Ein neuer Name

Heptalogie VI - VII | Nobelpreis für Literatur 2023
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Buchprofile - Rezension
Letzter Band über den norwegischen Maler Asle, sein Leben, seine Kunst, seinen Glauben.
Innerhalb der wenigen Tage vor Weihnachten, an denen die ganze (in drei Bände zusammengefasste, Bd. 1 u. 2: BP/mp 20/135, 22/736) Heptalogie spielt, ist die Geschichte inzwischen am Tag vor dem Heiligen Abend angelangt. Der Maler Asle hat seinem Nachbarn Åsleik bei einem ihrer traditionellen Adventsessen zur eigenen Überraschung zugesagt, dieses Jahr Weihnachten mit ihm bei dessen Schwester in Øygna zu feiern. Jetzt hadert er damit, dass er dann weder seinen Freund Asle im Krankenhaus besuchen noch in eine katholische Messe gehen kann. Als ihm in dieser Unzufriedenheit auch noch bewusst wird, dass er von jetzt an nichts mehr malen will, beschließt er, noch einmal vor der Bootsfahrt nach Øygna mit dem Auto nach Bjørgvin zu fahren, um dort seine letzten Bilder in die Galerie Beyer zu bringen, dann Asle zu besuchen und in die katholische Kirche zu gehen. Im Krankenhaus erfährt Asle dann aber, dass sein Freund Asle in der Nacht zuvor gestorben ist - und auch seine mysteriöse Bekannte Guro ist tot, bei einem Zimmerbrand erstickt. Asle besucht wenigstens die Pauluskirche und kehrt dann nach Hause zurück, von dort bricht er mit Åsleik, um diesen nicht zu enttäuschen, zu dessen Schwester nach Øygna auf, obwohl er nicht die geringste Lust dazu hat. Im Erzählfluss permanent dazwischengeschoben sind Asles Erinnerungen an seine wenigen glücklichen Ehejahre mit Ales und die unglücklichen zwei Ehen seines Freundes Asle. Wie jeder der sieben Teile endet auch der letzte Teil mit einem Gebet Asles - in einer absolut schlüssigen Weise. - In der Weltliteratur hat der Norweger Jon Fosse, 2023 völlig zu Recht mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, wirklich zu einer ganz eigenen, unverwechselbaren Stimme gefunden, welche die Lesenden mitreißt, unterhält und zum Nachdenken bringt. Der dritte Band ist natürlich zwingend nötig, um die Heptalogie zu Ende zu führen; alle drei Bände sind unbedingt zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Was macht uns zu denen, die wir sind? Warum leben wir gerade dieses Leben und kein anderes?Asle, alternder Maler und Witwer, wohnt allein an der Südwestküste Norwegens. In der nächsten Kleinstadt liegt ein anderer Asle, ebenfalls Maler, im Krankenhaus, zerfressen vom Alkoholismus. Asle und Asle sind Doppelgänger, zwei Versionen desselben Lebens, zwei Versionen derselben Person, die beide mit existenziellen Fragen zu kämpfen haben.In diesem letzten Teil von Jon Fosses Heptalogie verfolgen wir in Rückblenden das Leben der beiden Asles als junge Erwachsene: Der Erzähler lernt seine große Liebe Ales kennen, tritt in die katholische Kirche ein und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Versuch, alle Bilder, die in seinem Kopf bereits existieren, auch zu malen. 'Die Lektüre der Heptalogie über die Abrechnung eines alternden Mannes mit den verflochtenen Realitäten von Gott, Kunst, Identität, Familie und dem Leben an sich erfüllt mit großer Ehrfurcht für die immense metaphysische Kraft dieses Texts.' The New York Times 'Eine tief bewegende Erfahrung.' The New York Review of Books

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Pressestimmen

Jon Fosses Bücher begeistern sogar den Papst. In «Ein neuer Name» vereint er Lebensbeichte, Künstlerroman und Gottsuche. Aldo Keel Neue Zürcher Zeitung 20240227
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