So reich wie der König

Roman
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Buchprofile - Rezension
In der Beziehung zwischen Sarah und Driss spiegelt sich die marokkanische Gesellschaft der 90er Jahre.
Die 16-jährige Französin Sarah lebt mit ihrer Mutter, die sich den Lebensunterhalt mit Männerbekanntschaften verdient, in einem Armenviertel Casablancas. Als Schülerin des französischen Gymnasiums hat sie Kontakte zu jungen Leuten aus wohlhabenden Kreisen. Driss, den schüchternen und hässlichen Sohn eines alteingesessenen Textilfabrikanten, überzeugt sie davon, dass sie die ideale Freundin für ihn ist. Sie wird seine Geliebte, aber er kann sie nicht ins elterliche Haus bringen. So treffen sich die beiden im Gartenhaus. Da Sarah ihrem Elend entfliehen will, legt sie es darauf an, schwanger zu werden. Nach dem marokkanischen Ehrenkodex will Driss sie heiraten. Beim Opferfest will er deshalb wie alle Familienväter des Clans ein Schaf schlachten. Sein Vater lacht ihn aus; die Familie willigt trotzdem ein, dass er Sarah zur Feier mitbringen darf. Dort macht ihr seine Mutter klar, dass Driss sie nie heiraten werde, die Familie aber für eine Abtreibung aufkomme. - Das Oben und Unten in der Gesellschaft scheint zementiert. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Ein Teil der Gymnasiasten wird vom Chauffeur zur Schule gefahren, die anderen nehmen die schäbigen Busse. Sarah läuft lieber kilometerweit, um ihre äußerst bescheidenen Lebensverhältnisse nicht offenbaren zu müssen. Sah sie Driss zuerst nur als Chance zum Aufstieg, lässt sie ihn später doch in das Armenquartier kommen. Nimmt Geldmangel ihr die Freiheit sich zu entfalten, erfährt sie bei der Familienfeier, welch starke Fesseln Diamantringe und Goldschmuck sind.
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Artikelbeschreibung

Sarah, die sechzehnjährige, bildschöne Französin, hat nichts. Driss, der Sohn einer der wohlhabendsten muslimischen Familien hingegen hat alles, ist reich wie der König. Sarah beschließt, ihn zu verführen, ihn zu heiraten. Ihr Weg dahin führt sie durch die Stadt Casablanca, in all ihren Facetten: von den Armenbaracken mit den Prostituierten und Abgeschlagenen, wo Sarah mit ihrer Mutter lebt, bis in die Villenviertel auf den Hügeln, zu den reichen Jugendlichen, die jointsrauchend in üppigen Gärten an Pools sitzen und nachts durch die Clubs der Stadt ziehen - während sich unten, in den Baracken, alle nach einem Ort weit weg sehnen, einem unerreichbaren Ort. Sarah ist entschlossen, diesen Ort zu erreichen, ganz gleich, was sie dafür opfern muss.So reich wie der König erzählt vom Aufstieg und Fall einer jungen Frau im Casablanca der 1990er Jahre. Von einer pulsierenden Stadt voller Widersprüche und zwei jungen Menschen, für die die Liebe notgedrungen zur Verhandlungsmasse wird. Ein Roman von sinnlicher und poetischer Sprachgewalt, der zwischen Schönheit und Härte changiert.

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Pressestimmen

»Abigail Assor erzählt mit einer unvergleichlichen Sogwirkung von verbissenen Hoffnungen und unzerbrechlichen sozialen Konventionen. ... Ein atemberaubender, atmosphärisch dichter Roman.« Ulrike Borowczyk Berliner Morgenpost 20220320
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