Erste Töchter

Roman
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Buchprofile - Rezension
Abschlussband der Trilogie um drei Generationen einer Familie, die im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit zwischen der UdSSR, Deutschland und Österreich zerrissen wird.
Im dritten Band ihrer Trilogie erzählt Ljuba Arnautovic die Geschichte ihrer Familie weiter. Nach den ersten beiden Bänden, die von der Großelterngeneration („Im Verborgenen“, BP/mp 18/676) und der Vätergeneration („Junischnee“, BP/mp 21/412) handeln, widmet sie sich nun ihrer eigenen Generation. Ihre älteren Schwestern Luna und Lara waren, nach einer gemeinsamen Odyssee durch die Haushalte diverser Mütter und Kinderheime, in den 1960er-Jahren vom Vater auseinandergerissen worden. Luna lebt in Wohlstand bei der neuen Familie des Vaters in München, während Lara bei der leiblichen Mutter in Wien bleibt, die einem gewalttätigen Ukrainer den Haushalt führt. – Arnautovic erzählt sachlich, wie in einer Chronik. Zeitlich bewegt sie sich bis in die 1980er-Jahre. Sie lässt die Schwestern, die einander entfremdet sind, wieder zusammentreffen, als Luna mit drei Freunden im VW-Bus in eine Künstlerkolonie im Burgenland unterwegs ist und bei der Schwester in Wien Station macht. Inzwischen ist Vater Karl nach der Öffnung Osteuropas in der Halbwelt Moskaus unterwegs. Als er von der Russenmafia entführt wird, müssen die beiden Schwestern wieder zusammenstehen ... – Ein beeindruckender Roman über die Auswirkungen der Gräuel des 20. Jh., die Generationen von Familien auseinanderrissen.
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Artikelbeschreibung

Nach "Junischnee" spannt sich in Ljuba Arnautovics neuem Roman das Drama des 20. Jahrhunderts Karl kehrt nach zwölf Jahren Gulag mit russischer Ehefrau und zwei Töchtern nach Wien zurück. Von dem, was ihm passiert ist, will man im Nachkriegsösterreich nichts wissen. Den "Russen" begegnet man bestenfalls mit Misstrauen. So rasch wie nur möglich und mit allen Mitteln muss deshalb der gesellschaftliche Aufstieg gelingen. Karl lässt sich scheiden, heiratet eine junge Medizinstudentin, zieht nach Deutschland, knüpft zweifelhafte Verbindungen nach Moskau - und trennt seine Töchter. Lara und Luna wachsen fortan in verschiedenen Welten auf: die eine in einfachen Verhältnissen bei der Mutter in Wien, die andere beim Vater und seiner neuen bürgerlichen Familie in München.Ljuba Arnautovic erzählt "in einer klaren, poetischen Sprache, ohne Sentimentalität" (Ö1) von sich - und den Verwerfungen eines Jahrhunderts.

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Personeninformation

Ljuba Arnautovic, geboren 1954 in Kursk (UdSSR), lebt in Wien. Nach dem Studium der Sozialpädagogik arbeitete sie für das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, als Russischübersetzerin und Rundfunkjournalistin. Ihr erster Roman, Im Verborgenen, stand auf der Shortlist Debüt für den Österreichischen Buchpreis. Bei Zsolnay erschienen die Romane Junischnee (2021) und Erste Töchter (2024).

Pressestimmen

"Es ist mehr als eine Familiengeschichte. Es liest sich auch wie ein Krimi oder wie ein Spionage-Thriller, wie ein Coming-of-age-Roman ... sehr, sehr faszinierend und extrem spannend ... Man kann Spuren von Tschechow entdecken, von Musil oder Doderer ... und in der Tradition von Annie Ernaux." Denis Scheck, WDR3 Mosaik, 21.10.24 "Es gibt nicht viele Romane, die einen das Schrecken des 20. Jahrhunderts in so kondensierter Form und gleichzeitig so konkret und nachvollziehbar vor Augen führen ... Ein irrer Stoff! Ich habe es atemlos gelesen." Ijoma Mangold, SWR lesenswert Quartett, 13.10.24 "Wirklich packend ... In der Verknappung liegt die poetische Kraft des Buches!" Shelly Kupferberg, SWR lesenswert Quartett, 13.10.24 "Wahnsinnig berührend!" Nele Pollatschek, SWR lesenswert Quartett, 13.10.24 "Dieses Buch hat mich dann doch für sich eingenommen." Denis Scheck, SWR lesenswert Quartett, 13.10.24 "Mit frappierender Lakonie und emotionaler Distanz ... Es ist erstaunlich, wie viele Schicksale, Tragödien, Heimatverluste in hundertsechzig kurzweilig zu lesenden Buchseiten Platz finden." Sabine Berking, FAZ, 17.09.24 "Literatur, die herausragt aus den vielen autobiografischen Projekten der Gegenwart." Katja Gasser, ORF, 25.08.24 "Spannend und ergreifend ... Arnautovics nüchterne, ihre Figuren niemals verurteilende Erzählung führt atemlos vom Nachkriegs-Wien zu den deutschen Studentenprotesten 1968, zur RAF und wieder zurück zur Wiener Hausbesetzer-Szene." Barbara Beer, Kurier, 18.08.24
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