Revanche

Roman
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Buchprofile - Rezension
Um sich an seinem Vater und den Stiefbrüdern zu rächen, wäre ein junger Mann bereit, ein ganzes Firmenimperium zu zerstören.
Die Familie Ristow umgibt ein scheinbar dunkles Geheimnis. Tobias, der dritte Sohn des Firmenbesitzers Wilhelm Ristow, verliert durch einen dubiosen Verkehrsunfall seine Mutter. Gleichzeitig verschwindet sein über alles geliebter Onkel Fritz, von dem er glaubt, er könne möglicherweise auch sein Vater sein. Nach Aufenthalten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und im Internat könnte Tobias nach dem Abitur an verantwortungsvoller Stelle in die Firma einsteigen. Doch der Vater, der seine beiden anderen Söhne bevorzugt, speist ihn mit einer luxuriösen Terrassenwohnung ab, drängt ihn so aus der Firma und bringt ihn damit um sein mütterliches Erbe. Dazu kommt, dass der schon alte Vater dem Sohn auch noch dessen Freundin ausspannt. Als Tobias den Vater und dessen Motive durchschaut, sinnt er auf Rache. Fred, ein Schulfreund, den er vor vielen Jahren aus einer äußerst misslichen Situation befreite, ist jetzt ein führender IT Spezialist in den USA. Er soll als Gegenleistung von damals die Firma seines Vaters durch ein gezieltes Computer-Hacking ruinieren ... - Ein Roman über eine problematische Vater-Sohn-Beziehung, über Zurücksetzungen, Neid, Eifersucht und die immerwährende Suche eines Menschen nach Anerkennung, Sinn und Sitz im Leben. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Tobias Ristow lebt allein in einer komfortablen Terrassenhauswohnung, die er nach dem Abitur von seinem Vater, wie er dachte, generös zur Verfügung gestellt bekommen hat. Dabei war sein Vater ihm gegenüber immer abweisend, bevorzugte die beiden älteren Halbbrüder. Als Ristow damals Unterschriften unter einige Formulare und Verträge setzte, ahnte er nicht, dass dies weitreichende Folgen haben würde. Anders als seine Halbbrüder muss er nicht gleich in der väterlichen Firma antreten, er genießt als "Träumer" der Familie Freiräume, die er weidlich nutzt, bevor er dann doch schließlich Arbeit beim Vater aufnimmt. Beziehungen zu Frauen scheitern an seiner Unentschlossenheit in Lebens- und Liebesdingen, bis er die attraktive, aber kapriziöse Lea Berner kennenlernt und sich eine neue Chance eröffnet. Doch die Sehnsucht nach seinem geliebten Onkel Fritz und die Suche nach den eigenen Wurzeln lässt ihn tiefer in die rätselhaften Verflechtungen der eigenen Familiengeschichte vordringen: Der Bruder seines Vaters verschwand spurlos im selben Moment, in dem seine Mutter bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kam; Ristow war damals sieben Jahre alt. Der Mutterverlust war schrecklich, man sperrte ihn weg in ein Internat, die Suche nach Onkel Fritz hat er dennoch nie aufgegeben. Jetzt, kurz vor seinem 50. Geburtstag, reist er an den Ort, an dem er den Onkel wähnt, um ihm die Frage zu stellen, die ihn seit Jahren umtreibt: War sein Vater sein leiblicher Vater, oder doch vielleicht Fritz?

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Anschrift: Arndtstraße 11
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Personeninformation

Beyer, Claire
Claire Beyer, 1947 geboren, lebt in Markgröningen bei Ludwigsburg. Sie hat ein Musical über Camille Claudel verfasst und Erzählungen, Kurzprosa und Gedichte in verschiedenen Anthologien sowie einen Band mit Lyrik veröffentlicht. Nach ihrem überaus erfolgreichen Prosadebüt »Rauken« (FVA 2000) erschienen der Erzählungsband »Rosenhain« sowie die Romane »Remis«, »Rohlinge« und zuletzt »Refugium«.
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