Maksym

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Buchprofile - Rezension
Eine ganz andere Art von Kinderbetreuung.
Der seit über 30 Jahren in Österreich lebende Kabarettist und Autor Dirk Stermann schreibt in seinem autobiographisch geprägten satirischen Roman über einen Kabarettisten Dirk Stermann und seine Alltagsprobleme, die es bei der Berufstätigkeit beider Eltern zu bewältigen gilt; vor allem über die Frage nach der richtigen Kinderbetreuung für den vierjährigen Hermann, gewöhnlich durch Frauen, hier aber durch einen Mann: den früheren ukrainischen Käfigboxer Maksym, mit entsprechenden Kontakten ins Milieu, jetzt Einserjurist mit beginnender steiler Karriere. Wie es sich für einen Kabarettisten gehört, entwickelt Stermann eine mit witzigen Episoden durchzogene Geschichte mit Vater und Sohn, die Mutter befindet sich während eines Teils der Handlung schon in New York an ihrem neuen Arbeitsplatz. Maksym, das genaue Gegenteil des Vaters, zeigt Hermann die für das Überleben in der Großstadt wichtigen Fähigkeiten - bis hin zum Kampf mit einem kleinen Bären. Und auch die Kabarettszene bekommt von Stermann ihr Fett weg. Köstlich zu lesen, wenn Maksym dafür sorgt, dass die durch einen Betrüger vorenthaltene Gage durch einen Inkassotrupp dennoch beschafft werden kann. Und weitere Anekdoten und witzige Klischees sorgen für gute Unterhaltung. - Ein gelungener Roman mit großem Lesevergnügen: sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Dirk Stermanns Roman 'Sechs Österreicher unter den ersten fünf', der sich allein in Österreich über hundertfünfzigtausendmal verkaufte, hatte einen Helden namens Dirk Stermann. Nun hat der Autor ein neues Buch über diesen Mann geschrieben. Es beginnt wie eine amüsante Gesellschaftssatire aus dem heutigen Wien: Dirk und seine Frau stehen vor einem Problem. Sie muss für ein paar Monate beruflich ins Ausland, aber er hat jetzt wirklich keine Zeit, sich den ganzen Tag um den gemeinsamen Sohn, Hermann, zu kümmern. Professionelle Hilfe muss also her. Freunde empfehlen, sehr modern, einen männlichen Babysitter. Sie hätten einen Ukrainer, sehr erfahren und gebildet, immer ein Zitat von Joseph Roth auf den Lippen.
Und Dirk entscheidet sich, gegen all die blonden jungen Frauen, ebenfalls für einen Ukrainer. Auch wenn Maksym eigentlich nie Klassiker zitiert. Und erst macht der schweigsame Osteuropäer seine Sache auch ganz gut. Aber dann beginnt er, neben dem Sohn auch den Vater zu sitten. Und von da an scheint es nur noch eine Richtung zu geben: abwärts.Ein Roman, wie ihn nur Dirk Stermann schreiben kann: komisch, grausig, herzerwärmend.

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