Vom harten Leben einer Bauernmagd

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Bayern im Buch-Rezension
Die Arbeit als Sennerin in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts.
Die Autorin zeichnete das Leben der Bauernmagd Fanni, geboren 1926, nach Tonbandaufnahmen mit der damals 88-Jährigen auf. Fanni, ein lediges Kind der Sennerin Bärbel, verlor in ihre Jugend fast ihre ganze Familie. Die Mutter suchte sich Arbeit in der Stadt, die Großmutter starb bald danach. So wuchs Fanni im Haus ihrer Tante auf, die selber als ältere Mutter im Kindbett starb, als Fanni 16 war. Einer ihrer Cousins war als Kind ertrunken; die beiden ältesten fielen im Zweiten Weltkrieg, noch keine 20 Jahre alt. Hoferbin Vroni heiratete einen eher arbeitsscheuen Mann, der vor allem Fanni die schwere Arbeit auf dem hochgelegenen Bauernhof aufbürdete. Bis zur Volljährigkeit ertrug Fanni dies, suchte sich sofort danach eine Stellung. Auf dem Ganterhof ging es ihr Jahrzehnte gut, vor allem wenn sie in den Sommern auf die Alm ging. Erst mit der Einheirat einer jungen Bäuerin änderte sich der familiäre Zusammenhalt zwischen Hofbesitzern und Angestellten, die sowieso wegen aufkommender Maschinen weniger gebraucht wurden. Fanni nutzt die Chance, in ihrem Heimatort als Reinigungskraft der Kommune angestellt zu werden. Fanni hielt sich, geprägt durch das Familienschicksal, von Männern eher fern. - Der Lebensweg der Fanni steht für viele Frauen (und Männer) aus Bayerns Regionen, die keine Erbteilung der Höfe kannten. Die nachgeborenen Kinder mussten sich als angestellte Land- und Forstarbeiter verdingen. Familiengründung war da schwierig, was zum Teil erklärt, weshalb es so viele ledige Mütter gab. Lebhaft beschreibt die Autorin, wie bescheiden und gefahrvoll die Bergbauern lebten, ehe Strom und Zufahrtsstraßen vorhanden waren, aber auch wie aufkommende Maschinen einerseits die Arbeit leichter machten, andererseits Arbeitsplätze verschwanden. Das Buch ist ein Stück Zeitdokument, weil die Autorin auf romantische Verklärung des Almlebens verzichtet.
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Artikelbeschreibung

Als jüngste von acht Geschwistern verbringt Ursula auf dem ärmlichen Einödhof ihrer Eltern eine sehr behütete Kindheit. Schon früh weiß sie, sie möchte alles werden, nur nicht Bäuerin. Doch im Alter von 18 Jahren verliebt sie sich in den Sohn eines begüterten Bauern. Damit scheint ihr Weg vorgezeichnet. Der Zweite Weltkrieg wirbelt allerdings ihre Lebensplanung völlig durcheinander, und das Schicksal hält für sie zahlreiche Erschütterungen bereit. Trotz allem geht Ursula unbeirrt ihren Weg und meistert alle auftauchenden

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Personeninformation

Roswitha Gruber, die in Reit im Winkl lebt, hat in den letzten Jahren mehr als 20 Bücher veröffentlicht, die ausnahmslos Bestseller geworden sind. Besonders ihr großes Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, den Menschen zuzuhören, ermöglichen ihr, bewegende Schicksale für ihre Leser zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Lebensgeschichten starker Frauen vom Land.
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