Schiff aus Stein

Orte und Träume
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Buchprofile - Rezension
Scheinbar alltägliche Prosaerzählungen, die dennoch alle den Reiz des Besonderen haben.
Der Autor, ein Salzburger, bereist schon seit Jahren abgelegene Winkel Mittel- und Osteuropas, ist aber weitgehend zu Fuß unterwegs, allein, mit seiner Frau, sucht aber immer wieder auch den Kontakt zu dort lebenden Menschen. Er erlebt viel, beobachtet viel, Kleines und dennoch Bedeutsames, verknüpft Geschichten und Geschichte, Erlebtes und von seiner Fantasie Geschaffenes. Immer wieder wird der Leser überrascht, z.B. von der "Großen Wut" in Sibenik, die in den Gesichtern der Männer auf dem Fries der Kathedrale zu erkennen ist und die vom Autor selbst an einem anderen Ort persönlich erlebt wird. Andere Verknüpfungen zeigen sich beim Besuch von Novi Sad - das friedliche Zusammenleben dieser Menschen war nicht von Dauer, es kam zu Gewalttaten und Kämpfen. Die Varadin-Brücke zum Beispiel wurde von Nato-Bomben zerstört. Der Schluss der Geschichte ist ein völlig anderer, kommt unerwartet, ist komisch, beinahe zum Totlachen. - Karl-Markus Gauß, selbst ein begeisterter Leser, hat eine Reihe ähnlicher Bücher geschrieben und tritt in vielen öffentlichen Lesungen vor stets hingerissenem Publikum auf. Für seine Werke ist er seit Jahren schon mit den höchsten Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Dennoch kann es sein, dass nicht jeder Bücherfreund ihn schon kennt. Was also liegt näher als dieses Schmankerl, unterhaltsam und im besten Sinne "interessant".
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Artikelbeschreibung

Karl-Markus Gauß - Träger des Leipziger Buchpreises - findet die Zusammenhänge im unmerklichen Detail.Miniaturen von unterwegs, die Momente des Glücks beschwören und das Staunen lehren. Orte, an denen sich Wundersames ereignet, und Träume, die ins Leben wirken. Karl-Markus Gauß erzählt von der "Kunstesserin" in einer Wiener Trattoria, von einem Friedhof im Osten Europas, der letzten Zigarette seines Vaters, der "Schönheit hässlicher Städte": Stets sieht er die Zusammenhänge im unmerklichen Detail und zeigt das Leben in der Schwebe zwischen Wirklichkeit und Traum. In suggestiver Sprache fasst Gauß die Themen, mit denen er berühmt wurde, auf überraschende und ganz neue Weise. "So gelangt man bald hierhin, bald dorthin, auf einer Reise ohne Ankunftszeit, in eine Stimmung, die nahelegt, man könne die Stunden mit nichts Besserem verbringen." (Hannes Hintermeier, F.A.Z.)

Produktsicherheit

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Personeninformation

Karl-Markus Gauß, geboren 1954 in Salzburg, wo er auch heute lebt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und oftmals ausgezeichnet, darunter mit dem Prix Charles Veillon (1997), dem Johann-Heinrich-Merck-Preis (2010) und dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2022). Bei Zsolnay erschienen zuletzt »Die Jahreszeiten der Ewigkeit« (2022), »Schiff aus Stein« (2024) und »Die Liebe kommt immer zu spät« (2026).

Pressestimmen

"Ein einziger Glücksfall. Wie überhaupt dieser Autor zu den herausragendsten unserer Gegenwart zählt. Seine Bücher sind voll von Wissen und Witz und unbedingtem Willen zu Genauigkeit ... Laut habe ich gelacht beim Lesen, viel habe ich wieder gelernt, ins Nachdenken wurde ich gestürzt ... Wenn Sie sonst nichts lesen: lesen Sie dieses Buch! Ich glaube daran, dass, wer Gauß liest, nicht nur klüger wird, sondern auch freier und luftiger: die verbissen Ernsthaften haben uns immer schon in den Abgrund geritten." Katja Gasser "Karl-Markus Gauß lesen, das heißt Sehen lernen." Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 23.04.24 "In den funkelnden Miniaturen, aus denen sich Gauß' Buch zusammensetzt, erweist sich der gebürtige Salzburger einmal mehr als Stilist von hohem Rang." Günter Kaindlstorfer, Ö1, 18.03.24 "Gauß' Kunst besteht im Sichtbarmachen der oftmals unsichtbaren Besonderheiten des Lebens." Sophie Weilandt, ORF, 17.03.24 "Karl-Markus Gauß ist ein Meister der subtilen, punktgenauen und poetischen Beschreibung von Gesehenem und Erlebtem." Andreas Schwarz, Kurier, 17.03.24 "Dies ist die Gauß-Methode: Blitze der Erkenntnis in trostlose urbane und ländliche Orte zu schleudern, sich mit den Standardweisheiten nicht zufriedenzugeben, das Große im Kleinen zu entdecken, das eigene Leben mit den Geschichten ausgesuchter Gegenden zu verzahnen." Wolfgang Paterno, profil, 16.03.24 "Gauß ist ein Essayist und Literaturkritiker mit Charme und Chuzpe, schelmischem Unernst und beschwingtem Understatement, ein wunderbar flunkernder Erzähler und unberechenbarer Einmischer." Wolfgang Paterno, profil, 16.03.24 "Ein Plädoyer für ein genaues Hinschauen, und auch für ein Staunen, für einen wohlwollenden Blick nach außen und eine eingehende, unabdingbare Reflexion, was all die Begegnungen und Beobachtungen zwischen Bahnhöfen und Vorstadtspaziergängen mit uns selber machen." Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten, 15.03.24
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