Troll

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine Satire über Osteuropa in naher Zukunft und die Manipulation der öffentlichen Meinung durch Fake-News.
Die europäische Gemeinschaft ist zerfallen und hat sich aufgeteilt in eine neue westliche Staatengemeinschaft und ein diktatorisch geführtes östliches „Reich“. Kúkav ist die Hauptstadt des „Reichs“, das von „Anführer-Vater“ regiert wird und in dessen Satellitenstaaten ein Heer von Trollen im Internet hetzt und mit Fake-News die öffentliche Meinung manipuliert. Der namenlose Held und seine Freundin Johanna bekommen immer stärkere Bedenken gegen diese gesellschaftliche Entwicklung, die beiden beschließen, das System von innen heraus zu bekämpfen. Sie werden selbst zu Trollen und denunzieren, verbreiten Hasspostings und Falschmeldungen. Dabei geraten sie in die Unkontrollierbarkeit der Netzwelt und sie werden selbst Opfer eines Shitstorms. - In seinem neuen Roman nimmt der slowakische Erfolgsautor Michal Hvorecky, in seiner Heimat selbst schon mehrfach Zielscheibe verleumderischer Hasspostings, die Zersetzung der Gesellschaft und des Begriffs der Wahrheit durch das Internet aufs Korn. Die in einer nahen Zukunft liegende rabenschwarze Farce spiegelt glaubwürdig, wie man mit Lügen und Fehlinformationen im Internet die öffentliche Meinung manipulieren kann. Eine bitterböse, nachdenklich machende Parabel auf aktuelle Zustände, Liebhabern literarisch verdichteter Satiren sehr empfohlen. (Übers.: Mirko Kraetsch)
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Artikelbeschreibung

Osteuropa in naher Zukunft. Ein Heer aus Trollen beherrscht das Internet, kommentiert und hetzt. Zwei Freunde entwickeln immer stärkere Zweifel und beschließen, das System von innen heraus zu stören. Dabei geraten sie selbst in die Unkontrollierbarkeit der Netzwelt - und an die Grenzen ihres gegenseitigen Vertrauens.

Die europäische Gemeinschaft ist zerfallen und wurde durch die Festung Europa ersetzt. Ihr gegenüber steht das diktatorisch geführte Reich, in dessen Protektoraten ein ganzes Heer von Internettrollen die öffentliche Meinung lenkt. Einer von ihnen ist der namenlose Held dieser in einer allzu naheliegenden Zukunft angesiedelten Geschichte. Gemeinsam mit seiner Verbündeten Johanna versucht er, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören - und wird dabei selbst Opfer eines Shitstorms. Mit seiner rasanten, literarisch verdichteten Erzählung beweist Michal Hvorecky erneut, warum er der erfolgreichste Autor der Slowakei ist.

»Dieses Buch erzählt vom Albtraum der Aufklärung. Von einer Welt, in der
Wahrheit und Lüge gleich viel wert sind. Es spielt in einer nahen
Zukunft, die sich aber wie eine unabwendbare Gegenwart anfühlt. Ein
umnachtetes Europa, dem der Kompass abhanden gekommen ist, in der Hand
derer, denen nichts mehr heilig ist. Ein mutiges Buch. Ein wichtiges
Buch. Besser als Michal Hvorecky kann man die Wahrheit nicht erfinden.«
David Schalko, 30.10.2018

»Ich
habe mich - wie soll ich sagen - sofort gebeugt, der Komplexität und
der Weisheit in Sachen Vergangenheit, die in dem Buch "Troll" steckt,
seiner Rasanz, seinem verhaltenen Optimismus am Ende.«
Michael Kumpfmüller, 17.10.2018

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Personeninformation

Michal Hvorecky, geboren 1976, lebt in Bratislava. Hvorecky verfasst regelmäßig Beiträge für die FAZ, Die Zeit und zahlreiche andere Zeitschriften. In seiner Heimat engagiert er sich für den Schutz der Pressefreiheit und gegen antidemokratische Entwicklungen. Zuletzt sind von ihm bei Tropen erschienen: Tod auf der Donau (2012), Troll (2018) und Tahiti Utopia (2021).

Mirko Kraetsch, geboren 1971. Übersetzer für Belletristik, Dramatik und Lyrik, außerdem Literaturvermittler und Gelegenheitsautor. Übersetzte unter anderem Michal Hvorecky, Emil Hakl, Bianca Bellová und Jaroslav Rudis ins Deutsche.

Pressestimmen

»Man sollte diese Dystopie lesen, wenn man die realen Möglichkeiten und die Auswirkungen des Phänomens Trolle kennen lernen will: Es ist ein Horror.« Otfried Käppeler, Südwest Presse, 13.04.2019 »Schmerzlich führt uns der Roman vor, wie eine Gesellschaft aussieht, in der es keine Wahrheit, also auch keine Wissenschaft und keine unabhängigen Journalismus mehr gibt. Es geht nur noch darum, über die größte und mächtigste Trollarmee zu befehlen.« Niklas Prenzel, Falter, 03.01.2019 »Ein wütender, frecher Text in einer rasanten, wendigen, niemals langweilig werdenden Sprache. Ich habe uns wiedererkannt, mich gegruselt und amüsiert« Terézia Mora, Süddeutsche Zeitung, 28.12.2018 »Michal Hvorecky hat ein aufklärerisches und kämpferisches Buch geschrieben.« Terry Albrecht, Deutschlandfunk - Büchermarkt, 29.10.2018 »Dieses Buch erzählt vom Albtraum der Aufklärung. Von einer Welt, in der Wahrheit und Lüge gleich viel wert sind. Es spielt in einer nahen Zukunft, die sich aber wie eine unabwendbare Gegenwart anfühlt. Ein umnachtetes Europa, dem der Kompass abhanden gekommen ist, in der Hand derer, denen nichts mehr heilig ist. Ein mutiges Buch. Ein wichtiges Buch. Besser als Michal Hvorecky kann man die Wahrheit nicht erfinden.« David Schalko, 30.10.2018 »Der Roman Troll ist [...] eine groteske Paraphrase des letzten halben Jahrhunderts.« Dietmar Jacobsen, literaturkritik.de, 20.10.2018 »Ich habe mich - wie soll ich sagen - sofort gebeugt, der Komplexität und der Weisheit in Sachen Vergangenheit, die in dem Buch "Troll" steckt, seiner Rasanz, seinem verhaltenen Optimismus am Ende.« Michael Kumpfmüller, 17.10.2018 »In "Troll" steckt mehr als ein Körnchen aktueller Wirklichkeit. Immer wieder lässt der Autor eine bitterböse Satire auf heutige Zustände [...] aufblitzen.« Aachner Zeitung, 09.10.2018 »In "Troll" steckt mehr als ein Körnchen aktueller Wirklichkeit. Skizzierend, karrikierend lässt der Autor immer wieder eine bitterböse Satire auf heutige Zustände -nicht nur- in Osteuropa aufblitzen. [...] Ein verstörender, lesenswerter Roman.« Roland Siegloff, Fränkische Nachrichten, 26.09.2018 »Rasend schnell wie ein populärer Hass-Hashtag stürzt der neue Roman von Michal Hvorecky auf seine Leser ein. Und ebenso fasziniert und abgestoßen wie von menschenverachtenden Beiträgen in der Timeline verschlingt man die 213 Seiten von "Troll"« Hamburger Abendblatt, 25.09.2018 » [...] der Kern dieses Buches, die böse Farce um die Zersetzung einer Gesellschaft und des Wahrheitsbegriffs durch Internettrolle, die kommt einem doch schaurig vor.« Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 21.09.2018 »Nach dieser Lektüre wird man das Internet anders betrachten.« Iris Tscharf, Der Blog der Schurken, 19.09.2018
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