Der Ozean so wild und weit

Roman
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Buchprofile - Rezension
Die Kraft des Meeres und der Musik – ein Roman der leisen Töne.
Zwei Unfälle prägen das Leben von Jack Paton: Bereits vor Jahren sind Sonny und Kathleen, seine Eltern, auf dem Meer ums Leben gekommen, als ein Wal ihr Boot auf dem Rücken emporhob. Seitdem lebt Jack, auch schon in seiner Jugend eher schweigsam und schüchtern, zurückgezogen in dem alten Cottage der Familie auf den Shetlands, ohne Bindungen und mit wenig Kontakt zur Außenwelt. Jetzt ist Jack in seinen Sechzigern, schlägt sich nach seinem Postboten-Job als Putzmann durch und ist vom wirtschaftlichen Boom, den die Ölförderung den Inseln beschert hat, ebenso weit entfernt wie vom sozialen Leben im Dorf mit dem alltäglichen Tratsch und Klatsch. Viel bedeutet ihm nur seine Gitarre - und die Country-Songs, die er selbst komponiert und die bisher kein Publikum zu hören bekam. In den letzten Tagen bekommt er jedoch regelmäßig Besuch von Vaila, einem kleinen Mädchen aus der Nachbarschaft, die sich für Jacks Katze interessiert. Als die Achtjährige bei einem Autounfall schwer verletzt wird, muss Jack seine selbstgewählte Einsamkeit überwinden. – Wechselweise erzählt der Autor und Songwriter Malachy Tallack aus dem Leben von Jacks Eltern in den 1950er und 60er und aus Jacks Gegenwart, die in den 1980er Jahren angesiedelt ist. Die zwischen den einzelnen Kapiteln in Handschrift abgedruckten Songtexte wirken - genauso wie die Beschreibungen von Jacks Alltagsroutinen und die Naturbeschreibungen der kargen Küstenlandschaften - authentisch und stimmig. Mit seiner klaren Sprache und ruhigem Erzähltempo steht der Roman für eine Lektüre der leisen Töne, die vollkommen überzeugt.
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Artikelbeschreibung

Ein Roman über die unermessliche Kraft des Meeres und der Freundschaft

1957: Sonny verdient sich seinen Lebensunterhalt auf einem Walfangschiff im Südatlantik. Der Alltag auf dem Ozean ist rau, er lehrt ihn die Zerbrechlichkeit des Daseins. Als er schließlich in seine Heimat zurückkehrt, auf die Shetlandinseln, um sich mit seiner Frau Kathleen und seinem Sohn Jack eine Existenz aufzubauen, liegt das schwere Erbe seiner Zeit auf See wie ein Schatten über der Familie.

Viele Jahrzehnte später lebt Jack nach dem tragischen Tod seiner Eltern ein zurückgezogenes Leben im alten Cottage der Familie. Jack ist wie die karge Landschaft um ihn herum: stoisch und schweigsam, immer schon da. All seine Gefühle wandern in die Country-Songs, die er selbst schreibt und die er in einem anderen Leben auf der Bühne gesungen hätte. Bis eines Tages eine geheimnisvolle Schachtel vor seiner Tür liegt und eine Freundschaft mit der jungen Nachbarstochter beginnt, die Jack eine neue Perspektive auf seinen Platz in der Welt eröffnet.

Malachy Tallack hat einen unvergesslichen Roman geschrieben, der voller kleiner Augenblicke ist und voller großer Momente: ein Buch über die lebensverändernde Kraft der Freundschaft und der Musik.

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Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
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Personeninformation

Malachy Tallack ist Schriftsteller, Singer-Songwriter und Journalist. 2014 gewann er den New Writers Award des Scottish Book Trust und 2015 die Robert Louis Stevenson Fellowship. Mit seinem ersten Buch »60º Nord« kam er auf die Shortlist des Saltire First Book Award, das zweite, »Von Inseln, die keiner je fand«, wurde 2016 bei der Verleihung der Edward Stanford Travel Writing Awards als Illustrated Travel Book of the Year ausgezeichnet. Beide Bücher beschäftigen sich mit Nature Writing, Geschichte und Memoir. Sein Debütroman »Das Tal in der Mitte der Welt« kam 2018 auf die Shortlist des Highland Book Prize und wurde für den Royal Society of Literature Ondaatje Prize nominiert. Malachy Tallack ist in Shetland aufgewachsen und lebt aktuell in Stirlingshire. Klaus Berr, geb. 1957 in Schongau, gest. 2024 in München, Studium der Germanistik und Anglistik in München, einjähriger Aufenthalt in Wales als "Assistant Teacher", war der Übersetzer von u.a. Lawrence Ferlinghetti, Tony Parsons, William Owen Roberts, Will Self. Cornelius Reiber, geboren 1973, studierte Germanistik, Geschichte und Kulturwissenschaften in Köln und Berlin. Er lebt als Übersetzer in Berlin, daneben lehrt er an der Universität Basel.

Pressestimmen

»Malachy Tallack beherrscht den Tempowechsel von Sturm und Flaute, das macht diesen Roman lebendig. Den genügsamen Jack kennenzulernen, wird zu einer beglückenden Leseerfahrung.« NDR Kultur, Claudia Ingenhoven
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