Unschuldige Täter

Band 3
Kriminalroman
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Buchprofile - Rezension
Ein lange zurückliegendes Verbrechen wird nicht nur für die Polizei in Tokio erneut zum Ermittlungsfall.
Im japanischen Küstenort Harigaura hält die Firma DESMEC, die Bodenschätze aus der Tiefsee fördern will, eine Tagung ab, bei der auch die Bewohner des Ortes mitreden können. Die Umweltschützerin Narumi engagiert sich leidenschaftlich und streitet gegen das Vorhaben vor ihrer Küste. Ihre Eltern betreiben die Pension "Grüner Felsen", die schon bessere Tage gesehen hat. Unter den Gästen ist auch Professor Yakuma, ein Berater der DESMEC, der aber bei der Tagung eine eher indifferente Haltung einnimmt. Mit Narumi diskutiert er in einer Weise, die für die junge Frau rätselhaft ist. Ist er für oder gegen das Industrievorhaben? Und dann verschwindet aus der Pension ein anderer Gast, ein älterer Mann, der am nächsten Tag tot auf einem Felsen am Meer aufgefunden wird. Die örtliche Polizei geht von einem Unfall aus, obwohl die Umstände nicht so ganz klar sind. Bei dem Toten, und wie sich herausstellt um den Ermordeten, handelt es sich um einen pensionierten Polizisten der Tokioter Polizei, und diese nimmt parallel zu den Untersuchungen in Harigaura die Ermittlungen auf. - Die Geschichte fängt recht betulich an und bleibt auch bis zuletzt wenig rasant. Die Spannung resultiert aus den mühsam erarbeiteten Ermittlungserfolgen, die zuletzt ein so überraschendes, unerwartetes Ergebnis bringen. Die Protagonisten sind durchweg glaubwürdig beschrieben. Etwas anstrengend sind die japanischen Namen der zahlreichen Protagonisten, hier wäre eine Namensliste hilfreich gewesen. Es ist auch eine gehaltvolle Lektüre mit Sprachwitz und gescheiten Formulierungen. Bestens einsetzbar.
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Ein neuer Fall für den genialen Hobbydetektiv Manabu Yukawa, der mit seiner analytischen Denkweise der Kriminalpolizei wieder einmal wertvolle Hilfestellung leistet. In seiner Funktion als Professor der Physik nimmt Yukawa in einem heruntergekommenen Küstenstädtchen an einer Konferenz teil, auf der das Für und Wider von Tiefseebohrungen diskutiert werden soll. Sowohl die federführende Bohrfirma als auch die Umweltaktivisten vor Ort vertrauen auf sein Expertenurteil. Doch wieder einmal ist es die Polizei, die am meisten auf seinen genialen Verstand angewiesen ist, als ein Toter am Strand gefunden wird. Der geheimnisvolle Mann wohnte in der selben Unterkunft wie der Professor, und die Tochter der Hoteliers gehört zu den schärfsten Gegnern der drohenden Meeresausbeutung. Wie Yukawa und Kommissar Kusanagi in bester „Holmes & Watson“ Manier ermitteln, macht das Buch zu einem klassischen Whodunit mit einem bandaktuellen Thema.
Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Die Leiche eines Mannes wird auf einem Felsen an der malerischen Küste von Harigaura entdeckt. Ein tragischer Unfall? Oder doch ein Mord? Denn seit Wochen tobt in der Stadt ein erbitterter Kampf um geplante Tiefseebohrungen vor der Küste. Ein Fall für Physikprofessor Yukawa alias »Kommissar Galileo«.

In der kleinen Ortschaft Harigaura findet eine Konferenz zur Erschließung von Bodenschätzen auf dem Meeresboden statt. Das Thema spaltet die Stadt. Die einen fürchten die Zerstörung der Natur und sind gegen das Vorhaben. Die anderen sehen darin die einzige Zukunftsmöglichkeit für die Stadt, die ihre Glanzzeit als Touristenmagnet längst eingebüßt hat. Auch Manabu Yukawa ist angereist, um als Experte zu sprechen. Dann wird plötzlich ein Mann tot aufgefunden. Kriminalkommissar Kusanagi nimmt gemeinsam mit Yukawa die Ermittlungen auf und stößt auf einen mysteriösen Fall, der sechzehn Jahre zurückliegt ...

In dem von der Kritik gefeierten Kriminalroman deckt der geniale Physiker ein streng gehütetes Familiengeheimnis hinter den tragischen Ereignissen auf, die zu diesem Mord geführt haben. So überraschend und raffiniert, wie man es von Higashino gewohnt ist - der neue Fall von »Kommissar Galileo«.


»Der japanische Stieg Larsson.«
The Times

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Personeninformation

Keigo Higashino, geboren 1958 in Osaka, Japan. Nach seinem Ingenieursstudium begann der Kapitän einer Bogenschützenmannschaft Kriminalromane zu schreiben. Viele seiner Kriminalromane wurden für Kino und Fernsehen adaptiert und mit Preisen ausgezeichnet. Sein größter Erfolg war »Verdächtige Geliebte«. In seiner Heimat wurde der Kriminalroman mehr als zwei Millionen Mal verkauft. Higashino lebt zurückgezogen in Tokio.

Ursula Gräfe geboren 1956 in Frankfurt/Main, wo sie auch Japanologie studierte und heute lebt. Seit 1989 übersetzt sie aus dem Englischen und Japanischen. Ihr besonderes Interesse gilt der süd- und ostasiatischen Literatur. Besonders gelobt wurden ihre Übertragungen des Werks von Haruki Murakami.

Pressestimmen

»Was den Roman aber noch zusätzlich lesenswert macht, sind kluge Dialoge und interessante Schilderungen japanischer Gegebenheiten, die zur Erweiterung des KrimileserInnenhorizontes beitragen.« Fritz Popp, Österreichisches Bibliothekswerk, 03.07.2020 Fritz Popp Österreichisches Bibliothekswerk 20200703
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