Merel

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Buchprofile - Rezension
Merels Selbstvertrauen wird auf eine harte Probe gestellt.
Lokalderbys, Geflügelschauen und Hochzeiten sind die Höhepunkte des Dorflebens. Merel ist überall gern gesehen, auch wenn sie im Vergleich zu den anderen Dorfbewohner:innen ein unkonventionelles Leben führt. Sie bewohnt allein einen Hof mit Tieren, hat einen jüngeren Freund und scheint zum Glücklichsein nicht viel zu brauchen. Doch gerade diese Ungebundenheit wecken Neid und Missgunst. Schließlich wird gegen sie eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt, der sich Merel kaum gewachsen fühlt. Der ruhige Trott des Landlebens, in das Konflikte einbrechen, welche kaum einzudämmen sind, wird in dieser Graphic Novel breit eingefangen. Im Stil der Ligne claire werden das Figurenrepertoire und die ländliche Umgebung skizziert. Dabei setzen die Zeichnungen auf eine Offenheit, die der Psychologisierung der Geschichte zuarbeitet. Die Fußballfreunde, Dorffrauen, die pubertierende Jugendgang, ja sogar die Hauptfigur selbst werden in ihren Wesenszügen nicht ausgemalt, was die Betrachter zu eigenen Charakterisierungen und Interpretationen herausfordern wird. Dass eine so emanzipierte Frau zum Opfer von Mobbing wird, kann vor dem Hintergrund der Dorfgemeinschaft erklärt werden. Aber auch Auswege aus dem Konflikt werden aufgezeigt, was diese Story zu einem versöhnlichen Ende führt. Das eher ungewöhnliche Setting erscheint somit als sehr plausibler Rahmen, in dem die Ursachen von Gewalt ausgeleuchtet werden und über mögliche Lösungen nachgedacht werden kann.
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Artikelbeschreibung

Die Geschichte einer »unsichtbaren« Frau

Merel ist Mitte vierzig, unverheiratet, kinderlos - und glücklich. Bis eine Nachbarin ein übles Gerücht im Dorf verbreitet und die eigensinnige Merel zur Zielscheibe macht. Plötzlich gerät ihr ganzen Leben aus den Fugen und Merel findet sich in einem Strudel aus Missgunst und Mobbing wieder, aus dem sie sich allein nicht mehr befreien kann ...

Eine Graphic Novel über die Grenzen und Gefahren gängiger Rollenbilder

Auf beeindruckende Weise erzählt die Belgierin Clara Lodewick in ihrem Debut von der Vielschichtigkeit gesellschaftlicher Erwartungen an Frauen und zeichnet dabei ein scharf beobachtetes Panorama über das Leben auf dem Dorf.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Clara Lodewick, geboren 1996 in Brüssel, studierte Comic an der Haute École Saint-Luc in Brüssel. Als Zeichnerin und Szenaristin interessiert sich für das Leben der Menschen, ihre Beziehungen, die sozialen Ungleichheiten, mit denen sie konfrontiert sind, und ihre Verbindung zur Natur. 2022 veröffentlichte sie mit Merel ihre erste Graphic Novel. 

Pressestimmen

"beeindruckende Schilderung der Vielschichtigkeit gesellschaftlicher Erwartungen an Frauen" Frank Neubauer ZACK 20240625

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