Ja, nein, vielleicht

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Buchprofile - Rezension
Schwächt oder stärkt romantische Liebe? Doris Knechts Roman erzählt feinsinnig und mit Humor aus der Schule alternder Frauen.
Die Ich-Erzählerin in Doris Knechts jüngstem Roman ist eine alte Bekannte: eine spätberufene Schriftstellerin mit vier jüngeren Schwestern, nach der Trennung Single, mit Stadtwohnung und Haus auf dem Land an einem Fluss gut versorgt, die eigenen Kinder längst flügge. Diesmal stürzen gleich mehrere Dinge auf sie ein. Ein Backenzahn fällt aus, ihre Schwester Paula belegt auf unbestimmte Zeit die Stadtwohnung, ihre beste Freundin Therese heiratet, eine Überschwemmung auf dem Land droht, und dann trifft sie auch noch im Supermarkt eine Jugendliebe wieder. Friedrich ist charmant, zielsicher, Nähe suchend. Wir folgen der Erzählerin bei ihren Bedenken: Ja, nein, vielleicht, der wäre etwas für sie, als Beschützer, als Anwalt, als Handwerker, denn alles kann sie einfach nicht mehr machen; oder ist sie schrullig geworden, eine Diva, und bleibt besser allein? Wessen Sprache muss man sprechen, um gehört zu werden? Wie solitär ist Denken überhaupt? Gutes Leben zu zweit oder besser innere Zufriedenheit allein? Und was ist mit der Idee der romantischen Liebe: geht das noch in den Fünfzigern – oder schwächt die Verliebtheit? – Humorvoll und mit Feinsinn schickt Doris Knecht ihre Figur auf vielspurige Lebensbahnen, die zu wechseln Mühe, aber auch Vergnügen machen kann, solange die Offenheit für Neues nicht verloren geht. Ein kleines episches Denkspiel über die Sehnsucht und die Liebe, die nicht zu kaufen, sondern mit ihren Fallstricken und Höhenflügen zu erfahren sind. Sehr zu empfehlen.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Da ist sie wieder, die Protagonistin aus Doris Knechts Erfolgsroman „Eine unvollständige Liste der Dinge, die ich vergessen habe“ aus dem Jahr 2023! Nach der Inventur ihres Lebens und dem erfolgreichen und zufriedenstellenden Neustart als Single und Schriftstellerin lässt die Autorin ihre Heldin ausloten, ob romantische Liebe jenseits der 50 noch möglich und - vor allem – überhaupt wünschenswert ist. 
Momentan läuft es nicht gut für die Ich-Erzählerin: Ein schmerzender Backenzahn soll gezogen werden, ihre beste Freundin will heiraten und eine ihrer Schwestern okkupiert ihre Wiener Stadtwohnung, was sie zwingt, in ihr Häuschen am Fluss zu ziehen. Das Landleben ist erholsam, aber auf Dauer fad. Bis sie im kleinen Supermarkt auf Friedrich trifft! Friedrich, ihre lang verflossene, fast schon vergessene Jugendliebe. Ebenso charmant wie forsch drängt er sich in ihr Leben. Mit romantischen Dates, intimen Abendessen, Motorradfahrten und gemeinsamen Konzertbesuchen. Alles nach seinem Terminplan, was die Schriftstellerin verständlicherweise nervt und sie sich die Frage stellt, ob’s das wert ist. „Ja, nein, vielleicht“. Als dann noch ein drohendes Hochwasser ihr kleines Anwesen in Gefahr bringt, liegen die Nerven blank. Und genau hier öffnet sich eine weitere Dimension der Story, in der es um Freundschaft und Zusammenhalt geht. Der Roman ist sowohl witzig-unterhaltsam als auch philosophisch reflektierend über Lebensentwürfe, persönliche Freiheit und das Glücklichsein im Allgemeinen.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Raffiniert und bissig schreibt die Bestsellerautorin Doris Knecht über das Leben als Frau, über Freundschaft und über Sinn und Unsinn der romantischen Liebe.Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlt sie sich wieder frei: Die Kinder sind ausgezogen, in ihrem Dasein zwischen Großstadt und Landleben breitet sich Ruhe aus. Doch dann wird ihre Wohnung von ihrer Schwester besetzt, es droht ihr ein Zahn auszufallen und sie wird mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Während sich das eher marginale gesundheitliche Dilemma zu einer kleinen existenziellen Krise auswächst, trifft sie im Supermarkt einen Mann von früher wieder: Friedrich. Eine Begegnung, die sie vor eine Frage stellt, mit der sie sich eigentlich nicht mehr beschäftigen wollte: Ist sie bereit für eine weitere Liebesbeziehung? Oder besser gesagt: Ist sie bereit, ihr gutes Leben zu teilen, ihre innere Zufriedenheit zu riskieren, schon wieder? Ein moderner Roman über das Leben als Frau, der das ewige Primat der romantischen Liebe infrage stellt - unverbittert, witzig, lebensklug

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Personeninformation

Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin (u. a. beim Falter und den Vorarlberger Nachrichten) und Schriftstellerin. Ihr erster Roman Gruber geht (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen Die Nachricht (2021) und Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe (2023). Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel.

Pressestimmen

»Raffiniert und bissig schreibt Doris Knecht über das Leben als Frau, über Freundschaft und über Sinn und Unsinn der romantischen Liebe.« Christine Westermann, Die Glocke, 5.12.25 »Am echten Leben entlang erzählt, mit Witz und Wut... Das mit leichter Hand erzählen können, ist ein großes Verdienst von Doris Knecht... Was für ein herrlich ehrlicher und positiver, höchst unterhaltender Roman!« Elke Heidenreich, Bunte, 1.10.25 »Ein irrer und harter Roman ... Man wird gut unterhalten, während es doch um ernste Themen geht: Körperoptimierung, Perfektion, Konkurrenzkampf. Sich immer zu vergleichen und die Beste sein zu wollen, das ständige Arbeiten am Körper.« Carsten Otte, Tagesspiegel, 4.10.25 »Die Erzählerin in Doris Knechts neuem Roman, weiß wie man bequem alt wird.« Brigitte, 13.08.25 »Doch so gesettelt man auch ist - in Liebesdingen ist man nie cool. Immerhin: Wenn Doris Knecht davon berichtet, ist es wenigstens amüsant.« Donna, 09/2025 »Lebensklug und ermutigend.« Gala, Juli 2025 »Mit Lebensklugheit, Humor und feiner Ironie betrachtet die österreichische Schriftstellerin ihre Heldin.« Gabi Eisenack, Nürnberger Nachrichten, 31.10.25 »Mit viel Humor erzählt!« Freundin, 30.07.2025 »Ein tolles Buch für den Urlaub!« Christine Westermann, WDR2, 24.08.25 »Charmant und mit einer Prise Selbstironie erzählt.« Hörzu, 18.08.25 »Die Welten, die die Österreicherin Doris Knecht entwirft, wirken nur einen Steinwurf vom eigenen Leben entfernt, nicht unbedingt ereignisreicher, aber so lebendig, treffend und lustig erzählt, dass man glatt in sie hineinkriechen will.« Madame, September 2025 »Doris Knecht findet auf diese Fragen einige schlüssige Antworten, die sie auf höchst unterhaltsame, witzige und kluge Weise formuliert.« Björn Gauges, Gießener Anzeiger, 5.9.25 »Die Lektüre verströmt die ganze Kunst einer reifen Schriftstellerin: die feine Balance zwischen Witz und Ernst, Selbstpreisgabe und Stolz, solitärer Kauzigkeit und utopischem Gemeinsinn. Cooler wurde selten über das Altern geschrieben.« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 05.08.25 »Raffiniert und bissig schreibt Knecht über das Leben als Frau, über Sinn und Unsinn der romantischen Liebe.... Unbedingt in den Koffer packen!« Nadine Kreuzahler, RBB Radio3, 24.07.25 »Der Titel suggeriert schon eine Liebesgeschichte, die aber keine ist, sondern auf sympathische und leicht bissige Weise eine Frau zeichnet, die eben nicht mehr bereit ist, sich auf Männer einzulassen.... Es ist erheiternd, wie Knecht ihren Flirt auf diese Weise überspült.« Sieglinde Wöhrer, Kulturzeitschrift Vorarlberg, September 2025 »Doris Knechts liefert mit 'Ja, nein, vielleicht' eine scharfsinnige Selbstbefragung... Nebenbei seziert sie pointiert das Konzept der romantischen Liebe und die gängigen Beziehungsmuster zwischen Mann und Frau.« Mareike Ilsemann, WDR Westart, 26.07.25 »Doris Knecht verbindet die Handlungsstränge zu einem kurzweiligen Plot, erzählt im unverwechselbaren Knecht-Stil, der den sympathischen Gestus mündlicher Mitteilung mit pointierter Zuspitzung und feiner Ironie verbindet.« Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 07.08.25 »Dieser Roman ist grundsympathisch.« Barbara Beer, Kurier 20.07.25 »Es ist ein ruhiges, stimmiges Buch, klug und warmherzig geschrieben, das mich einige Male zum Lachen gebracht hat.« Zuger Zeitung, 17.9.25 »Humorvoll und mit viel Schwung erzählt sie von einer Frau, die ihr selbstbestimmtes Dasein verteidigen will. In ihrer leichtfüßigen Prosa hinterfragt Knecht nicht nur die Rolle, die die Gesellschaft älteren Frauen zuweist, sondern auch das Konzept der romantischen Liebe.... Ihr fesselnder Roman regt zum Nachdenken an.« Irene Binal, Buchjournal 3/2025 »Knechts Roman ist leichte, alltagsnahe Sommerlektüre, spielt aber auch mit dem Genre, indem sie spielerisch die Entstehung des Buchs miteinflicht. Und natürlich hält die Österreicherin auch einige Spitzen bereit. ... In den meisten Szenen aber ist 'Ja, nein, vielleicht' ein Plädoyer für die weibliche Autonomie und für die Gelassenheit beim Älterwerden - selbst wenn der Zahn wackelt und die Liebe rumpelt« Babina Cathomen, Kulturtipp, 27.08.25 »Ein Buch als melancholischer Pampa-Blues, als munteres Lehrstück darüber, was die späten Lebensjahre alles so zu bieten haben, an Gutem und Belastendem.« Wolfgang Paterno, Profil, 14.08.25 »Doris Knechts neuer Roman ist ein ebenso unterhaltsames wie ernsthaftes Stück Literatur.« Udo Schöpfer, Die Rheinpfalz, 25.07.25 »Knechts Geschichten rücken aber mitnichten Liebesentscheidungen ins Zentrum, was eine Wohltat ist. Sie drehen sich ums Leben in allen Facetten... Ein Must-Read in diesem Sommer.« Judith Leopold, Ö24, 27.07.25 »'Ja, nein, vielleicht' ist ideale Sommerlektüre. Leicht und locker zu lesen, mit einer sympathischen Hauptfigur und manchem Anstoß zum Weiterdenken über Leben, Liebe, Freundschaft und die Aussichten des Alters.« Wolfgang Huber-Lang, APA, 18.07.25
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