Schwarze Gedanken Gesamtausgabe (Hochwertige Jubiläumsedition 100 Jahre Franquin)

22,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Neuauflage von Franquins makabren Gags im Großformat.
André Franquin schuf von 1977 bis 1983 eine Reihe mit makabren, oft einseitigen Gags, die in der Regel im drastischen Tod einer Figur münden. Darin kritisierte der pazifistisch eingestellte Erfinder populärer Figuren wie Gaston oder Marsupilami Rüstungswahn, Kapitalismus, Jagd auf Tiere, Umweltzerstörung, Egoismus oder Bigotterie. Manchmal trifft es auch einfach nur einen Unglücksvogel. Die in Schwarz-Weiß eines Schattenspiels gehaltenen Seiten wurden ursprünglich in einer Beilage des Magazins „Spirou“ für erwachsene Leser:innen veröffentlicht, später im Satiremagazin „Fluide Glacial“ und teils von Franquins Kollegen getextet. Dabei verfremdete der Zeichner wie bei „Gaston“ seine Signatur stets im Stil der jeweiligen Geschichte. Für die Neuausgabe zu Franquins 100. Geburtstag überarbeitete man die 1½ Bände im Hinblick auf die Originalseiten und ergänzte sie neben Skizzen mit Interviewauszügen. Hier erklärt Franquin, dass seine Depression erst nach der Serie hervortrat, wohl aber angeboren war. Ein prägendes Album des zeitkritischen, bitteren Humors.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Der Titel »Schwarze Gedanken« sagt alles!

André Franquin, Autor und Zeichner von »Spirou und Fantasio« und Schöpfer des Marsupilamis, zeigt sich hier von einer dunklen Seite. Kriegslüsterne Militärs, Atomkraftwerke oder brutaler Pferdesport - die Themen sind zeitlos. Wer schwarzen Humor und detailreiche Comics mag, dem sei diese Sammlung von zynischen kleinen Geschichten wärmstens empfohlen.

Das Besondere an dieser Ausgabe: ein Kurzinterview mit Franquin und das große Hardcoverformat.

Produktsicherheit

Hersteller: Carlsen Verlag GmbH
Anschrift: Völckersstraße 14-20
DE-22765 Hamburg
Kontakt: produktsicherheit@carlsen.de

Personeninformation

André Franquin ist neben Hergé der wichtigste stilprägende Comic-Zeichner Europas. Franquin wurde 1924 in Brüssel geboren. Nachdem er zuvor die Académie St.-Luc besucht hatte, begann er im Alter von 23 Jahren die Titelseite für das belgische Magazin "Spirou" zu zeichnen. "Spirou und Fantasio" war 1938 von Rob-Vel erdacht und seit 1944 von Jijé betreut worden, doch erst Franquin, der als dritter Zeichner der Serie 1946 mit der Kurzgeschichte "Der Panzer" seinen Einstand gab, verlieh ihr einen eigenen Charakter. Dies lag vor allem daran, dass Franquin um seine beiden schon existierenden Hauptfiguren herum ein kleines Universum an bemerkenswerten Nebenfiguren aufbaute. Die wichtigste Neuschöpfung Franquins war sicherlich das Marsupilami, das am 31. Januar 1952 erstmals in Erscheinung trat, bald darauf gefolgt von dem fiktiven Büroboten Gaston, der im Februar 1957 seinen ersten Auftritt in "Spirou" hatte. Von 1955 bis 1959 zeichnete Franquin außerdem für das Magazin "Tintin" die Serie "Mausi und Paul". Grund für diesen Seitensprung war ein zeitweiliges Zerwürfnis mit dem "Spirou"-Verleger Dupuis, der recht rigide Einfluss auf die Gestaltung der Titelserie seines Magazins nehmen wollte. Nachdem "Gaston" Ende 1957 eine eigene Seite im Heft bekommen hatte, wurde die Mehrfachbelastung für Franquin, der neben seinen zwei beziehungsweise drei laufenden Serien auch noch sämtliche "Spirou"-Titelbilder gestaltete und zahlreiche redaktionelle Beiträge illustrierte, zu groß. Trotz der Unterstützung zahlreicher fähiger Assistenten (unter ihnen Jidéhem und Greg) brach Franquin im Dezember 1961 mit einer nervösen Gelbsucht und schweren Depressionen mitten in der Arbeit an "QRN ruft Bretzelburg" zusammen. Als er 1963 die Arbeit wiederaufnahm, hatte er sich entschieden, "Spirou & Fantasio" schnellstens aufzugeben, um seine Kräfte ganz auf »Gaston« zu konzentrieren. Nach zwei weiteren Kurzgeschichten übernahm 1968 Jean-Claude Fournier "Spirou & Fantasio". Die Rechte an der Figur Marsupilami verblieben allerdings bei ihrem Erfinder. Aus dem Wunsch heraus, "gewisse Themen zu bearbeiten, die bis dahin in ''Spirou'' ziemlich vernachlässigt worden waren", entwickelte Franquin 1977 mit Yvan Delporte zusammen die Magazin-Beilage "Trombone Illustré", zu der er die Reihe "Schwarze Gedanken" beisteuerte. In den 80er-Jahren zog sich Franquin weitestgehend aus der Comic-Produktion zurück. Er zeichnete weiterhin "Gaston" und war ansonsten hin und wieder hinter den Kulissen und als Geburtshelfer mehrerer neu konzipierter Serien anderer Zeichner tätig, bis er 1987 das Marsupilami wieder aufleben ließ, dessen Soloabenteuer unter seiner Mitwirkung von Greg und Yann geschrieben und von Batem gezeichnet wurden. Andrè Franquin verstarb am 5. Januar 1997 in Nizza nach langer, schwerer Krankheit.

Pressestimmen

"Ein prägendes Album des zeitkritischen, bitteren Humors." Gregor Ries medienprofile 20240805
Mehr von Franquin, André

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.