Die Erfindung der Hausfrau. Geschichte einer Entwertung

Aktualisierte Taschenbuchausgabe des SPIEGEL-Bestsellers | Über Arbeitsteilung, Rollenbilder und den Gender-Gap | Passend zum Tag der Hausfrau
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Buchprofile - Rezension
Der Haushalt war schon immer Frauensache … von wegen!
Das Rollenbild der Hausfrau, die sich allein um den Haushalt und die Kindererziehung kümmert, hat sich im Bürgertum des 19. Jahrhunderts herausgebildet und ist somit noch gar nicht alt, wie man vielleicht annehmen könnte. Mit der Trennung der Land- und Hauswirtschaft und der Privat- und Gewerbewirtschaft im 18. Jahrhundert wird auch das Rollenbild der Hausfrau neu definiert. Fortan soll die Frau im Privaten für den Haushalt und der Mann für die Erwerbstätigkeit im Öffentlichen zuständig sein. Ein Rückschritt, denn selbst im patriarchalen Mittelalter hatte die Frau nennenswert zum Einkommen der Familie beigetragen. Zwar waren auch im 19. Jahrhundert die meisten Frauen berufstätig und trugen zum Familieneinkommen bei, doch immer mehr wurde die Hausarbeit in das Private zurückgedrängt und somit in der Wahrnehmung weniger Wert angesehen. Im 20. Jahrhundert wurde vor allem der wirtschaftliche Vorteil von Hausfrauen erkannt, die Aufgaben der Care-Arbeit, Altenpflege, Kindererziehung und Hausarbeit übernahmen, ohne dafür bezahlt zu werden. - Das Buch der Kulturwissenschaftlerin Evke Rulffes ist ein Plädoyer für mehr Wertschätzung und Anerkennung von Haus- und Care-Arbeit und eine angemessene Bezahlung für diese Leistungen. Dennoch ist es keine Anklage oder Streitschrift. So endet die Autorin auch mit dem Aufruf, unterschiedliche Entscheidungen in Bezug auf den jeweiligen Lebensweg nicht zu stigmatisieren. Das Buch ist eine Empfehlung für alle gesellschaftspolitisch interessierten Menschen, da es ein wissenschaftlich fundiertes Hintergrundwissen zu der Entstehung des Rollenbildes der Hausfrau vermittelt, fernab von polemischen Diskussionen um beispielsweise der sogenannten Herdprämie.
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Artikelbeschreibung

Kinder, Küche und Karriere? - Über Arbeitsteilung, Rollenbilder und gekippte Machtverhältnisse'Das bisschen Haushalt' - diese unsäglich anstrengende, undankbare Aufgabe kostet viele Frauen bis heute den letzten Nerv. Egal, ob sie berufstätig oder 'nur' Hausfrau (und Mutter) sind. Doch unter welchen ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnissen konnte sich überhaupt ein solches Rollenmodell etablieren, das Frauen nicht nur in finanzielle Abhängigkeit drängte, sondern enormen psychischen Belastungen aussetzte?Evke Rulffes erzählt die historische Entwicklung der Hausfrau nach und zeigt, wo sich diese alten Verhältnisse trotz all der politischen Bemühungen um ein gleichberechtigtes Miteinander heute noch wiederfinden, wie sie uns prägen und beeinflussen: Warum haben vor allem Mütter das Gefühl, sie müssen alles alleine schaffen? Warum ist es ihnen unangenehm, sich Hilfe zu organisieren? Und warum bleibt selbst das Organisieren von Hilfe in der Regel bei ihnen hängen?Pointiert, fundiert und erhellend zeigt uns die Autorin die historischen Gründe für unseren Gender-Gap und was die Erfindung der Hausfrau mit dem schlechten Gewissen der Mutter zu tun hat. Denn 'Das bisschen Haushalt' kommt nicht von ungefähr ...Ein Plädoyer für mehr Gerechtigkeit und Wertschätzung von Care- und Hausarbeit
'Evke Rulffes zeigt in ihrem Buch "Die Erfindung der Hausfrau" das fehlende Bewusstsein für eine unverzichtbare Arbeit - und liefert amüsante Einblicke in die Alltagskniffe des 18. Jahrhunderts.' Marlene Knobloch, Süddeutsche Zeitung, 18.10.2021'Ein sehr spannendes Buch.' Judith Heitkamp, BR2 Kulturwelt, 28.10.2021'Präzise macht Rulffes deutlich, dass wirkmächtige Rollenbilder sich aus ideologischen Motiven entwickelten, zum Nachteil von Frauen.' Elisa von Hof, Der Spiegel, 30.10.2021'[Es] lohnt sich das Buch zu lesen - Die Erfindung der Hausfrau - sehr interessant, sehr vielschichtig.' Kristin Hunfeld, Bremen Zwei, 31.20.2021

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Pressestimmen

»Ihr [Evke Rulffes] spannend geschriebenes Buch hat das Zeug zum Standardwerk.« Zeitzeichen 20220601

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