Ich will dich lebend

»Der Roman hat mich sprachlos gemacht.« (Bärbel Schäfer)
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Buchprofile - Rezension
Roman über den schwierigen Weg von Opfern häuslicher Gewalt.
Selma ist eine erfolgreiche Architektin, unkonventionell, spontan und Jeannes beste Freundin. Als sie sich jedoch eines Tages in Jeannes Bruder Mischa verliebt, scheint es nur noch die beiden und ihre intensiven Gefühle füreinander zu geben. Zunächst freut sich Jeanne für das Paar, auch wenn sie Selmas zunehmende Abschottung überrascht und irritiert. Doch mit der Zeit häufen sich die Warnsignale und körperlichen Verletzungen, so dass Jeanne schließlich die erschütternde Wahrheit über ihren Bruder akzeptieren muss. In einer radikalen Befreiungsaktion versucht sie, ihre Freundin aus der gewalterfüllten Beziehung retten, nur um hilflos feststellen zu müssen, wie stark Selma emotional von Mischa abhängig ist und wie weit sich ihre Freundin bereits selbst verloren hat. – Die Geschichte der Freundinnen wird größtenteils im Rückblick erzählt und zeigt so noch eindringlicher, wie Manipulation, Isolation und Kontrolle eine Situation lebensbedrohlicher häuslicher Gewalt schaffen können, die für das soziale Umfeld dennoch weitgehend verborgen bleibt. Ein intensiver Roman, gerne für alle Bestände zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

»Über die Dynamik der allzu oft als Liebe getarnten Gewalt schreibt Julia Malik präzise und authentisch. Wir müssen hinsehen, auch wenn es schmerzhaft ist, um zu verstehen.« Christina Clemm

Selma und Mischa haben sich all die Jahre nicht füreinander interessiert. Bis sie, die erfolgreiche Architektin, beobachtet, wie er, Nobelrestaurantbesitzer, im Biosupermarkt klaut. Als er droht aufzufliegen, deckt sie ihn. »Verbrecherbraut«, grinst Mischa.
Jeanne, Mischas Schwester, ist Selmas beste Freundin - bis Selma plötzlich ganz und gar Mischa gehört. Als der Traum einer leidenschaftlichen Liebe zum Albtraum wird, lädt Jeanne das Auto voll und entführt Selma aus einem Berliner Kaffeehaus. Sie verharren in einem Versteck, bis der Termin kommt, an dem sie erneut ins Auto steigen und ins Gericht fahren.

Julia Malik zeigt in literarischer Sprache und bestechenden Bildern, wie Täter ihre Opfer in eine Spirale aus Verführung, Isolation, Abspaltung, Ohnmacht und Scham locken. Wie verheerend und perfide Leidenschaft, Manipulation und rohe Gewalt oftmals Hand in Hand gehen. » Ich will dich lebend « ist eine rasante, wütende und letztlich befreiende Jagd, die über Hindernisse der Bürokratie, durch demütigende Befragungen und die Grauzone zwischen Lebensrettung und Übergriffigkeit führt. Die Autorin verliert dabei niemals ihre Protagonistinnen aus dem Blick, ihre Wildheit, Widerständigkeit und ihre Würde.

»Wie sehr dieses Buch gefehlt hat, versteht man erst, wenn man wieder auftaucht, weil es einen so mitreißt, so luzide und eindringlich ist es erzählt.« Daniela Dröscher

Produktsicherheit

Hersteller: Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
Anschrift: Arndtstraße 11
DE-60325 Frankfurt am Main
Kontakt: literatur@fva.de

Personeninformation

Julia Malik, in Berlin geboren, ging für das Schauspielstudium an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Anschließend folgten Engagements an verschiedenen Theatern, unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Schauspielhaus Hannover und am Théâtre National du Luxembourg. Sie dreht Film- und Fernsehproduktionen, spielte zuletzt an der Seite von Thomas Thieme und Robert Stadlober im Kinofilm »LasVegas« (2023) und ist Teil der Berliner Band Elementarstrategien. Ihr Romandebüt »Brauch Blau« erschien 2020 in der FVA.

Pressestimmen

»Über die Dynamik der allzu oft als Liebe getarnten Gewalt schreibt Julia Malik präzise und authentisch. Wir müssen hinsehen, auch wenn es schmerzhaft ist, um zu verstehen.«
Christina Clemm

»Julia Malik findet eine Sprache von brennender Dringlichkeit für das, was sich ins Gedächtnis einschreibt und nicht loslässt - nah genug, dass man es noch lange auf der Haut spürt.«
Fikri Anil Altintas

»Packend realistisch führt uns Julia Malik ein Gewebe normalisierter Gewalt vor, und wie die Rettung daraus so schwierig ist. Aber weil das Literatur ist, sind wir Lesenden am Ende mit gerettet. Und glücklich.«
Marlene Streeruwitz

»Julia Malik kann weit mehr als Schauspiel [...]. Eine Frau also, die offensichtlich mehrere Bühnen braucht und auf jeder auch etwas zu erzählen hat. Julia Malik erfindet sich immer wieder neu: Schauspielerin, Musikerin, Autorin - und alles erfolgreich. [...] In ihrem neuen Roman 'Ich will dich lebend', erzählt sie von Freundschaft unter Frauen und von einer toxischen Beziehung.«
ARD Brisant

»Julia Malik [...] hat vielschichtige, höchst glaubwürdige Figuren entwickelt, die einem beim Lesen sehr nahekommen. [...] Dabei ist ein extrem dichter Roman entstanden, der in einem rasanten Tempo erzählt ist und der in jeder Zeile spüren lässt, wie viel die Figuren ihrer Autorin bedeuten.«
BR24 Radio

»Der Roman hat mich sprachlos gemacht [...] Deswegen danke ich dir für dieses wirklich sehr bewegende Buch. Jeanne, Selma und Mischa haben mich sehr, sehr lange begleitet. Es ist ein sehr intensives Buch und ich kann es nur empfehlen.«
Podcast »book:deluxe«

»Ihre Bücher haben gemeinsam, dass sie keinen seichten Stoff besprechen wollen. Es sind Themen, die ihren Raum, eine Bühne brauchen: Häusliche Gewalt, Rollenkonflikte, der Weg zur weiblichen Selbstermächtigung. Julia Malik thematisiert jene Problematik in ihren Büchern, schonungslos, lässt sie sichtbar werden.«
Sleek

»Die Autorin entkräftet eindrücklich den Gedanken 'Mir könnte so etwas nicht passieren': In eine unvorstellbare Abhängigkeit rutscht man oft schleichend und bemerkt die Falle erst, wenn sie zugeschnappt ist. (Teilweise grausam zu lesen, ist dies trotzdem) eine Geschichte, die sich zu lesen lohnt.«
ekz.bibliotheksservice

»Julia Maliks eindringlicher Roman 'Ich will dich lebend' zeigt auf berührende Art und Weise, daß die Auswirkungen einer Gewalttat weit über das Geschehnis an sich hinaus gehen [...] Malik hat einen wichtigen Roman geschrieben, der mit literarischen Mitteln aufzeigt, dass Frauen sich untereinander in solchen Situationen unterstützen können, aber dass es eines greifenden Hilfsangebots bedarf, um die Betroffenen auffangen zu können.«
WDR Westart

»Julia Malik schreibt in ihrem Roman über die Systeme Familie und Justiz, in denen Opfer patriarchaler Gewalt nicht ausreichend geschützt sind. Sie wirft einen kritischen Blick darauf, wie Täter unter und mit uns leben - und dass sie nur selten entdeckt werden.«
tip Berlin

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