Muna oder Die Hälfte des Lebens -

Roman - Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2023
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Buchprofile - Rezension
Entwicklungsroman über eine toxische Beziehung im Akademiker-Milieu.
Der Roman beginnt mit einer fulminant erzählten dramatischen Szene, die sich im Jahr 1989 kurz nach dem 18. Geburtstag von Muna Appelius ereignet. Sie lebt mit ihrer alkoholkranken Mutter in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf den folgenden 400 Seiten treiben wir gemeinsam mit Muna durch die (statistisch gesehen) erste Hälfte ihres erwachsenen Lebens, mit Stationen in Berlin, London, Wien, Saint-Nazaire, Basel und wieder Berlin. Beherrscht sind diese zwei Dekaden von einer Amour fou zu dem 20 Jahre älteren und ziemlich verkorksten Magnus, ein Literaturwissenschaftler und Fotograf. Machtgefälle und Grenzüberschreitungen erfährt Muna auch in ihrem beruflichen Werdegang, sowohl bei ihren Nebenjobs als Kellnerin und Babysitterin als auch im akademischen, literarischen und journalistischen Betrieb. Durch die dramaturgisch geschickt komponierten Szenen, die wechselnden Schauplätze und zahlreichen Weggefährt:innen bleibt diese Psychografie spannend bis zuletzt. Schafft Muna es, sich von Magnus zu befreien? Wird sie beruflich Fuß fassen, vielleicht sogar eine Familie gründen? Fragestellungen über eigene Lebensentscheidungen, selbst gewählte Abhängigkeiten und den Unterschied zwischen Liebe und Begehren tun sich auf. Ein mitreißender Einblick in die Gedankenwelt einer jungen, attraktiven Frau, die ihren Weg erst finden muss. Nominiert für den Deutschen Buchpreis.
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Es gibt wenig menschliche Verhältnisse, die so spannend und tragisch sind, wie eine Liebe, die sich nicht leben lässt. So ist es zwischen Muna und Magnus. Mit dem Traum von der großen Liebe lässt die Autorin ihre Hauptfigur erwachsen werden, ihre Ambitionen und Träume entdecken, kleine Erfolge feiern, scheitern aber eines nie aufgeben: Ihr großes Projekt.

Bestimmt gibt es mehr als genug Langzeitbeziehungen, die nur von dem Wunsch genährt werden, es könne irgendwann doch gut werden. Das böse Erwachen für Muna wird kommen, sie zögert es hinaus bis zur äußersten Selbstverleugnung, aber verhindern kann sie es nicht. Die Autorin ist eine exzellente Beobachterin, und eine souveräne Regisseurin ihrer Romandramaturgie. Terezia Mora lässt ihre Leser selber beobachten, sie drängt nichts auf, keine Erkenntnisse, keine Erklärungen, drängt sich nicht zwischen die Leser und ihre Figuren. Es machte mir großen Spaß, ihre kluge Hand zu spüren im Erzählen, und das Geschehen wie mit eigenen Augen zu entdecken. Die Autorin hat eine Frauen-Trilogie angekündigt, ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil, aber bis dahin würde ich „Muna“ auch nochmal lesen.

Artikelbeschreibung

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2023
»Ich weiß, was du willst«, sagte er. »Du bekommst es nicht.« - Der neue große Roman der Georg-Büchner-Preisträgerin und Gewinnerin des Deutschen Buchpreises.


Muna liebt Magnus. Ob und wen Magnus liebt, ist schwer zu sagen. Was geschieht mit einem Leben, das man in Abhängigkeit von einem anderen führt? Muna steht vor dem Abitur, als sie Magnus kennenlernt, Französischlehrer und Fotograf. Mit ihm verbringt sie eine Nacht. Mit dem Mauerfall verschwindet er. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Doch schon auf der ersten gemeinsamen Reise treten Risse in der Beziehung auf. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer nur zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.

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Personeninformation

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Terézia Mora zählt außerdem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.

Pressestimmen

»Wer diesen Roman liest, wird ihn nicht mehr los, wird sie nicht mehr los: die Ich-Erzählerin Muna.« Natascha Freundel / rbb Kultur
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