Echos der Vergangenheit

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Exemplar eines Romans von Joseph Roth erzählt seine Lebensgeschichte und die seiner Leser:innen.
Ein Exemplar des Romans "Die Rebellion" von Joseph Roth, erschienen 1924 und für die Bücherverbrennung 1933 vorgesehen, erzählt seine Lebensgeschichte in drei miteinander verwobenen Erzählsträngen: die Lebensstationen des Buches mit seinen wechselnden Eigentümer:innen innerhalb von fast 100 Jahren, die Ehegeschichte des Autors Roth und das Schicksal des Romanprotagonisten als behinderter Kriegsveteran. Autor, Protagonist und Eigentümer:innen sind gezeichnet von Krieg und Verfolgungen. Das Buchexemplar fühlt sich in Bibliotheken ebenso wie die Menschen in ihren Freundeskreisen wohl, sie genießen den Austausch mit ihresgleichen und schöpfen daraus Energie für das Alltagsleben mit immer neuen Widrigkeiten. Gestreift werden dabei die beiden Weltkriege, das Schicksal der Juden in Europa, der Bosnienkrieg und die Wege von Kriegsflüchtlingen. Das Nachwort von Hamilton zeichnet die Entstehungsgeschichte seines Werkes nach. - Hamilton gelingt literarisch gekonnt ein Roman, der sprachlich leicht anmutet, aber durch die historischen Bezüge und Reflexionen aus der Sicht des Trägermediums Buch viel Tiefgang anbietet. - Sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

»Ein mächtiges Werk. Es erweckt so vieles zum Leben - Joseph Roth, Deutschland, die Kunst des Schreibens, Bücherverbote, die Vergangenheit, die zur Gegenwart spricht.« Colum McCann

Genial und ungewöhnlich - ein Buch erzählt. Und »Die Rebellion«, ein Roman von Joseph Roth aus dem Jahr 1924, hat einiges zu erzählen: die Geschichte des Buches selbst, das 1933 vor der Bücherverbrennung bewahrt wurde, die Geschichte seines Autors, der vor den Nazis fliehen musste, und seiner geliebten Frau Friederike, die ermordet wurde.

Und da gibt es noch die Geschichte von Andreas Pum, dem Helden aus »Rebellion«, Kriegsveteran und Drehorgelspieler, den das Glück verlässt, und die aktuelle Besitzerin des Buches, die Deutschamerikanerin Lena Knecht. Sie ist von der handgezeichneten Karte auf der letzten Seite des Buches fasziniert und reist nach Berlin, wo das Buch entstand ...

Hugo Hamiltons vielschichtiger Roman trägt die Echos der Vergangenheit in die Gegenwart, erzählt hundert Jahre Weltgeschichte und feiert das Überleben der Literatur.

Produktsicherheit

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Anschrift: Neumarkter Straße 28
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Personeninformation

Hugo Hamilton wurde 1953 als Sohn eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter in Dublin geboren. Er arbeitete zunächst als Journalist, bevor er Kurzgeschichten und Romane veröffentlichte. Mit seinen Erinnerungsbänden »Gescheckte Menschen« und »Der Matrose im Schrank« erregte er großes Aufsehen, die Werke wurden in 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2007 erschien »Die redselige Insel«, ein irisches Reisetagebuch auf den Spuren Heinrich Bölls, und zuletzt 2020 der Roman »Palmen in Dublin«. Hugo Hamilton lebt in Dublin. Henning Ahrens, geb. 1964, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in der niedersächsischen Provinz. Für seinen Lyrikband "Lieblied was kommt" (1998) erhielt er einen der Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise beim Literarischen März 1999 sowie den Pro Litteris-Preis 1999 der Märkischen Kulturkonferenz und den Hebbel-Preis (2001). Er übersetzte u.a. J. C. Powys, Jonathan Safran Foer, Jonathan Coe und Hugo Hamilton. Zuletzt erschien sein Lyrikband "Kein Schlaf in Sicht" und der Roman "Tiertage".

Pressestimmen

»Atemberaubend und fesselnd bis zuletzt führt Hugo Hamilton seinen großartigen Roman zu einem beklemmenden Ende. Der 70jährige Hamilton hat mit diesem Roman sein Meisterstück abgeliefert. Und zugleich eine Anregung gegeben, Joseph Roths Werk wieder zur Hand nehmen.« Stefan Berkholz / WDR 3
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