Die Hyazinthenstimme

Roman
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Buchprofile - Rezension
Aus einem obskuren steiermärkischen Kastraten-Internat flieht ein Insasse, um in Wien sein Bühnen-Glück zu suchen.
Mayer ist in Südosteuropa seit 20 Jahren als Stimmenbeschaffer für den nach allem Barocken lüsternen Zaren unterwegs, der im Haus Settecento im steiermärkischen Bad Bleibenberg residiert. Er lässt Knaben "verschneiden", deren Singstimme es - Farinelli & Co. lassen grüßen - wert erscheinen lässt, durch eine Kastration für die Barockopern des 21. Jh. erhalten zu bleiben. Vorbild für Settecento mit seiner hauseigenen Klinik sind die neapolitanischen Konservatorien des 18. Jh. Der dem Kult der "Sopranisten" verfallene Zar findet an dem jungen Russen Matteo besonderes Gefallen; zeichnet dieser sich doch durch eine "Hyazinthenstimme" aus: hoch und silbern wie die des berühmten Kastraten Farinelli. Dass Matteo aus dem "Gefängnis" ausbricht, erwartet der Leser bald. In Wien stößt der Held auf den erfolgreichen Ex-Internisten Doru, der ihm mit der Übernahme der Titelrolle in Cavallis "Elagabal" zu einer Kastratensängerkarriere verhilft. - Der erste Erwachsenen-Roman der aus Moskau stammenden Autorin fasziniert von der ersten bis zur letzten Zeile. Er fängt die gleichermaßen bezaubernde wie beklemmende Situation von Kastratensängern in einem ins Heute geholten, eigentlich widersinnigen, märchenhaften Szenarium gekonnt, mitreißend geschildet, ein. Selbst der dem Barocken wenig abgewinnende Leser leidet mit und staunt, gerät oft außer Atem, kann vieles, was er von Wilke über die Barockoper lernt, bald einordnen und verbeugt sich am Ende vor so viel geschenktem Atmosphäre-Glück.
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Artikelbeschreibung

Im Haus Settecento hat der zwielichtige "Zar" nach dem Vorbild der Barock-Konservatorien ein verstecktes Internat geschaffen. Hier werden hochbegabte Knaben ausgebildet - und kastriert, um wie die Kastratensänger des Barock die spektakulärsten Rollen singen zu können. Als der kleine Timo mit der Zauberstimme nach Wien flieht und sein Mentor Matteo loszieht, um ihn zu suchen, muss sich die Kunstwelt mit der Realität konfrontieren: Matteo wird zum Straßensänger, zu Jäger und Gejagtem. Der Zar scheint ihm auf der Spur zu sein, und um Timo zu finden, muss er sich in der harten Welt der Obdachlosen behaupten. Erfüllt von den Klängen der Barockoper, erzählt Daria Wilke die atemlose Geschichte eines Geheimbunds, der bereit ist, jeden Preisfür Schönheit zu zahlen.

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Personeninformation

geboren 1976 in Moskau in eine Schauspielerfamilie. Daria Wilke verbrachte ihre Kindheit in einem Puppentheater, in dem ihre Eltern gearbeitet haben. Nach dem Studium der Psychologie, Pädagogik und Geschichte arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Tageszeitungen in Russland. 2000 übersiedelte sie nach Wien, wo sie auch heute lebt und an der Uiversität Wien arbeitet. Sie hat bisher mehrfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbücher auf Russisch veröffentlicht, "Die Hyazinthenstimme" ist der erste Roman, den sie auf Deutsch geschrieben hat.
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