rassismus-Debatte dient und ein “bezauberndes Debüt” (New York Times) ist mit “originellen Einfällen” (Deutschlandfunk Kultur), hält die Rezensentin für fraglich. Für Büchereien ist dieser Roman jedenfalls verzichtbar.
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Artikelbeschreibung

"Dieser Roman ist kraftvoll, verführerisch und subversiv in einem." - Dana SpiottaMagnolia Brown ist neunzehn Jahre alt und eine Waise. Neben einem notorisch überzogenen Bankkonto und ihrem übergriffigen Vermieter muss sie jetzt auch noch damit klarkommen, dass sie ihre kürzlich verstorbene Großmutter Mama Brown sehr vermisst.Erst die zufällige Begegnung mit dem weißen Bestatter Cotton und seiner alkoholabhängigen Tante, einer begabten Visagistin, scheint die positive Wende zu bringen. Magnolia soll als Model die Identität verstorbener Mädchen annehmen, damit sich die trauernden Familien per Video von ihnen verabschieden können.Obwohl sich einige Dinge zum Besseren wenden, wird Magnolias Leben nicht weniger kompliziert. Als Cottons Anfragen immer seltsamer werden, stellt sie fest, dass es für sie um viel mehr geht als nur darum, endlich genug Geld für die Miete zu verdienen.

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Pressestimmen

[Brashears] verhandelt auf eine wirklich sehr originelle Weise [...] die Frage: Wie viel muss eine arme junge Schwarze Frau [...] von sich aufgeben, um zu überleben? Sehr lesenswert. Sonja Hartl Deutschlandfunk Kultur Lesart 20231229
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