Spirou und Fantasio Spezial 8: Porträt eines Helden als junger Tor

Band 8
Highlight in der neueren Spirou-Geschichte
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Buchprofile - Rezension
Als Hotelpage eines Brüsseler Hotels findet Waisenjunge Spirou 1939 seine erste Liebe und platzt in die Verhandlungen eines Nazis mit einer polnischen Delegation.
In seiner Interpretation der Jugendjahre einer der bekanntesten franko-belgischen Comiccharaktere blättert Emilie Bravo zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs zurück, als Spirou tatsächlich kreiert wurde. Im Hotel "Moustic", eine Anspielung auf die Dupuis-Zeitschrift "Le Moustique", wird der Junge als Page angestellt, wo er sich den steten Attacken des übel gelaunten Türstehers ausgesetzt sieht. Ein Lichtblick stellt das polnische Zimmermädchen dar, das ihn durch seine offene, zupackende Art öfter in Verlegenheit bringt. Stets setzt ihm der aufdringliche Reporter Fantasio zu, der eine Erfolgsstory wittert, wodurch beide die Kriegsverhandlungen eines hohen Nazifunktionärs mit einer polnischen Abordnung stören. Mit detailreichen Anspielungen auf die frühen Jahre der humorvollen Abenteuerserie versehen, kombiniert Bravo die einfache, glatte Grafik der Anfänge mit dem "New Wave"-Chic des "Spirou"-Bewunderers Yves Chaland. Dabei wirft der spanisch-französische Zeichner die Frage nach dem Standpunkt des Einzelnen im Krisenfall auf und legt die unvereinbaren Positionen während des Zweiten Weltkriegs dar. Aufgrund seiner betont politischen Ausrichtung sowie einiger Spitzen gegen pädophilie Priester im (nachgereichten) Prolog richtet sich das grafisch elegante Album an ein älteres Publikum (ab 14 Jahren). Der mehrfach ausgezeichnete Band ist für alle Bestände geeignet.
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Artikelbeschreibung

1939. Wie konnte aus einem jungen Burschen, der in einem Hotel die Türen aufgehalten hat, der Abenteurer werden, den wir kennen? War Liebe im Spiel? Politik? Woher stammt seine unverbrüchliche Freundschaft mit Fantasio? Wer ist Fantasio überhaupt? Oder Pips? Und warum hat er seine rote Uniform auch nach Beendigung seiner Pagen-Karriere nicht an den Nagel gehängt? Hinter all diesen Fragen verbirgt sich ein jugendliches Trauma. Ein fürchterliches Trauma, das alle berührt...

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Personeninformation

Émile Bravo wurde 1964 in Paris geboren und debütierte 1988 als Comic-Künstler. Bereits 1990 begann die Zusammenarbeit mit dem Autor Jean Regnaud, mit dem u.a. die Serie »Aleksis Strogonov« und »Meine Mutter ist in Amerika... « entstanden. 2009 erschien sein »Spirou Spezial«-Band »Porträt eines Helden als junger Tor« - dieser Episode folgte der viel beachtete und gelobte Vierteiler »Spirou oder: die Hoffnung«, dessen finaler Band im Jahr 2022 erschien. Für seine deutschsprachigen Geschichten erhielt er u.a. den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 für »Meine Mutter ist in Amerika... « und für »Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären« 2012 den Max und Moritz-Preis. Für Bravo bildet die Verschmelzung von Comic und Kinderbuch einen zentralen Punkt seiner Arbeit.

Pressestimmen

"Nie zuvor wurde ein Spirou-Comic seit dem Ableben seines langjährigen Zeichners André Franquin derart liebevoll gezeichnet und empathisch erzählt." Peter Schmitt Frankfurter Neue Presse 20200330
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