7. Oktober

Stimmen aus Israel | Der Almanach zum 7. Oktober 2023 - Versuch einer Einordnung
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Buchprofile - Rezension
Der "Schwarze Schabbat" – Rückblick und Einordnung.
"Die tiefe Verzweiflung, die die meisten Israelis nach dem Massaker erleben, rührt vielleicht daher, dass wir in die jüdische Existenz zurückgeworfen werden, in die Existenz eines schutzlosen und verfolgten Volkes." Diese bedrückende Sicht auf die schrecklichen Ereignisse am 7. Oktober 2023 erläutert David Grossman, bedeutender Vertreter der israelischen Gegenwartsliteratur, in dieser zutiefst erschütternden Textsammlung von Beiträgen verschiedener Schriftsteller, Künstler und Journalisten. Auch stellt er kritische Fragen, wie es nach dem Krieg weitergehen soll, ob moralische Schuld eingeräumt wird und ob letztendlich eine Zwei-Staaten-Lösung angestrebt wird, die jedoch seiner Meinung nach momentan nicht vorstellbar ist. Nicht nur Grossman weitet den Blick auf die Vergangenheit und Zukunft des Judentums und des Staates Israel, auch alle weiteren Beiträge setzen sich – jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln – mit den unterschiedlichen Ausformungen der (gegenwärtigen) israelischen Gesellschaft auseinander – bewegend und emotional, sachlich und wissenschaftlich. Besonders schockierend erlebt der Leser den Bericht von Amir Tibon, der mit seiner Familie im Kibbuz Nahal Oz in ungeheurer Nervenanspannung und Angst das grauenvolle Wüten der Hamas erlebte, ehe er nach 10 Stunden gerettet wurde. Eine große Sorge drückt der Artikel "Empathy Gap" aus, indem er zeigt, wie durch die omnipräsente Medienvielfalt die jeweils andere Seite entmenschlicht, Gewalt und Rache angedroht werden. Doch auch mit einem Hoffnungsschimmer endet dieses aufrüttelnde Buch, der in der nach 1948 allmählichen Annäherung sowie dem heutigen Verhältnis zwischen Deutschland und Israel eine beispielgebende Möglichkeit bzw. den Beweis dafür sieht, dass eine Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern möglich ist. – Ein Muss für jede Bücherei!
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Artikelbeschreibung

Der 7. Oktober 2023 stellt für die Israelis eine Zäsur ohnegleichen dar. Von nun an wird es in der Zeitrechnung nur noch ein Davor und ein Danach geben. Das schiere Ausmaß und die ungeheuerliche Brutalität der Angriffe der Hamas, die Geiselnahmen und ein Krieg, so lange wie noch keiner zuvor, haben die Nation traumatisiert. Die Grundfesten, auf denen man sich im eigenen Staat sicher fühlte, wurden zutiefst erschüttert. Wie kann hier ein Neuanfang gelingen?Ein Jahr danach versucht der Jüdische Almanach einen Rückblick und eine Einordnung der Ereignisse. Die hier versammelten Texte, die diesmal alle aus Israel berichten, erzählen ganz persönliche Geschichten, es geht um Ortsbesichtigungen, Momentaufnahmen, Zustandsbeschreibungen, Zukunftsvisionen; es geht um den Zionismus, um Trauerarbeit, Erinnerung und Resilienz, um alte Bruchlinien und neuen möglichen Zusammenhalt.Mit Beiträgen von David Grossmann, Ayelet Gundar-Goshen, Eva Illouz, Etgar Keret, Fania Oz-Salzberger, Amir Tibon u.a.

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Pressestimmen

»Die Autorinnen und Autoren belegen mit ihren mitunter sehr persönlich gehaltenen Texten auf eindrückliche Weise, dass nach dem 7. Oktober nichts mehr so sein wird wie vor diesem Datum.« Ralf Balke Jüdische Geschichte & Kultur 20260108

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