Standing Ovations

Roman | »Ein Roman, wie er zeitgemäßer gar nicht sein könnte.« Elke Heidenreich
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Buchprofile - Rezension
Vielschichtiger Roman über die Macht der Kulturkritiker und der Medien.
Der renommierte Theaterkritiker Alex ist mit seiner Kollegin Soph beim berühmten Fringe-Festival in Edinburgh, um Kritiken über die Events für ihre Zeitung zu schreiben. Er verreißt in seiner Zeitung den Auftritt der jungen Performerin und Aktivistin Haley Sinclair. Dennoch verbringt er, ohne es ihr zu sagen, die Premierennacht mit ihr. Als Haley das am nächsten Tag erfährt, beschließt sie, diesen Verrat in einer eigenen Bühnenshow publik zu machen und nicht nur Alex, sondern alle Männer, die Frauen niederträchtig behandeln, aufs Korn zu nehmen. Die Show wird ein Riesenerfolg und Alex zur landesweiten Hassfigur für alle Frauen. Auch Soph reflektiert das Verhalten des Kollegen, mit dem sie gut befreundet ist. Doch dann erfährt sie, dass auch ihr eigener Ehemann Josh sie betrogen hat. Dann kommt es zum finalen Schlagabtausch zwischen Haley und Alex, der von dieser in ihre Show eingeladen wird. – Mit viel subtilem Humor und leiser Ironie beschreibt Charlotte Runcie nicht nur das komplexe Verhältnis von Künstlern und Kritikern. Es geht auch um das Thema sexuelle Übergriffe, die "Me Too-Bewegung", ja, um die Beziehung Mann-Frau überhaupt, aber auch um die zwiespältige Macht der Medien, Wahrheit und Fake. Ein wunderbarer Debütroman einer Autorin, die als Kulturkolumnistin und Kritikerin beim "Daily Telegraph" sehr wohl weiß, wovon sie in ihrem Buch erzählt.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Diese Story spielt im Herzen weltweit größten Festspiele für traditionelle und alternative Kunstformen in Edinburgh, dem Fringe-Festival, das jedes Jahr mit seinen Theaterstücken und Performances Hunderttausende Zuschauer:innen in die schottische Metropole lockt. 
Auch Stand-up-Comedy gehört zum festen Programm und die Comedienne Hayley Sinclair legt einen begeisternden Auftritt auf die Bühne. Beseelt von ihrem Erfolg und leichtsinnig vom Alkohol bandelt sie auf der Aftershowparty mit einem attraktiven Mann an und verbringt die Nacht mit ihm. Am nächsten Morgen der Schock beim Blick in die Premieren-Kritiken!!! Der Mann, mit dem sie geschlafen hat, ist Star-Kritiker und Kultur-Kolumnist Alex Lyons. Der hat ihr Programm gnadenlos verrissen und sie anschließend ohne Skrupel mit in sein Apartment genommen.
Hayley sinnt auf Rache. Kurzerhand stellt sie ihr Programm um und macht Alex und sein verwerfliches Handeln zum Mittelpunkt ihrer Show. Damit löst sie nicht nur einen verheerenden Shitstorm auf den selbstgerechten Kritiker aus, sondern ermutigt auch immer mehr Frauen, live in ihrer Show von ähnlich misogynen Erlebnissen zu berichten. Während Ihre Show zum größten Renner des Festivals avanciert, zieht sich die Schlinge um Alex‘ Hals immer fester zu und seine Karriere geht in die Brüche. Und leider begreift er nicht, wo er Fehler gemacht haben könnte.
Erzählt wird diese brisante und hochaktuelle #metoo Story aus dem Blickwinkel von Alex‘ mitgereister Kollegin Sophie, die zerrissen ist zwischen Loyalität zu ihrem hochverehrten Kollegen, weiblicher Solidarität und der Versuchung, aus der Situation eigenen Profit zu schlagen. Ein fesselnder, sensationell gut erzählter Roman um Kunst und Kritik, Fairness, Machtmissbrauch und gnadenlose Rache. Ein Buch das viel Raum lässt, sein eigenes Urteilsvermögen zu hinterfragen und sich nicht mit billigen Stereotypen begnügt, sondern die Ursachen von Aktion und Reaktion ergründet. 

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

»Einer der besten Romane, die ich seit Langem gelesen habe.« The Guardian

»Ein atemberaubendes Debüt, das ganz sicher viele verschlingen werden.« The Independent (Buch des Monats)

»Schlagfertig, provokativ und mit viel bissigem Witz.« The Times (Buch des Monats)

Als Hayley Sinclair auf die Bühne tritt, hofft sie auf tosenden Applaus. Doch am nächsten Morgen kassiert die Performerin eine vernichtende Kritik. Nicht weiter schlimm, denkt sie, wer liest schon noch Zeitungen? Bis sie erfährt, dass der Mann, den sie nach der Premiere in einer Bar ansprach, der ihr so wohlwollend zuhörte und die Nacht mit ihr verbrachte, ausgerechnet ebenjener Starkritiker Alex Lyons ist. Hayley macht ihn und seinen Verrat zum Thema ihrer Show, die bald zum Phänomen wird: Immer mehr Frauen erheben die Stimme und rechnen ab. Doch wohin führt ihre Wut?

Mit »Standing Ovations« gelingt Charlotte Runcie ein bestechend vielschichtiges Debüt über Misogynie, Kunst und Macht, die die Seiten wechselt - Gegenwartsliteratur im besten Sinne.

»Scharfsinnig, klug und authentisch - was für eine starke, wunderbar witzige Lektüre!« Claire Lombardo

»Ein hinreißendes Debüt. Dieser Roman, den man nur so verschlingen will, vermisst unsere Obsessionen, unseren inneren Kritiker und das, was wir im echten Leben und auf dem Papier zu sein glauben. Intim, wahrhaftig und wirklich komisch. Dieser Text hat es in sich.« Kiley Reid

»Ein verblüffendes Debüt über das angespannte Verhältnis von Künstler und Kritiker, Wahrheit und Werbung, Männern und Frauen. Standing Ovations erinnert uns daran, wie unklug es ist, vorschnelle Urteile über Menschen oder Kunst zu fällen - was mich nicht davon abhält, Charlotte Runcie fünf von fünf Sternen zu geben.« Nathan Hill

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Personeninformation

Charlotte Runcie ist Autorin und Journalistin. Als Kulturkolumnistin beim Daily Telegraph schrieb sie über Radiofeatures, Podcasts und Theater. Ihr Essayband Wie Salz auf der Zunge über Frauen und das Meer war Buch der Woche bei BBC Radio 4. Nun legt sie mit Standing Ovations ihren allseits erwarteten Debütroman vor.

Katharina Martl, geboren 1987, übersetzt aus dem Englischen und den festlandskandinavischen Sprachen, zuletzt Werke von Susan Choi und Suzie Miller. Sie lebt in München.

Pressestimmen

»Ein flüssiges, feingliederiges Buch, das durch eine spannende Handlung und zeitgenössische Themen wie MeToo und Cancel-Culture besticht.« Moritz Holler WDR - Westart 20250809
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