Solange wir leben

Roman | Die ergreifende Familiengeschichte des Bestseller-Autors
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Mehr als ein halbes Jahrhundert deutsch-jüdischer Geschichte, fokussiert auf zwei Personen und deren Familien.
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an Nazi-Deutschland beginnt auch für die jüdische Familie Safier in Wien eine schlimme Zeit. Rosl erkennt als erste die Zeichen der Zeit. Sie emigriert nach Palästina. Ihr Bruder Joschi bleibt noch solange, bis er und sein Vater abgeholt und voneinander getrennt werden. Später kann er gerade noch fliehen und kommt über viele Umwege ebenfalls in Palästina an. Die Geschwister kämpfen in der Hagana, der jüdischen Untergrundarmee des sich entwickelnden Staates Israel. Der attraktive Offizier lernt Dora kennen, die ebenfalls der Vernichtung durch die Deutschen entkommen war. Die Ehe hält jedoch nicht. Joschi quittiert den Militärdienst und fährt zur See. Bei einem Landgang in Bremen verliebt er sich 1961 in Waltraud, sie bekommen ein Kind und Joschi bleibt bei ihr. Sogar Rosl kehrt an der Seite ihres Mannes, eines jüdischen Handelsvertreters, in das Land der Täter zurück. Parallel dazu verläuft im Roman die Geschichte Waltrauds, deren Kindheit, die Kriegs- und Nachkriegsjahre im zerstörten und später sich im Wiederaufbau befindlichen Deutschland. Ihre Ehe, aus der zwei Kinder entstammen, wäre vermutlich umso glücklicher, würde Joschi nicht eine Geschäftsidee nach der anderen entwickeln. Da diese wenig oder gar nicht gelingen, lebt die Familie in ständigen Geldnöten. Immer wieder über Wasser gehalten werden sie dabei von Rosl und ihrem finanziell erfolgreichen Mann. 1996 ist Joschi sterbenskrank und begeht deshalb Selbstmord. Am offenen Grab teilt Waltraud ihrem Sohn David zu dessen größter Überraschung mit, dass sein Vater noch zwei Kinder aus früheren Beziehungen hatte. - Ein Familienroman des vielseitigen Autors ( "Mieses Karma" (2007), "Jesus liebt mich" (BP 09/130), zuletzt die "Miss Merkel"-Krimis (BP/mp 21/980, 22/392)), der das schicksalhafte, abenteuerlich abwechslungsreiche Leben eines jüdischen Mannes und seiner späteren deutschen Frau beschreibt. Lesenswert!
Weiterlesen
Susanne Steufmehl empfiehlt:

„Solange man an jemanden denkt, ist er nicht ganz tot. Ich denke an meine Eltern jeden Tag.“ schreibt Safier im Epilog dieses Romans, in dem er vom Schicksal seiner Familie im Dritten Reich erzählt. Safier ist ein schreibendes Phänomen, der sowohl schreiend Komisches wie die „Miss Merkel“ Krimis als auch herzzerreißend Tragisches wie den Jugendroman „28 Tage“ über das Warschauer Ghetto überzeugend zu Papier bringen kann. Die Geschichte seiner Eltern verläuft nicht parallel, aber beider Leben sind beeinflusst vom Schreckensregime der Nationalsozialisten. Sein jüdischer Vater konnte nach einem Gefängnisaufenthalt nach Palästina fliehen, wo er in der Hagana und für die Errichtung des Staates Israel kämpfte. Seine deutsche Mutter erlebte Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau in Bremen. Dass sie beiden, die 20 Jahre Altersunterschied trennen, einander treffen und sich verlieben, war nicht sehr wahrscheinlich und ist trotzdem geschehen. Wie es dazu kam und wie es mit Joshi und Waltraud weiterging, davon erzählt David Safier in diesem berührenden autofiktionalen Roman.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Was ist stärker, die Liebe oder das Schicksal?

David Safier erzählt in diesem dramatischen und zärtlichen Roman die Geschichte seiner Eltern: Sie führt uns vom Wien des Jahres 1937, durch die Gefängnisse der Gestapo, nach Palästina, wo sein Vater Joschi als Barmann und Spion arbeitet und schließlich zur See fährt. Seine Mutter Waltraut wächst als Tochter eines Werftarbeiters in Bremen auf, erlebt Kriegszeit, Trümmerjahre und Wirtschaftswunder. Bei ihrer ersten Begegnung ist Waltraut eine junge alleinerziehende Witwe, Joschi zwanzig Jahre älter als sie. Wenig spricht dafür, dass die beiden sich ineinander verlieben und ein gemeinsames Leben wagen - ein Leben geprägt von steilen Höhenflügen und dramatischen Schicksalsschlägen.

«Nie wäre ich auf die Idee gekommen, über meine Eltern zu schreiben, wenn sie nicht das Leben von großen Romanfiguren geführt hätten. » David Safier

Produktsicherheit

Hersteller: Rowohlt Verlag GmbH
Anschrift: Kirchenallee 19
DE-20099 Hamburg
Kontakt: produktsicherheit@rowohlt.de

Personeninformation

David Safier, 1966 geboren, zählt zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre. Seine Romane, darunter «Mieses Karma», «Jesus liebt mich», «Happy Family» und «MUH!» erreichten Millionenauflagen im In- und Ausland. Der erste Band seiner Krimireihe rund um die Ex-Kanzlerin gehört zu den bestverkauften Büchern des Jahres 2021. Als Drehbuchautor wurde David Safier unter anderem mit dem Grimme-Preis sowie dem International Emmy ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Bremen, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Pressestimmen

Bewegende Liebesgeschichte. Sibylle Peine Mindener Tageblatt 20230513
Mehr von Safier, David

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.