Die Eisenbahnen Mexikos

Roman | Der wichtigste italienische Roman seit "Der Name der Rose"
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Buchprofile - Rezension
Meisterhaft erzählter Roman über die Missgeschicke eines italienischen Unteroffiziers im Zweiten Weltkrieg.
Cesco Magetti, Unteroffizier der Italienischen Republikanischen Nationalgarde der Eisenbahnen, hat Probleme: Viele seiner Kollegen sind desertiert oder tot, die Regierung ist in einer großen Krise und er hat furchtbare Zahnschmerzen. Doch sein größtes Problem kommt noch: Von seinem Vorgesetzten bekommt er die Order, einen vollständigen Plan des mexikanischen Eisenbahnnetzes zu besorgen. Diesen will die nationalsozialistische Regierung in Berlin unbedingt, denn irgendwo in diesem Netz soll eine mysteriöse Wunderwaffe versteckt sein, mit der man doch noch den Endsieg schaffen könnte. Widerwillig macht sich Cesco auf die Suche und gerät in eine immer undurchschaubarere Odyssee, bei der er auf die seltsamsten Typen trifft: einen samoanischen Kartographen und eine bizarre Büchernärrin, einen Pfarrer mit ganz skurrilen Interessen, ja sogar Adolf Hitler und Eva Braun werden zu Protagonisten des Romans. – Anhand dieser kurzen Darstellung der Handlung, die sich aufgrund ihrer schier unübersehbaren Entwicklungen und Volten, handelnden Personen und Geschehnisse auf fast 800 Seiten kaum in wenige Sätze fassen lässt, zeigt sich schon: Dieser Roman strotzt vor Humor und Ironie. Und er ist aufgrund des meisterhaften Stiles seines Autors, seiner Belesenheit, was die Werke berühmter Kollegen betrifft, seiner schier überbordenden Fantasie ebenso unterhaltsam wie lehrreich: Hier wird die Geschichte des Endes des Zweiten Weltkrieges so gegen den Strich präsentiert, hier wird der Mensch so treffsicher, satirisch aber auch durchaus liebevoll in seinem ebenso endlichen wie widersprüchlichen Menschsein dargestellt, dass man gar nicht anders kann, als immer weiterzulesen. – Für geübte Leser/innen, die Spaß daran und Zeit genug haben, einmal wieder einen echten epischen Roman von ebensolcher Länge zu lesen, ein großes Lesevergnügen.
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Artikelbeschreibung

Dies ist der Beweis, dass Fantasie retten kann. Und ein wenig Ironie.

Italienische Sozialrepublik, 1944: Aus den höchsten nationalsozialistischen Kreisen in Berlin erreicht den Unteroffizier Cesco Magetti der Befehl, einen vollständigen Plan des mexikanischen Eisenbahnnetzes zu erstellen.  Eine in den Tiefen des Landes versteckte Wunderwaffe soll dem Reich den Endsieg bescheren. Cesco macht sich auf die Suche, wobei sein Weg ihn auf die eine oder andere Weise zu zahlreichen wundersamen Menschen führt, die sich manchmal sogar als hilfreich erweisen. Darunter die folgenden:
-    Tilde Giordano, eine wunderschöne Literaturliebhaberin, der Cesco sofort und unwiderruflich sein Herz schenkt
-    Steno, Tildes treuer Freund, ein Partisan ohne Waffen
-    Don Tibeno, ein Stadtpfarrer, der wegen gewisser wahnsinniger Leidenschaften hinter Gittern sitzt
-    Bardolf Graf, ein Verwaltungsangestellter, der ahnungslose, unbewegliche Motor der ganzen Geschichte

Die Eisenbahnen Mexikos ist ein in jedem Sinne großer Roman, chorisch und monumental erzählt, lustig und bewegend, spielerisch und tiefgründig, realistisch und phantastisch, unerbittlich fesselnd, immer herzlich und dabei durch und durch literarisch. Mit der geballten Wucht seiner Originalität verneigt sich der Roman vor seinen Vorbildern: Jorge Luis Borges, Siri Hustvedt oder Roberto Bolaño. Eine Wunderkammer von Roman.

***

»Einer der intelligentesten, reichhaltigsten, komplexesten und unterhaltsamsten Romane der letzten Jahre.« (Sergio Pent, La Stampa)

»Einer der interessantesten literarischen Fälle dieses Sommers, wenn nicht der einzige.« (Alessandro Zaccuri, Avvenire)

»Eine verrückte und abenteuerliche Reise in (unsere) Geschichte der Fantasie. Ein Roman, den man liest, ohne zu ermüden.« (Marco Missiroli, Schriftsteller)


Die Übersetzung dieses Buches ist dank einer Förderung des italienischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Kooperation entstanden.

Questo libro è stato tradotto grazie ad un contributo del Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale Italiano.

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Personeninformation

Gian Marco Griffi, Jahrgang 1976, wuchs im Piemont auf, wo er in seinem Heimatdorf Montemagno sehr viel Zeit in der (einzigen) Bar sowie im örtlichen Tabakladen (dem seiner Großeltern) verbrachte. Für sein Philosophiestudium zog er nach Turin. Heute lebt und arbeitet er in Asti, wo auch sein erster auf Deutsch publizierter Roman Die Eisenbahnen Mexikos spielt, mit dem er zu den Nominierten für den Premio Strega gehörte.

Verena von Koskull arbeitete nach ihrem Studium der Italianistik und Anglistik in Verlagshäusern in Italien und Deutschland. Heute übersetzt sie Literatur aus dem Italienischen und dem Englischen. Für ihre Übersetzung des Romans Die katholische Schule von Edoardo Albinati erhielt sie 2020 den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis. Mit ihrer Familie lebt sie in Brandenburg.

Pressestimmen

»"Die Eisenbahnen Mexikos" ist der wichtigste italienische Roman seit "Der Name der Rose".« Denis Scheck ARD Druckfrisch 20240929
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