Der Junge aus dem Meer

Roman | "Perfekt für lange Lesetage am Meer." Elke Heidenreich
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Buchprofile - Rezension
Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt ein Junge steht, der eines Tages am Strand aufgefunden wurde.
Im irischen Fischerdorf Donegal liegt eines Tages ein Säugling in einem Fass am Strand. Das ganze Dorf nimmt Anteil am Schicksal des "Jungen aus dem Meer", jeder will ihn gern einen Tag lang betreuen – bis sich der Fischer Ambrose Bonnar entschließt, den Jungen in seine Familie aufzunehmen. Mit seiner Frau Christine hat Ambrose bereits den zweijährigen Sohn Declan, der verstört auf den Familienzuwachs reagiert. Aber Ambrose empfindet den Jungen aus dem Meer als perfekte Ergänzung seiner Familie, im Gegensatz zu Phyllis, der Schwester von Christine. Dennoch adoptieren die Bonnars den Jungen und geben ihm den Namen Brendan. Von nun an wird von der Dorfbevölkerung die Entwicklung der Familie Bonnar beobachtet und begleitet. Der berufliche Werdegang von Ambrose, die Entwicklung der Beziehung zwischen Christine, ihrer Schwester Phyllis und dem gemeinsamen Vater, aber vor allem das Verhältnis zwischen Brendan und Declan werden über mehrere Jahre hinweg erzählt. – Ein gut lesbarer Roman über Familienzusammenhalt, getragen von einer Hoffnung, die das Leben erst erträglich macht. Sehr gerne empfohlen.
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Ambrose Bonnar lebt mit seiner Frau Christine und dem zweijährigen Sohn Declan in einem kleinen Dorf an der irischen Küste und baut sich gerade ein Geschäft mit seinem Freund und Partner auf. Als ein neugeborener Junge in einem Holzfass am Strand gefunden wird und man seine Mutter nicht ausfindig machen kann, beschließt Ambrose spontan, das Kind aufzunehmen. Christine fühlt sich zwar sowohl in der Entscheidung übergangen als auch mit zwei Babys überfordert, willigt aber schließlich doch ein. Der Junge, auf den Namen Brendan getauft, wird wie ein eigenes Kind geliebt und bleibt doch immer ein Außenseiter, Sowohl im Dorf als auch in der Familie betrachtet man ihn als Geschenk des Meeres und dichtet ihm sogar Heilkräfte an. Sein Bruder Declan kann damit überhaupt nicht umgehen und hasst den Eindringling leidenschaftlich. Das komplizierte Verhältnis der beiden Jungen bestimmt einen Teil des Buches, daneben werden die Lebensgeschichten des Elternpaares erzählt, das sich zwar liebt, aber im Grunde wenig voneinander weiß. In den 1980er Jahren wurden in der EU die Fischfangquoten und Zugangsrechte im Sinne einer nachhaltigen Fischerei und des Bestandsschutzes novelliert. Das bedeutete vor allem für die kleinen Fischerfamilien, eine drastische Veränderung ihrer Lebensumstände. Vor diesem zeitgeschichtlichen Hintergrund entwirft Garrett Carr seine bewegende Familiengeschichte.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Ein berührender, ermutigender, irischer Familienroman voller Wärme, der eindrucksvoll davon erzählt, wie man in harten Zeiten menschlich bleibt. Es ist die Geschichte eines Jungen, der versucht, seinen Platz in der Welt zu finden, und die einer Familie und Dorfgemeinschaft, die gemeinsam den Widrigkeiten des Lebens trotzen.

In einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands wird 1973 ein Baby am Strand gefunden. Ambrose, der Fischer, und seine Frau Christine adoptieren den Jungen, der fortan den Namen Brendan Bonnar trägt. Alle sind fasziniert von diesem Kind, dessen Herkunft ein Rätsel ist, und Brendan, der für viele ein Rätsel bleibt, gibt dem vom Sturm der Zeitläufte gebeutelten Dorf die Hoffnung auf ein gutes Leben zurück. Zwanzig Jahre folgen wir dem Leben der Familie, das geprägt ist von Fürsorge und Schweigen, von der Rivalität der Brüder, von finanziellen Sorgen, aber auch dem Glück, von einer Gemeinschaft getragen zu werden.

«Warmherzig, witzig und voller Weisheit. Kurzum, eine Freude.» The Sunday Times

«Wunderbar und liebevoll.» The Observer

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Personeninformation

Garrett Carr wurde in Donegal geboren und lebt heute mit seiner Familie in Belfast. Er lehrt dort Kreatives Schreiben an der Queen's University und schreibt regelmäßig für The Guardian und The Irish Times. Sein Buch The Rule of the Land: Walking Ireland's Border war ein BBC Radio 4 Book of the Week. Der Junge aus dem Meer ist sein Debütroman und erscheint in 12 Ländern. Kathrin Razum, geboren 1964, studierte Amerikanistik und Geschichte und arbeitet seit 1992 als freiberufliche Übersetzerin. Sie übersetzte unter anderen Susan Sontag, V. S. Naipaul, Edna O'Brien, Hilary Mantel, Barry Unsworth und Laird Hunt.

Pressestimmen

"Ein psychologisch fein erzählter Familienroman mit viel Atmosphäre. Erzählt wird ruhig und mit Sogwirkung - perfekt für lange Lesetage am Meer." Elke ; Heike Heidenreich ; Knispel WDR 4 20250629
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