Für den Frieden kämpfen

In Zeiten des Krieges von Gandhi und Mandela lernen. Friedensethische Überlegungen
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Buchprofile - Rezension
Mahatma Gandhi und Nelson Mandela bieten uns Kriegs- und Terrorbedrohten mit ihren Lebensgeschichten eine "friedensethische Orientierung".
Gerade, weil zurzeit in weiten Teilen der Welt Kriege und Terror herrschen, lohnt es sich, die Ideen zu Gewaltfreiheit von Mahatma Gandhi und Nelson Mandela in Erinnerung zu rufen. Prof. Wolfgang Palaver, Experte für die Erforschung des Zusammenhangs von Gewalt und Religion, ist es in dem Buch gelungen, Trennendes und Gemeinsames in deren Denken zu veranschaulichen. Für Gandhi, der Indien 1947 in die Unabhängigkeit führt, ist Gewaltfreiheit grundsätzliche Lebenshaltung und zentrales Prinzip des Widerstandes. Gewalt ist äußerst ansteckend und führt fast unaufhaltsam zu Eskalation. Sein Mittel ist nicht Terror, sondern passiver Widerstand, selbst dann, wenn dafür Selbstopfer erforderlich sind. Gandhi sieht das ganze Universum vom „Gesetz der Liebe“ bestimmt. Dieses Sich-getragen-Wissen von der Liebe verstand er als Gnade Gottes. Anders Mandela: Er führt den politischen Kampf zunächst mittels gewaltsamer Sabotageaktionen, geht in den Untergrund und wird schließlich zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Eine Spirale der Gewalt will aber auch er vermeiden. Er spricht sich nach seiner Freilassung für Versöhnung und nicht für Vergeltung aus. – Fazit des Autors: Gandhi und Mandela bieten uns Lesern eine „friedensethische Orientierung“. Seine Folgerung lautet: „Der Friede beginnt im eigenen Haus!“ Eine klare, nie endende Friedensbotschaft.
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Artikelbeschreibung

Terroranschläge, Kriege, Aufrüstung - ob Ukraine, Naher Osten oder Äthiopien: In vielen Teilen der Welt scheint Frieden in weite Ferne gerückt zu sein.Wolfgang Palaver, Professor für Christliche Gesellschaftslehre, nimmt die Gedanken und spirituellen Quellen von Mahatma Gandhi und Nelson Mandela zur Gewaltfreiheit als Ausgangspunkt seiner friedensethischen Überlegungen. Seine Erkenntnisse verbindet der Sozialethiker mit den Aussagen bekannter Friedensdenker wie Václav Havel, Dietrich Bonhoeffer und Papst Franziskus. Nicht blinder Pazifismus ist demnach gefragt, sondern verantwortetes und spirituell verwurzeltes Handeln im Sinne der Gerechtigkeit.In der erweiterten Neuauflage reflektiert Palaver Einsichten, die aus der veränderten Weltlage und den Diskussionen zu seinem Buch entstanden sind.

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