NILS

Von Tod und Wut. Und von Mut.
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Buchprofile - Rezension
Wenn der jüngste Sohn stirbt, weil in unserem Medizinapparat gewaltige Fehler passieren - eine Mutter packt aus.
Autorin und Illustratorin Melanie Garanin veröffentlicht mit der Graphic Novel "Nils" eine 200 Seiten starke autobiografische Trauerarbeit, die es in sich hat. Jede einzelne Zeichnung der vierfachen Mutter macht traurig und glücklich zugleich. Im Jahr 2015 starb ihr jüngster Sohn im Alter von 4 Jahren vermeintlich an Leukämie, in Wahrheit an einem schrecklichen Irrtum - ein Schock für die ganze Familie, den Garanin zuerst in einem Blog, dann in diesem Stück grafischer Literatur zeichnerisch aufarbeitet. Der Untertitel "Von Tod und Wut. Und von Mut" fasst die Koordinaten der tragischen Geschichte perfekt zusammen. Neben Verzweiflung und Wut erzählt Garanin von vielen schönen Erinnerungen an ihren Sohn und spart nicht mit Humor. Eine künstlerische Entscheidung mit Witz ist zum Beispiel, dass Garanin ihre Autorenschaft mit einer Schreibtischlampe teilt. Anstelle der trauernden Mutter versucht die Lampe als engste Mitarbeiterin quasi objektiv, Licht ins Dunkel der Krankenhaus-Geschichte von Nils zu bringen. Die Lampe behelligt anstelle von Garanin etliche Zeugen mit hartnäckigen Fragen und scheut sich nicht, Missstände im Gesundheitswesen anzuprangern. Das Ergebnis, der einzigartige und zutiefst berührende Hardcover-Comic "Nils", sei großen und auch kleineren Büchereien dringlich empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Eine autobiografische Graphic Novel über Trauer, Verlust und die Kraft der Kunst

"Kein Mensch kann den anderen von seinem Leid befreien; aber er kann ihm Mut machen, das Leid zu tragen." Selma Lagerlöf

Genau das tut die Kinderbuchillustratorin Melanie Garanin mit diesem Buch. Nach dem tragischen Tod ihres jüngsten Sohnes reagierte sie auf ihre eigene Art: Sie zeichnete. Entstanden ist eine Graphic Novel in der ihre Verzweifelung und Wut ebenso Platz haben wie die schönen Erinnerungen und der Humor, ein Buch, das nichts beschönigt und doch Mut macht - uns allen.

In einer Mischung aus Drama und Biografie schildert Melanie Garanin schonungslos ehrlich ihre Erfahrungen als Mutter, deren Kind an Krebs erkrankt und stirbt. Sie zeigt die Auswirkungen auf die ganze Familie: Eltern, Geschwister, Angehörige. Auch die Rolle des Pflegepersonals im Kinderkrankenhaus wird beleuchtet. Dabei scheut sich die Künstlerin nicht, dieses oft tabuisierte Thema anzusprechen und ihre tiefsten Gefühle zu teilen.

Doch bei aller Schwere gelingt es der Autorin auch immer wieder, Momente der Leichtigkeit und Hoffnung einzufangen. Mit ihrem unverwechselbaren Illustrationsstil schafft sie Bilder, die berühren und den Schmerz greifbar machen, ohne darin zu versinken. Ein Buch, das Trost spendet und zeigt, welche Kraft im künstlerischen Ausdruck liegen kann - nicht nur für Betroffene.

Produktsicherheit

Hersteller: Carlsen Verlag GmbH
Anschrift: Völckersstraße 14-20
DE-22765 Hamburg
Kontakt: produktsicherheit@carlsen.de

Personeninformation

Melanie Garanin, 1972 geboren, studierte Zeichentrickfilm in Potsdam-Babelsberg und hat schon für viele verschiedene Verlage zahlreiche Kinder- und Jugendbücher illustriert. Seit sie 2017 begonnen hatte, an ihrer ersten Graphic Novel "Nils. Von Tod und Wut. Und von Mut." (Carlsen, 2020) zu arbeiten, nennt sie sich allerdings Comiczeichnerin und will am liebsten nichts anderes mehr machen. 2022 hat Melanie Garanin dann mit Andreas Steinhöfel den Kindercomic "Völlig meschugge?!" veröffentlicht und dazwischen und danach jede Menge Bücher wie z.B. von Heinz Ehrhardt oder Frank Schmeisser illustriert. Zuletzt ist ein Beitrag von ihr in der Comic-Anthologie "Stell dir vor! - Comics über die Nachkriegszeit" (avant, 2025) erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie und einem Haufen Tiere bei Berlin. Darüber und über noch mehr schreibt-zeichnet sie auch auf ihrem Blog melaniegaranin.com

Melanie Garanin, 1972 geboren, studierte Zeichentrickfilm in Potsdam-Babelsberg und hat schon für viele verschiedene Verlage zahlreiche Kinder- und Jugendbücher illustriert. Seit sie 2017 begonnen hatte, an ihrer ersten Graphic Novel "Nils. Von Tod und Wut. Und von Mut." (Carlsen, 2020) zu arbeiten, nennt sie sich allerdings Comiczeichnerin und will am liebsten nichts anderes mehr machen. 2022 hat Melanie Garanin dann mit Andreas Steinhöfel den Kindercomic "Völlig meschugge?!" veröffentlicht und dazwischen und danach jede Menge Bücher wie z.B. von Heinz Ehrhardt oder Frank Schmeisser illustriert. Zuletzt ist ein Beitrag von ihr in der Comic-Anthologie "Stell dir vor! - Comics über die Nachkriegszeit" (avant, 2025) erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie und einem Haufen Tiere bei Berlin. Darüber und über noch mehr schreibt-zeichnet sie auch auf ihrem Blog melaniegaranin.com

Pressestimmen

"Wie Melanie Garanin malt und wie sie schreibt, berührt ganz tief drinnen." Christine Westermann WDR 20210102
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