Damals in der Rosenstraße

Als Frauen und Kinder sich gegen die Nazi-Diktatur stellten | Kinderbuch, das den Holocaust für Kinder erklärt. Mit beeindruckenden Illustrationen.
20,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur.
Auf eindrucksvolle und berührende Weise gelingt es der Autorin Anja Tuckermann, in diesem Sachbuch von einer ganz außergewöhnlichen und wenig bekannten Episode der Nazi-Diktatur zu erzählen: Als im Februar 1943 jüdische Menschen, vornehmlich Männer, aus gemischt-religiösen Familien in ein Gebäude in der Rosenstraße in Berlin verschleppt werden, formiert sich ein stiller und immer größer werdender Widerstand der Familienangehörigen. Sie harren Tag für Tag vor dem Gebäude aus und fordern mutig die Freilassung ihrer Liebsten. Eine dieser Familien ist die fiktive Familie Gumpel, deren Vater nun in der Rosenstraße gefangen gehalten wird. Die kleine Doris, ihr Bruder Helmut und die Mutter hoffen jeden Tag, den Vater wiederzusehen, wenn sie vor dem großen Haus stehen. Und tatsächlich ist es eines Tages so weit: Der Vater kommt nach Hause. Die Erzählung stützt sich auf wahre Begebenheiten und ist durch den zwar offenen, aber dennoch hoffnungsvollen Ausgang geeignet, um schon Kinder im Grundschulalter altersgerecht im Sinne der so wichtigen Erinnerungskultur an die Verbrechen des Nazi-Regimes heranzuführen und sie zu sensibilisieren für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und demokratische Werte. Die Geschichte um die Familie Gumpel wird auf jeder Seite ergänzt von kurzen, verständlichen Sachtexten, welche die Erzählung geschichtlich einordnen. Die Texte sind klar in der Sprache, beschönigen nichts, sind aber trotzdem für ältere Kinder geeignet. In besonderem Maße unterstrichen werden die Texte durch die eindrucksvollen Illustrationen. Es gelingt der Illustratorin herausragend, durch farbliche Gestaltung eine Stimmung von Angst und Bedrohung zu erzeugen, aber auch durch den Einsatz von Licht Hoffnung auszudrücken. Auch die Mimik und die Körpersprache der Figuren interpretieren und unterstreichen die erzählte Handlung sehr gut. – Dieses wichtige Buch sollte in keinem Büchereibestand fehlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Kindersachbuch über Widerstand gegen die Nazi-Diktatur - ausdrucksstark illustrierte Geschichte für Kinder ab 10

Die Rosenstraße in Berlin: Hier wurde Geschichte geschrieben, als 1943 der einzige friedliche und öffentliche Widerstand gegen die Nazi-Diktatur stattfand. Hunderte Frauen demonstrierten tagelang für die Freilassung ihrer jüdischen Männer, zusammen mit den gemeinsamen Kindern - und hatten am Ende mit ihrem Straßenprotest tatsächlich Erfolg.

Anja Tuckermann erzählt in diesem Kindersachbuch für Leser*innen ab 10 und Erwachsene eindrucksvoll die Geschichte der kleinen Doris, deren Vater von den Nazis verschleppt wird, und dem Bangen der ganzen Familie, ob sie den Vater wiedersehen werden. Sie erzählt von Doris' Mutter, die zusammen mit vielen anderen Frauen mutig gegen die Inhaftierung protestiert - unter Einsatz ihres Lebens. Mit vielen erklärenden Sachtexten und kunstvoll illustriert von Annabelle von Sperber.

  • Besonderes Thema: bei diesem friedlichen Protest demonstrierten Kinder mit ihren Müttern!
  • Verbindet Sachinformation mit einer fiktiven, spannenden Geschichte
  • Fundiert recherchierte Texte und Bilder
  • Regt zum Gespräch über den Nationalsozialismus an und vermittelt ein Hoffnung stiftendes Beispiel für Widerstand


Hinweis: Dieses Buch behandelt die Ereignisse des Holocausts und berichtet unter anderem von Gewalt und davon, was in den Vernichtungslagern passierte. Wir empfehlen, sich vorab mit den Inhalten vertraut zu machen und zu entscheiden, ob das Buch für Ihr Kind geeignet ist.

Produktsicherheit

Hersteller: Fischer Sauerländer GmbH
Anschrift: Hedderichstraße 114
DE-60596 Frankfurt am Main
Kontakt: produktsicherheit@fischer-sauerlaender.de

Personeninformation

Anja Tuckermann ist in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen. Sie leitet Schreibwerkstätten und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Ihre bekanntesten Bücher sind die dokumentarisch-biografischen Romane, in denen sie das Schicksal von Sintikindern in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes und nach dem Krieg behandelt. Viele ihrer Bücher wurden ausgezeichnet und sind in mehrere Sprachen übersetzt worden.

Große Projekte - insbesondere Bücher - sind ihr Zuhause: Annabelle von Sperber wuchs in München auf und studierte an der HAW in Hamburg Illustration mit Schwerpunkt Buchkunst. Seit 2000 arbeitet sie als freie Illustratorin und hat mittlerweile über zweihundert Bücher illustriert, u.a.: "Das große Wimmelbuch der Kunst". Sie lebt und arbeitet in Berlin und im Schwarzwald.

Pressestimmen

In knappen Sätzen und klug gewählten Szenen rekonstruiert Tuckermann alltägliche Bedrohung und Schikane, die alarmierende Farbigkeit der wirkungsvollen Bilder macht sie sichtbar und spürbar. Christine Knödler Süddeutsche Zeitung 20260411
Mehr von Tuckermann, Anja

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.