Das Bettelmädchen

Band 1
Kriminalroman | Spannender und bewegender historischer Kriminalroman, inspiriert von wahren Begebenheiten
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Buchprofile - Rezension
Die Polizeiassistentin Henriette Arendt setzt alles daran, die Lebensumstände der Ärmsten in ihrer Umgebung zu verbessern.
Dieser biografische Roman um Schwester Henriette Arendt (genannt Schwester Henny), die zu Beginn des 20. Jh. als Polizeiassistentin in Stuttgart arbeitete, ist kein Kriminalroman im erwartbaren Sinn. Schwester Hennys Bemühen um der Verwahrlosung preisgegebene Kinder und Familien wird durch Bürokratie und die Überheblichkeit der Verantwortlichen untergraben. Das Beispiel der 12-jährigen Sophie zeigt, dass Mädchen zu jener Zeit verkauft werden, an Männer, für die sie dann stehlen, betteln und Schlimmeres tun müssen. Die Polizei kümmert sich um diese Fälle nicht, sind doch diese Mädchen als Streuner bekannt und damit an ihrer Situation selbst schuld. Generell sind vor allem alleinstehende Frauen und solche, die ihre Familien alleine durchbringen müssen ständig männlicher und behördlicher Willkür ausgesetzt. Zum Ende des Romans hält Schwester Henny den Schikanen nicht mehr stand. Sie steht jedoch nicht alleine da, sondern wird von mutigen Frauen und dem guten Polizisten Ferdinand Ganghofer unterstützt und fasst ein neues Ziel ins Auge. Ein Roman, der einen sehr nachdenklich zurücklässt und breit empfohlen werden kann. Eine Fortsetzung soll im September erscheinen.
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Artikelbeschreibung

In »Das Bettelmädchen«, dem Auftaktband zu ihrer packenden historischen Krimireihe, präsentiert Helene Winter eine faszinierende Ermittlerfigur: Henriette Arendt, genannt Schwester Henny, die realhistorische erste Polizeiassistentin Deutschlands, die zur erfolgreichen Privatdetektivin wird. Der Schutz von Kindern hat für sie oberste Priorität, eine Aufgabe, der sie mit Mut, Entschlossenheit und kriminalistischem Spürsinn nachgeht.

Stuttgart, 1906: Verzweifelt setzt ein junges Mädchen, Sophie, das zur Bettelei gezwungen wird, all seine Hoffnung auf Schwester Henny. Die energische Polizeiassistentin ist bekannt für ihre Sorge um die Schwächsten der Gesellschaft, kämpft jedoch mit der Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten. Erst in der forschen Mitzi, die nur Hennys energisches Eingreifen davor bewahrt hat, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine Mitstreiterin. Als Mitzi eine Wohnung entdeckt, in der immer wieder verwahrlost aussehende Kinder auftauchen, vermutet Henny Kinderhandel und wagt einen gefährlichen Plan, die Drahtzieher zu überführen.

Wer mehr erfahren möchte über mutige Frauen der Geschichte, deren Leistungen allzu oft vergessen wurden, kann in diesem spannenden und atmosphärischen historischen Kriminalroman eine beeindruckende Frau wiederentdecken: Henriette Arendt, deren außergewöhnliches Leben Inspiration war für diese neue historische Krimireihe von Helene Winter. 

Wie die historische Henriette Arendt kann auch Helene Winters Romanfigur Schwester Henny nicht tatenlos zusehen, wenn Kinder Hilfe brauchen. Davon, ob ihre - männlichen - Vorgesetzten das nun gutheißen oder nicht, lässt sie sich nicht aufhalten. Und so kämpft Henny bald nicht nur gegen die Kriminellen, die hinter Sophies Schicksal stehen, sondern zugleich gegen den erbitterten Widerstand von Behörden, Kirchenvertretern und Stadtoberen, denen die beherzte Frau, die ihnen mit deutlichen Worten den Spiegel vorhält, ein Dorn im Auge ist. 

Beklemmend authentisch und düster atmosphärisch - in »Das Bettelmädchen« führt Helen Winter ihre Leser:innen in düstere Straßen und heruntergekommene Hinterhöfe des historischen Stuttgarts am Anfang des 20. Jahrhunderts. Gebannt verfolgt man das Schicksal der tapferen Sophie und ihre verzweifelten Versuche, Schwester Henny zu kontaktieren - ihre letzte Hoffnung. Und fasziniert wird man Zeuge, wie aus Schwester Henny, Polizeiassistentin, die Privatdektivin Henriette Arendt wird. Eine Frau mit einer Mission!

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Personeninformation

Helene Winter ist das Pseudonym der erfolgreichen Autorin Janet Clark, die den Namen im Gedenken an ihre Großmutter gewählt hat. Janet Clark ermutigt als Autorin, Aktivistin und Mutter seit Jahren Mädchen und Frauen, neue, selbstbewusste Wege zu gehen, so wie die Heldinnen in "Das Weiße Haus am Rhein". Nicht zuletzt als Erinnerung für ihre Tochter, dass schon viel errungen wurde, und noch viel mehr zu erreichen ist. Bevor sie mit dem Schreiben begann, arbeitete sie u. a. als Universitätsdozentin und Managerin in mehreren Ländern. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in München.

Pressestimmen

»spannende und atmosphärisch dichte historische Krimireihe« Beate Rottgardt Ruhr Nachrichten 20260610
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