Hairy Queen

Warum Körperbehaarung politisch ist | Ein feministisches Manifest
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Buchprofile - Rezension
Unterhaltsame Betrachtung über den Umgang mit Körperbehaarung.
Die junge, in Köln geborene Autorin hat nach gründlicher Recherche eine 283 Seiten lange Fleißarbeit verfasst. Darin teilt sie uns auf gut lesbare, unterhaltsame Art durch Verknüpfung persönlicher Erfahrungen mit gesellschaftspolitischen, sozialen und theoretischen Aspekten mit, was die Art der Körperbehaarung mit Kulturgeschichte, Kolonialismus, Herkunft, Religion, Macht, Ansehen und Sexus zu tun hat. Koohestanis persönlicher Kampf mit ihrer eigenen Körper- und Gesichtsbehaarung lässt sie zunächst kapitalistisch konsumgeprägt und dem geltenden Schönheitsideal hörig auf den eigenen Körper blicken, sie malträtiert ihn mit schmerzhafter Enthaarung bis zur Uniformität. Rhetorisch gelungen ist in Kapitel 5 die Schau "über den eigenen Tellerrand", die zu interessanten Beobachtungen führt, um den Einfluss des Bartes auf Diskriminierungs- und Rassismus-Erfahrungen zu messen. Quintessenz ist die Selbsternennung zur "Hairy Queen", die das Sagen hat, und zur Akzeptanz haariger Vielfalt. - Die Thematik erinnert an die Selbstporträts der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

Eine mitreißende Kulturgeschichte der Haare: klug, unterhaltsam und feministisch

Franziska Setare Koohestani bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Und zwar nicht nur, weil sie seit jeher mit starkem Haarwuchs zu kämpfen hat, sondern weil sie erhobenen Hauptes aus diesem Kampf hervortritt. Schon in der Grundschule schickten ihre iranischen Tanten ihr Bleichcreme nach Deutschland, um den Oberlippenbart zu beseitigen. Seitdem folgten etliche Versuche sowohl der Haarentfernung als auch der Haarwuchs-Akzeptanz. Heute weiß Franziska Setare Koohestani: Unser Umgang mit Körperbehaarung hat wenig mit Hygiene und Körperpflege zu tun, sondern vielmehr mit den patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Normen, die unsere Gesellschaft verinnerlicht hat. Ausgehend von historischen, kulturellen und medizinischen Quellen sowie persönlichen Erfahrungen erklärt sie, warum Körperbehaarung politisch ist, und weist den Weg in eine Welt, in der Hairy Queens das Sagen haben und wir mit unserem Körperhaar endlich so umgehen können wie mit Kleidung: selbstbewusst, spielerisch und kreativ. Cause Baby, we were born this way. 

»Koohestani zeigt die Politik hinter Haarwuchs. Ein wichtiges Buch, das Unerkanntes zur notwendigen Debatte stellt.« Fikri Anil Altintas

»Würde jedes Schönheitsideal so analytisch und unterhaltsam auseinandergepflückt wie glatte Haut in Hairy Queen, sähe es für viele Industrien schlecht aus. Ein Buch, das man mit einer Zeitreise seinem jüngeren Ich um die Ohren hauen will.« Özge Inan

»Unerschrocken und einnehmend hat Franziska Setare Koohestani die oftmals verdruckste bis verlogene Verhandlung weiblicher Körperbehaarung hier aber mal so richtig rasiert.« Samira El Ouassil

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Personeninformation

Franziska Setare Koohestani wurde 1996 in Köln geboren und bezeichnet sich selbst als »Hairy Queen«. Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und ist als freie Journalistin tätig. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit Diskriminierung, Migration, Aktivismus, Pop- wie Subkultur - und mit Schönheitsnormen. 

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