Parts Per Million

Gewalt ist eine Option | Ausgezeichnet mit dem Seraph 2025 für das beste Buch
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Buchprofile - Rezension
Die Entwicklung vom gewaltfreien Aktivismus zum Terrorismus.
Die Autorin Johanna Strohmann ist auf der Suche nach einem Thema für ihren nächsten Roman. Als sie zufällig in eine Klimademonstration gerät und beobachten muss, mit wieviel Gewalt einige Autofahrer gegen die auf der Straße klebenden Aktivisten vorgehen, hat sie ihr neues Thema gefunden. Schon bald verlässt sie ihre zunächst noch neutrale Beobachterposition und beteiligt sich immer öfter an Aktionen der Klimabewegung. Als in dem äußerst konservativ regierten Deutschland, das die Autorin Theresa Hannig in diesem Near-Future-Roman entwirft, Klimagruppen verboten und immer mehr Aktivisten inhaftiert werden, radikalisiert sich Johanna mehr und mehr, geht schließlich in den Untergrund und wird Mitbegründerin der "Parts Per Million", die immer offener für Gewalt im Widerstand plädiert und auch vor Entführungen und Folterungen nicht zurückschreckt, um die von ihr als Verursacher der Klimakatastrophe gebrandmarkten Personen zur Rechenschaft zu ziehen. Schließlich sieht Johanna nur noch eine Lösung. - Eindringlich und streckenweise äußerst drastisch entwickelt die Autorin ein durchaus glaubwürdiges Szenario einer polarisierten und zunehmend emotionalisierten Gesellschaft angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel. Die intensive Schilderung einer möglichen Radikalisierung gesellschaftlicher Gruppen regt zum Nachdenken an und hallt im Leser lange nach. Der gut recherchierte Roman scheitert letztlich allerdings an der durchgehend stereotypen Charakterisierung der handelnden Personen und vor allem an der Darstellung seiner Hauptprotagonistin, deren plötzliche Wandlung von der ahnungslosen Mitläuferin zur brutalen Terroristin völlig unglaubwürdig bleibt. So wird das wichtige Thema leider streckenweise verspielt.
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Artikelbeschreibung

Aktuell, kritisch und äußerst spannend. Ein Climate-Fiction-Thriller über die Zukunft des Klima-Aktivismus. Die Autorin Johanna Stromann will einen Roman über Klima-Aktivisten schreiben. Doch die Recherche erweist sich als gefährlich, denn der Staat versucht, die Proteste mit Gewalt zu unterdrücken. Bald ist es Johanna nicht mehr möglich, neutral am Rand zu stehen und nur zu dokumentieren. Im Gegenteil: Ihr geht das alles nicht weit genug. Als ein Großteil der Klima-Gruppen verboten und ihre Mitglieder zu Haftstrafen verurteilt werden, gründet sie zusammen mit den verbliebenen Aktivist*innen die Gruppe "Parts Per Million", um die Verursacher der Klimakatastrophe zur Rechenschaft zu ziehen. Mit allen Mitteln.'Das intensivste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Wer danach nicht über den Klimawandel nachdenkt, ist wahrscheinlich tot.' Andreas EschbachFür Leser*innen von Kim Stanley Robinson, Cory Doctorow oder Andreas Brandhorst

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Pressestimmen

Hannig erzählt so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Peter Bierl Süddeutsche Zeitung Fürstenfeldbruck 20250301
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