Die Spur der Bambusbären

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine mutige High-Society-Lady bringt 1936 die ersten Pandabären in die USA.
In den 1930er Jahren waren Pandabären oder Bambusbären, wie sie damals auch genannt wurden, weitgehend unbekannt. In dieser Zeit lebt Ruth Harkness mit ihrem Mann, dem Abenteurer Bill, in New York. Bill ist ein ruheloser Expediteur, der kurz zuvor Warane aus Asien mitgebracht hat, die jetzt im New Yorker Zoo leben. Sein nächstes Projekt ist, lebende Pandabären in die USA zu bringen. Leider stirbt er bei der Vorbereitung des Projekts. In Trauer und gelangweilt vom ewig gleichen Ablauf des New Yorker Society-Lebens beschließt Ruth nach Bills Tod kurzerhand, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und schart ein großes Expeditionsteam um sich. Damals gestaltete sich die Eroberung der Wälder Tibets noch als großes Unternehmen, das Wochen und Monate in Anspruch nahm. Aber mit ihrem Team, das der erfahrene Jäger Quentin verstärkt, ist die Expedition von Erfolg gekrönt und sie finden einen lebenden Panda. Ruth schafft es schließlich, den kleinen Pandabären Su Lin, den sie mit der Flasche aufzieht, in die USA zu bringen. Das Abenteuer spielt vor dem Hintergrund des japanischen Angriffs in Shanghai, wo viele Szenen des Buches stattfinden. Die Stadt war bereits zu jener Zeit ein pulsierendes Zentrum, wo sich Menschen aus aller Welt trafen. Hier konnte Ruth auf Unterstützer und Freunde treffen. – Ruth Kornberger zeichnet ein lebendiges Bild der damaligen Zeit, als es noch unbekannte Gegenden und Tierarten gab, die zu entdecken waren. Die beschwerliche und abenteuerliche Reise, um überhaupt nach Tibet zu gelangen, kann der Leser sehr gut mitverfolgen. Eine leise Sehnsuchtsgeschichte zwischen dem Jäger Quentin und die eher vorherrschende Freundschaftsgeschichte zwischen Richard und Ruth verleihen der Story eine angenehme Tiefe. Die Geschichte beruht weitgehend auf Tatsachen, die fiktiven Teile bescheren dem Roman eine schöne Spannung. Ein Thema, das vielen Menschen sicher nicht so bekannt ist, wird hier in einen lesenswerten Roman verpackt!
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Artikelbeschreibung

In einer Zeit, in der Pandabären noch als Fabelwesen galten, macht sich eine New Yorkerin auf den Weg, der Welt das erste lebende Exemplar zu präsentieren

New York, 1936: Ruth Harkness, ein absolutes Glamourgirl ihrer Zeit, beschließt nach dem Tod ihrer großen Liebe Bill, seine Reise fortzusetzen und die sagenumwobenen chinesischen Pandabären mit eigenen Augen zu sehen. Ihr gelingt, was kaum jemand für möglich hielt: Nach einer langen und beschwerlichen Reise bringt sie den ersten Pandabären in die USA. Die Sensation ist riesig, alle wollen Su Lin sehen, und auch Ruth ist in jeder Zeitung. Doch schnell merkt sie, dass ihr die Situation zu entgleiten droht. Denn nun ist die ganze Welt im Pandafieber - und nicht alle haben das Wohl der Tiere im Sinn.

In ihrem neuen Roman zeichnet Ruth Kornberger das Porträt einer Frau, die zerrissen war zwischen zwei Welten, die das Rampenlicht suchte und zeitgleich die Natur in all ihrer Pracht zeigen wollte. Und die damit den Grundstein gelegt hat dafür, wie sich der Mensch die verborgenen Geheimnisse der Natur zu eigen gemacht hat.

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Personeninformation

Ruth Kornberger wurde 1980 in Bremen geboren, liebt Schiffe und Geschichten über Abenteurerinnen. Mit ihrer Familie lebt sie in Weinheim. Sie ist Mitglied der Autorenkollektive Junge Literatur Mannheim und Qindie; ihre Kurzgeschichten sind in Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen. Mit ihrem ersten Roman »Frau Merian und die Wunder der Welt« gelang ihr auf Anhieb der Einstieg in die SPIEGEL-Bestsellerliste.

Pressestimmen

»Kornberger liefert eine spannende Erzählung, die sie in die Weltpolitik einflicht.« Die Presse am Sonntag
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