Haus Waldesruh

Roman
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Buchprofile - Rezension
Subtiles Kammerspiel als Abrechnung mit der Vergangenheit.
Vier ehemalige Schulfreunde treffen nach 15 Jahren erstmals wieder zusammen. Initiiert hat das Wochenende Marco und als Treffpunkt ein einsam gelegenes Jagdhaus organisiert, das angeblich seinem Onkel gehört. Doch bereits kurz nach dem Eintreffen der anderen, Anna, Lea und Ferdi, werden die ersten Zweifel wach, ob in diesem Haus wirklich alles so ist, wie es zunächst scheint. Verschlossene Türen und merkwürdige Regeln, die für das Wochenende gelten sollen, lassen eine subtile Spannung entstehen. Es scheint, als sollte es darum gehen, den Suizid von Max, dem fünften der Freundesgruppe, zu verarbeiten. Doch zunehmend verschiebt sich der Schwerpunkt, alte Konflikte und Ressentiments brechen auf. Angefeuert werden diese noch von Frank, der sich scheinbar selbst zu diesem Wochenende eingeladen hat. Als dann plötzlich der wahre Besitzer des Jagdhauses in der Tür steht, gerät die Situation außer Kontrolle. – David Krems erzählt dieses Kammerspiel mit viel Tempo auf 230 Seiten. Dadurch sind vielleicht nicht alle Handlungsstränge auserzählt. Lesende, die spannende, kurze Romane lieben, werden aber sicher auf ihre Kosten kommen.
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Artikelbeschreibung

In einem Forsthaus treffen einander nach fünfzehn Jahren vier ehemalige Klassenkolleginnen und -kollegen wieder. Anna, Marco, Ferdinand und Lea hatten seit der Matura nur wenig Kontakt. Die Freude über das Wiedersehen ist groß, doch rasch schon brechen alte Konflikte auf, zu unterschiedlich sind die Lebenswege der Freunde verlaufen. Nur zögerlich werden Geheimnisse preisgegeben - und bald wird klar, dass hier einer fehlt, um den alles kreist: Max, Annas Exfreund, der sich kurz nach der Matura das Leben genommen hat.
Marco, der den sadistischen Klassenlehrer für den Tod des Freundes verantwortlich macht, hat das Wiedersehen offensichtlich nicht ohne Hintergedanken geplant.
Doch als ein unerwarteter Gast das Haus betritt, kippt das Treffen in die Katastrophe.

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Personeninformation

David Krems, 1977 geboren in Wien, aufgewachsen in Kaisermühlen. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Promotion über Fototheorie. Arbeiten in verschiedenen Bereichen der Fotografie und des Films. Seit 2009 Medienarchivar und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Experimentalfilmemacher mit zahlreichen internationalen Festivalteilnahmen. »Falsches Licht«, sein erster Roman, war für den Leo-Perutz-Preis 2018 sowie den Friedrich-Glauser-Preis 2019 nominiert. 2019 erschien sein zweiter Roman »Fast ein Wunder«.

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